Wenn sie zum Äussersten getrieben werden, sagen Pazifisten gerne: bin ja wirklich nicht gewalttätig, aber ... - Dann schlagen sie eben doch mal zu. Wenn die Energie stimmt, ab einem gewissen Punkt, gibt es nichts Höheres oder Tieferes mehr, das uns daran hindert, Barrikaden die wir kosmisch und unumgänglich glaubten, niederzuschmettern.
In irgendeiner Windung dieses Gedankens finde ich mich jetzt wieder. Die Anzeichen hatten sich gehäuft. Zumindest: Eine Reihe zufälliger Veränderungen hatten mir für die Ereignissen seit Dienstag ein ganz persönliches Bühnenbild zusammengestellt: Meine aktuelle Obsession mit den Brandenburgischen Konzerten, die enttäuschte Erwartung von der neuen Wohnung zunächst wohlig entfremdet zu sein, die vielen altbekannten Möbel und Objekte aus meiner Vergangenheit, jetzt von mir auf ihrer Reise weitergebracht, der kreisrunde Platzregen vor der Tür, gerade nur vor der Tür zum Büro, und das Fahrradfahren, die obskuren Seiten der Stadt die sich mir dadurch eröffnen.
So nannte ich mich zudem Unternehmer, so definierte ich in der Liste der Leidenschaften ein paar neue, just so as to make it happen! Und wenn die Sache den Glauben anderer umfasst, findet man sich zuweilen alleine glaubend vor der Tür. Dann sagt man, dass Zeit und Verbitterung gemeinsam grösser werden. Dann sagt man, der Glaube daran sei doch gar nie so gross gewesen. Und die kognitive Dissonanz nimmt ihren Lauf bis man wieder fröhlich beschäftigt ist.
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