<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694</id><updated>2011-12-30T17:24:50.885+01:00</updated><title type='text'>viertel-ab-handgelenk</title><subtitle type='html'>Erläuterungen, Episoden &amp;amp; Eskapaden</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>158</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8941131581154899706</id><published>2011-07-13T19:18:00.005+02:00</published><updated>2011-07-13T19:24:43.502+02:00</updated><title type='text'>11. Juli 2011, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Der Unfall beginnt mit einem Gefühl. Über das Gefühl fällt ein Gedanke. Darüber fällt ein Wort. Und über dieses Wort fallen weitere Worte und jedes Wort, das fällt, verunfallt. So wird aus dem Leben plötzlich eine Massenkarambolage, ein Text. Und im Text versuche ich den Schaden, den er verursacht, einzuschränken. Ich versuche dabei das Beste daraus zu machen. Ich suche schliesslich ein letztes Wort, ein Ende dafür. So wird aus dem Text eine Bibel und wenn ich sie lese, versuche ich nach ihr zu leben, versuche ein anständiger, guter Mensch zu sein (in den Augen des Textes und der Texter und der verdammten Kritiker). So wird aus dem Text ein Leben. So wird aus einer Geschichte ein Glaube. So verändert sich mein Leben seit ich schreibe was ich denke dass ich schreibe was ich glaube ist was ich schreibe das mein Leben sich seither verändert es sich auf die merkwürdigste Art und Weise.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Aber was ist das für ein Gefühl, über das dieser Gedanke fällt? Es ist eine Art Sprachlosigkeit die mich immer schwerer befällt, je länger ich schreibe. Dies war eine Hürde die ich gesprungen bin, aus Not dem mich jagenden zu entkommen. Da stand ich einfach still und liess es mich einholen, mich überfallen, fressen. Aber da kam nichts. Da verschlug es mir die Sprache, und mit der Sprache verschlug es den mich Jagenden, die Not und auch die Hürde. Jetzt springe ich auch ohne sie. Es braucht kein Entsetzen mehr, und keine Euphorie, um mir die Sprache zu nehmen. Die Fähigkeit dazu, verleitet mich dazu. Sobald es darum geht, etwas zu sagen, lauter - Nichts. Und wenn dies eine Auslösung wäre, wäre ich erlöst. Aber dann kommt der Gedanke, der das Fehlen der Worte feststellt, und beginnt darüber, oder darum herum, daher zu sprechen. Irgendwas zu sprechen, zu schreiben. Was auch immer den Raum füllt und klingt und Ordnung macht. Und diese heiklen Erfindungen liegen dann wie Öl auf dieser Strasse. Und dann sind da schnelle Fahrzeuge und vielleicht sogar Figuren. Eine falsche Bewegung (Die Hände an die Tasten). Ein falsches Wort (“Unfall”). Ein dummer Gedanke (Es so furchtbar Ernst zu nehmen). Und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Niemand überlebt. Aber es lebte auch nie jemand. Die Knochen der Körper der verunfallten Worte reibt der Teer zu Staub und die langen Streifen von Blut füllen mit der Zeit den Raum zwischen den Weissen Linien der Strasse und die Einzelteile der Wagen häufen sich zu künstlichen Moränen, die die leicht geschundene Natur am Strassenrand leicht wieder einnimmt. Was ist hier passiert?  Wer weiss. Vielleicht eine Naturkatastrophe. Vielleicht ein Unfall, menschliches Versagen. Niemand hier, der es sah. Es ist nur Text. Jetzt ist er da. Kam von hier, kam von dort, wie der Wind, nach unergründlichem Prinzip. Eigentlich: darüber gibt es nichts zu sagen. Aber: darunter.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Damit von selbst davon abzukommen, verbrachte ich die letzten Monate (Jahre) als0 auf dieser viel-befahrenen Strecke (Nächste Ausfahrt: Hildesheim).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8941131581154899706?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8941131581154899706/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8941131581154899706&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8941131581154899706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8941131581154899706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2011/07/11-juli-2011-berlin_13.html' title='11. Juli 2011, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-9146946854138352506</id><published>2010-12-23T23:29:00.002+01:00</published><updated>2010-12-24T07:34:51.796+01:00</updated><title type='text'>23.12.2010, Gachnang</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Wer ins Netz starrt, wer unter Leuten ist, die ins Netz starren, wer nur schon regelmässig seine Zeitungen, Magazine und Sendungen liest und hört, der weiss, es gibt kein Nachkommen mehr, es helfen nur Filter, Archive und schliesslich Vergessen. Und wer dieser Tage aufmerksam sein will, dem stösst zusammen mit den Informationen immer auch das dazugehörende Fragepaar zu. Lasse ich mich darauf ein? Was mache ich damit? Gesichtete Informationen, ob freiwillig oder nicht, verlangen eine Reaktion auf ihre Anwesenheit - also auch von dem, der sich ihrer nur entledigen will, nichts anderes als eine Tate, eine Anstrengung. Das Gehüpfe meiner Gesellschaft ist bestens verständlich. Das Plappermaul, das die Welt befallen hat, kommt in der Gestalt eines irr gewordenen Robin Hoods daher, der jede Information über die er stolpert aufhebt und an die Reichen, aber auch an die Armen und an die Toten verschenkt, die dann alle aus ihren Palästen und Gassen und Gräbern kriechen, um sich irgendwie damit zu befassen. Und so wie sie aus ihren Palästen und Gassen und Gräber kriechen, schliesst der Wind manchmal eine Tür hinter ihnen und dann kommen Könige nicht umher in Hütten zu ziehen, Schlucker in Paläste und manch ein Toter in ein neues Leben. Und so wie sich vor unserer Augen diese Wunder abspielen, befeuchten sie unseren vertrockneten Glauben mit dem heiligen Wasser des Fortschritts. Und so wie unser jeder Fortschritt, ist auch dieser einer hin zu einer Art von Gott. Bis vor seine Füsse, bis unsere Lippen sie berühren, und wir ins Leere küssen. Meine Gesellschaft tanzt also im elektrischen Licht des heilbringenden Seelenlosen voran, öffnet die Augen, die Ohren, den Mund, die Nase, den Hintern und lässt, was entgegen strahlt, eintreten - hemmungslos, aber nein, nicht ohne es dann zu bewerten, nicht ohne daraus Schlüsse zu ziehen, nicht ohne deswegen nicht über das Geistige hinaus Tätig zu werden und nein, auch nicht ohne dabei wie Fahnen im Orkan zu flattern und sich dabei an den Enden aufzulösen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Und die öden Heiden, die sich zusammenrollen wie Igel? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Die haben damit zu kämpfen, dass wenn sie ihre Körper mit jeder einschlagenden Information erneut im Willen sie abzuwehren anspannen müssen, sie auch jene Brocken abwehren, die ihnen lieb und glänzend scheinen, und so wie sie sich denen dann reuevoll ein Spalt weit öffnen, werden sie sofort gesteinigt. Wie die Fahne darin flattert, so rollt der aufgerollte Igel vor dem Wind hin und während er sein Gesicht in seinen Bauch drückt, malt sein Kopf sich aus, was ausserhalb von ihm passiert. So unterscheidet sie wie die Sehenden von den Blinden der Luxus durch bereitgestellte Bilder mit der Welt in Kontakt zu treten, anstatt mit hausgemachten. Aber wir wissen es doch, wollen es uns aber nicht ansehen lassen: Nur was die Besten zu Hause machen, schmeckt wirklich gut. Andererseits würgt man ja auch gerne im Auftrag der heiteren Dogmen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Aber was nun? Was ist zu tun?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" &gt;Wenn meine Gesellschaft eine Hure ist, dann will ich ein Kastrate sein und wenn sie dennoch kommt, die Perverse, und ich mich ihr dennoch verweigere, dann soll dies kein Ende sein, im Gegenteil, eine Tat muss es sein: Es ist der Gang in den Keller. Und wo keiner ist, da wird gegraben. So stösst man vielleicht auf Kumpel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-9146946854138352506?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/9146946854138352506/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=9146946854138352506&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9146946854138352506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9146946854138352506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/12/23122010-gachnang_23.html' title='23.12.2010, Gachnang'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7311218971502254720</id><published>2010-10-20T22:57:00.001+02:00</published><updated>2010-10-20T22:57:39.417+02:00</updated><title type='text'>20.10.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Es stimmt schon, wir sind die Huren der Gewohnheit und auch der Revoluzzer kann es nicht anders haben. Was neu ist, fühlt sich anders an. Und bevor es überhaupt soweit ist, muss man sich überstürzen lassen, und das fühlt sich auch für den, der nichts als das will, wie Überstürzung an. Wenn ein langjähriger Gefangener frei kommt, könnte er hiervon eine Geschichte erzählen, von der er weiss, dass er sie besser für sich behält. Auch der Pyromane könnte davon berichten, wie oft er das Zündholz viel zu früh von der Lunte zieht und rennt, aus Ehrfurcht vor der ersehnten Feuersbrunst, die er dann doch nur als Blindgänger in der Erde stecken lässt. Überwindungen melden sich nämlich von selbst an. Dabei werben sie nicht damit, dass sie verschütten, und, dass darauf Neues wachsen kann, sondern mit der reinen Gewalt, die dies überhaupt möglich macht. Was wir und unsere feinfühligen Hunde dann in der Oktoberluft riechen, ist kein Geisterbote sondern unsre gute Erfahrung. Sie weiss, lange bevor wir uns an die Arbeit machen, um die Energie der ein jeder Umbruch bedarf, sei es ein Schritt, sei es ein Sprung, oder eine grosse neue Idee, die es, so wie sie sich unserer Leidenschaft aufbindet, gleich umzusetzen gilt. Ja, der Wille ist der Weg, aber nur an gerade an sie Sache heran. Dann, wenn man in Erwartung der Kaventsmänner im Boote sitzt, muss man sie erst einmal über sich hereinbrechen lassen. Und dies braucht Mut, und der Mut ist eben an den Glauben gebunden, und der Glaube schwebt eben nur in der Luft, und in der Luft fliegt eben allerlei, so stürzt man bald in den Boden, und dann weiss man, woran man ist, und das ist allemal nicht viel. Deshalb lassen wir uns vom Strande reissen, lassen uns eines besseren belehren, ersparen unserem Eigensinn zu scheitern, und ermöglichen, ganz aus Versehen, die praktische Gemeinschaft. Darin findet das Lebens statt, auch das des fantastischen Wirbelwinds, der es mit Ignoranz statt Wiederhaken, zu einer attraktiven Geschwindigkeit bringt. Aber die erstrebenswerten Exzesse finden in längst abgesteckten Feldern statt; die Karriere zum Beispiel, der Reichtum, das Glück, oder die Kunst. Zu den Dingen nach denen wir ein Leben lang streben, sind die wenigen möglichen Wege vorgegeben. Setzen wir uns aber einmal hin um zu verschnaufen, oder kehren wir sogar um, sind dem Leid und der Armut keine Grenzen gesetzt, denn mit diesen Dingen befasst man sich nicht, und wenn man es tut, dann von oben herab, oder so, das man kurz darauf daran stirbt.&lt;br /&gt;So liegt man nur im Bett und träumt von einer besseren Welt. So liegt man nur im Bett und erzählt sich, wie man es gerne gehabt hätte. So liegt man nur im Bett und stellt sich vor, wie man es gerne für alle hätte. So liegt man nur im Bett und fragt sich wer man ist, aber wenn man sich selbst ist, liegt man nur im Bett.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7311218971502254720?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7311218971502254720/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7311218971502254720&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7311218971502254720'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7311218971502254720'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/10/20102010-berlin.html' title='20.10.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1365199525508803399</id><published>2010-09-30T11:40:00.005+02:00</published><updated>2010-09-30T12:16:51.451+02:00</updated><title type='text'>22.9.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium; "&gt;Versucht die Verwirrung mit ihren flatternden Papierbändern die Tinte im Wind zu fangen, so kommen allerlei Fragen auf ihre offenen Enden zu stehen. Wie ihr dabei das Feuer über den Irrweg läuft, fragt sie es also: Womit soll ich mein Leben verbringen? Dann brennt die Verwirrung schon an, und glimmt langsam bis zum Kern, ascht seine Zappelglieder langsam nieder; zuerst die Haare, ganz schnell, dann brennt die Haut lichterloh wie ein Docht im Fett des Fleisches, dann knistern die Knochen, langsam glimmen und verkohlen sie, dann verschwinden die letzten Stümpfe, und erst kurz bevor das kugelrunde Herz verbrennt, herrscht Klarheit über das, was Leiden schafft und dann löst sich die Verwirrung auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Es ist zu spät für ein naives Leben. Die Fragen sind gestellt, die Eskorte zum Tod bestellt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Der erste Grund des Wollens ist früh abgebrochen wie ein Korken, und steckt jetzt noch, zusammen mit dem Universum, in der grossen Flasche. Mit dem Wollen kommt die Tat, sie ist der zweite Grund. Mit ihr erst fängt das Leben an, und jede Leidenschaft. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Ich lese seit ich denken kann. Seit diesem beweglichen Zeitpunkt, der den Grenzmoment meiner schwindenden Erinnerung begleitet. Einige Jahre und viele Bücher waren es trotzdem. Dieses Lesen folgte schon anfangs primitiven geistigen Prägungen, nichts edlem. Zum Beispiel meinem romantischen Aberglauben und meiner Mystik-Lust. Sicherlich lese ich nicht, weil es Spass oder Wissen macht, ich es deshalb &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;will&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;, auch nicht weil ich immer wieder dazu geheissen wurde, ich es deshalb &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;muss&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt; - zunächst lag das Buch einfach in der Hand, dann machte es jenen Eindruck auf mich, auf den &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;ich&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt; mich mit ihm einliess.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Zunächst lagen die Bücher also in der Hand. Ich schlug sie dann auch meistens auf und las. Ich las abergläubig bis zum Ende, pausenlos und leidend, um nicht auch diese Welten immer wieder in Scherben zu sehen und ich las pausenlos und leidend um die Geschichte des Judentums in den Worten Chananja’s, meines  Kammeraden von nebenan, nicht noch einmal, nicht noch einmal, hören zu müssen, und ich las pausenlos und leidend weil mich die Schläge der Titel und der Einbande der Bücher dazu zwangen; Ich hätte sonst jede ungelesene Seite selbst erfinden müssen. Lesen statt schreiben. Später muss man dann auch mal schreiben, anstatt zu lesen. Weil sich die vielen Sätze nach all den Jahren im Kopf von den Seiten der armen Autoren gelöst haben, sich zersetzen, versammeln und beginnen sich als andere Geschichten aufzudrängen, - auch so kann man Autor werden: Als kupfernes Überdruckventil der geistigen Bibliothek. Dann sitzt man vor den Tasten und sucht ein Becken. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Aber ich schreibe nicht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Auch zuviel Musik gehört - also Schriftsteller geworden. Musiker und Schriftsteller sind trotz der kalten Fremde in ihrer gegenseitigen Bewunderung fast gleich, was erklärt warum sie sich sehr seltenen in einer Person treffen. Der Maler fängt auch nicht an zu malen, nachdem er schon längst Maler ist! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Aber ich schreibe nicht.&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Und das Lesen vergeht mir. Alles ist noch zu lesen und alles ist noch zu schreiben - es ist nicht zu bewältigen. Was derweil bewältigt wird sind die Eitelkeiten und der Schwachsinn, dies wird verkunstet und zum Mantel gemacht, in dem man lächerlich aussieht. Jeder neue Text ergänzt die schwarze Liste der reinen Gedanken die von Hunden aufgegriffen und von Hundefängern herausgegeben nun wieder gut zu machen sind, vom Autor, vom Leser und vom Betrieb der die verbindet, zu reinigen sind. &lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Wer, wenn nicht wir, soll denn diese reinen Texte schreiben, die uns das Texten immer wieder institutionalisieren lässt? Wer schreibt die Texte aus denen die Idee der Literatur besteht und nicht ihr Morast, die Texte, die uns nach alter Manier &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;glauben lassen&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Hoffnung schenken&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;? Wer hat diese Texte je geschrieben? Der Autor nicht; er war es sicher nicht. Wenn Autoren hinter Texten stehen, was sie fast immer tun, sieht man sie am Rande ihrer Texte stehen, in der rechten Ecke der Seite rechts, unten. Dort sieht man sie auf ihren Seitenzahlen balancierend winken und an ihren Einstecktüchern fummeln. Das lenkt furchtbar ab. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Man sollte seinem Buch niemals Seitenzahlen geben, dann erübrigt sich auch der Balanceakt des eitlen Autorenfigürchens, es fällt nämlich in den Abgrund. Und der muss tief genug sein, damit es möglichst zerschellt, wenn es unten ankommt. Der Autor hat keine Rolle in der Literatur, er soll sie nicht haben! Die Frage stellt sich nach dem Menschen, und danach ob er etwas zu schrieben hat. Ein Mensch der etwas zu sagen hat genügt nicht. Wer etwas zu sagen hat, soll es einfach sagen. Wer etwas zu schreiben hat, der kann schreiben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Ich sage nicht viel. Und schreiben tu ich nicht!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Die Person die ich bin, ihr verwirrtes Streben nach anderen Versionen, ist vor mir ein Abbild aller Anderen zusammen. Die beliebige Fensterscheibe die man einmal war, bekam mit dem metallischen Hauch der vielen die daran klebten, die ausgestellte Waren dahinter begehrten, einen spiegelhaften Glanz. So sieht jeder im anderen was er sehen will, meistens sich selbst - Und man selbst in sich selbst, alle anderen. Was habe ich getan um so zu sein wie ich bin, heisst also: Wer ist denn ich, um mich zu mir zu machen? Heute mehr den je, jene die uns in jedem Moment anschauen. Die Publikumshorden; ein chaotischer, gesellschaftlicher Kreis. Also gibt jetzt keine einfachen komplexe Personen mehr. Der Einzelne verliert seine Komplexität im Spiegelsaal, rutsch dafür aber in die Vielzahl. Dass wir einen einzigen Körper haben, beginnt nun neben der geistigen Krankheit zum Dilemma für den modernen Menschen zu werden.  Jeder von uns kann wie ein Scherenschnitt auseinander gezogen werden und sich zu einer Gesellschaft entfalten, die so breit ist wie jene die ihn gefunden und der er sich ergeben hat. Fachmann, Trottel und auch Mutter und Vater wären dabei, jeder als Geist einer alten Zeit, flach, “superflat”, dafür in grosser Anzahl. Jeder hat es in sich jeder zu sein, und nicht nur der Bauernsohn, der Krüppel oder der Mörder, als der einer geboren ist. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Aber auf wen in sich, beruft man sich, in der Stunde der Not? Aus wem in mir ziehe ich den Text der zu schreiben ist, wenn der an den Tasten nur ein Sekretär, ein Dummkopf ist? Aus dem Schriftsteller der sich an mir spiegelt? Aus dem Unternehmer der sich an mir Spiegelt? Aus dem Handwerker, der sich an mir spiegelt? Aus dem Autoverkäufer, dem Kellner, dem Buchhänder, aus allen lieben Freunden, die sich alle an mir spiegeln? Was für ein Monster es wird, wenn einer einen Stein in seine Scheibe wirft, wie sich in den Fragmenten die Augen der Anderen als Facettenaugen und ihre Arme als Tentakel verspiegeln werden ...&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Aber ich beschreibe das nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Um aus seiner Vielzahl wieder einen Mensch zu machen, müssen die vielen flachen Abbilder aufeinander gelegt werden bis sie Umfang ergeben. So dicht aneinander sind dann der Autor der man ist, der Schreiner und der Koch der man auch ist, der Muttersohn, der Vatermöder und die Schwuchtel die man genauso ist, nicht mehr als einzelne zu erkennen, kehren als die Geister, die sie alle sind, zurück in die Flasche des Ichs. Das passiert automatisch jede Nacht im Schlaf. Deshalb eignen sich die ersten paar Stunden nach dem Erwachen gut zur Eigeneichung. Im Laufe des Tages purzeln wir während des Gefechts in unsere eingebeizten Einzelteile auseinander, abends sind wir ein Kongress von Kapitalisten. Ruchlos schlagen sie einander nieder um mächtig zu sein. Diesen Figuren darf man es nicht erlauben unsere Bücher für uns schreiben, ganz zuletzt dem Autor, er eignet sich überhaupt nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;So schreibe ich nicht. Ich schreibe also nicht. Deswegen schreibe ich nicht. Schreiben soll ich nicht. Ich schreibe also nicht. Also schreibe ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Ich schreibe nicht.&lt;br /&gt;Ich schreibe nicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Ich schreibe nicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1365199525508803399?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1365199525508803399/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1365199525508803399&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1365199525508803399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1365199525508803399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/09/2292010-berlin.html' title='22.9.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2151400976507918570</id><published>2010-09-16T11:44:00.003+02:00</published><updated>2010-09-16T11:45:29.462+02:00</updated><title type='text'>16.9.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;p class="p1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Im Beutel ohne Luft,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;behält die Zwiebel ihren Duft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Dort kocht sie ihr eigener Saft,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Hahnenwasser nähm’ ihr bloss die Kraft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Die Zwiebel ist ein Hüllentier,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;ein eitles Gemüse, so wie wir.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Woran liegt es denn nur, das wir so fad schmecken?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Sollte man uns vielleicht auch in Vakuumbeutel stecken?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Meine Freunde sind jung wie ich&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;und tummeln sich meistens ohne mich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Während ihre inneren Schalen sterben,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;können sie gemeinsam grösser werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Dann spinnen sie Fäden an denen Haken hängen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;und lernen immer wieder neue Menschen kennen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Und weil sich dabei alle in die Quere kommen, entsteht ein Netz -&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;so krabbelt entlang schleimiger Fäden das Gesamtkunstwerk des Jetzt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Hier ist das Erbarmungslose für uns Menschen dieser tollen Zeit:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;In der Sintflut verliert jeder einen Teil von seinem eignen Geist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Ist es nicht so, dass die Welt zwar in die Erde fällt,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;der Wurm in der Wolke aber eine Professur erhält?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Unter Leuten beginnen meine Gedanken zu verkleben&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Es fällt mir schwer dabei noch mich selbst zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Im Bett hingegen träum’ ich mich mit anderen sitzen,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;um einen runden Tisch, gespannt mit Geistesblitzen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Würden wir die Dämonen wenigstens verkaften.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;könnten wir mehr unsres rechten Glückes pachten!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Denn mit ihren Angriffen auf unsere Intelligenz,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;schenkt uns schlechte Gesellschaft Lebenseffizienz!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p3"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Nun frage ich mich, ob es weiser macht,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;das mit der Zwiebel und ihrem Saft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Denn wer in sich selbst kocht wird weichlich und stirbt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;abseits der Gesellschaft, die sich derweil von selbst verdirbt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2151400976507918570?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2151400976507918570/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2151400976507918570&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2151400976507918570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2151400976507918570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/09/1692010-berlin.html' title='16.9.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1224203781294572875</id><published>2010-09-09T13:06:00.001+02:00</published><updated>2010-09-09T13:20:06.448+02:00</updated><title type='text'>9.9.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Der Schauspieler als Mensch und das Schauspiel des Menschen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Man tut und überlebt und geht seines Weges bis man geht. Man tut, man wird dabei gesichtet und für den Wert des darin erkannten von vielen beurteilt, und von einigen bezahlt. Tun und Publikum sind in jedem Leben vorhanden. Sie kommen im Doppelpack, sind voneinander abhängig und ergeben zusammen den Menschen, der im Grunde Schauspieler ist. In Folge ist der Schauspieler ein ganz besonderer Mensch, ein doppeltes Lottchen nämlich.&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Das Tun sei eine Folge der Persönlichkeit, heisst es, es sei die Reaktion auf ein kompliziertes Hin und Her von Innenwelt und Aussenwelt. Warum auch nicht? Aber warum sollte man, wenn im eigenen Leben die Karten so oft von fremder Hand gemischt werden, von &lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;einem&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt; Leben mit &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;einem&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt; Charakter sprechen, und warum sollte man dabei hoffen, sich selbst und seine Freunde jemals gut zu kennen? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Wir mögen während unseres Lebens einen Körper und einen Namen und die eigensten Marotten haben, aber schon passiert etwas unvorhergesehenes und unser Verhalten ist nicht mehr wieder zu erkennen. Das wir zu dieser Abweichung fähig sind, steht im Dienste unseres Lebens, gleichsam ist es der Hinweis darauf, das wir eben keine unbeweglichen Originale, sondern Schauspieler sind - Menschen, die nach Rollen leben, und, auch wenn die eine eine Liebste ist, in der Not zur Andern wechseln oder improvisieren können. Daran ist nichts peinlich. Man geht zwar spielend, aber immerhin sich selbst spielend, des Weges. Derart ist der Ernst des Lebens.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Das Zusammenspiel von Innenwelt und Aussenwelt, das ist der innere Antrieb, der in der Mitte unseres Herzens liegt und uns fortwährend das Buch nach dem wir handeln schreibt, während wir, am Rande des Herzens danach spielen und uns gleichzeitig, auf dessen Oberfläche, zurücklehnen und beurteilen. Es sind zwei zweiseitige Beziehungen in uns. Eine zwischen dem Autor und dem Schauspieler, eine zwischen dem Schauspieler und dem inneren Publikum, aber niemals, vielleicht erst wenn das Herz aufhört zu schlagen, wird der Autor dem inneren Publikum bekannt gemacht. Das Theater und seine Dreifaltigkeit nimmt auseinander und institutionalisiert, was schon in jedem Einzelnen vereint ist und ihn zum perpetuum mobile macht. Dabei kommt es darauf an, worin es sich bewegt. Das Wasser welches über die Schaufelräder unseres mobile gefallen, sie durch selbstüberwindende Steigkanäle abermals erreicht, färbt sich mit der Zeit, und je nach dem wohin wir treiben anders.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Ein Schauspieler ohne äusseres Publikum, oder ein Mensch ohne sein inneres, wäre, da er so zu keiner Iteration genötigt würde, der originellste Mensch - ein “Mensch an sich”. Um sich einen solchen vorzustellen, müssten wir in unsere Tiefe gehen. Wer ist dieser schwarze Klumpen der wir sind? Er ist nie ganz zu erkennen, denn er veräussert nur. So wie die Sonne strahlt und blendet, sehen wir nie in ihren Kern. Dies ist nicht abzulegen, da der Schauspieler, der wir nun einmal sind, mit seinem eigenen Publikum ausgestattet, und zur ewigen Sichtung seiner selbst gezwungen ist. Womit wir es zu tun haben, sind nicht herzuleitenden Ableitungen des Originals - immerhin. Selbstreflexion, so wie wir es verstehen wollen, gibt es also nicht, höchstens Nachdenken. Und darin ist ein vages Kennenlernen möglich. Als kritische Betrachter der Rollen die man entwickelt, werden uns Rückschlüsse erlaubt, welche die Umrisse des Selbst schemenhaft erkennen lassen. Dabei kann uns gefallen was wir sehen, oder eben nicht. Wir werfen Rosen auf die Bühne, oder Eier, schreien, weinen, lachen und nässen, so umschmeicheln oder geisseln wir den verborgenen Schauspieler und den unsichtbaren Autor - in dieser Weise schrauben wir an unserem Glücklichsein, indem die Beziehung zwischen diesen Teilen von uns, immer eine tätige ist. Zuerst all dies, erst an zweiter Stelle kommen unsere Freunde, unsere Zuhörer und Mitspieler als Publikum der Aussenwelt ins Spiel, dafür haben sie im Gegensatz zum Inneren Publikum, einen direkteren Draht zu unserm Innersten, was daran liegt, das jeder nur sich selbst eine so blendende Sonne ist, aber nicht den anderen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Beim Schauspieler ist beides doppelt vorhanden, sowohl das Schauspiel, als auch das Publikum. Von den Kunstformen hat keine das Leben derart gedoppelt, wie das Theater, und indessen auch der Film. Nicht jeder schriebt, nicht jeder liest, nicht jeder malt, und wenige denken, zumindest nicht auf die institutionalisierte Weise, welche die Kunst, sobald das Wort gesprochen ist, dem Künstler, oder dem Philosophen, auferlegt. Ob Künstler oder nicht, jeder lebt und spielt, ob Schauspieler oder nicht. Also ist das Theater die unmittelbarste der vielen Verarbeitungen und “Verkunstungen” des Umstandes das wir alle &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;sind&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;, und unser Leben lang tun, sprechen, hüpfen, singen, denken - so eben, wie im Theater. &lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;So kann man durch den Schauspieler, und wie er eher veräussert, als das er nachdenkt (was dem Schreiben gleichkommt) die auf- und ausführende Natur jenes Teils von uns erkennen, dessen wir am bewusstesten sind.&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Innerlich gut vernetzte Menschen können gut improvisieren, von Tag zu Tag, so wie auf der Bühne - sie bräuchten aber kein Theater, um gute Menschen zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Und was macht sein Doppelspiel aus dem Schauspieler? Wohl nicht mehr als einen Menschen, mit dem Wahnsinn seines gleichen. Die Frage ist also eher: Aus was macht dieses Doppelspiel einen Menschen? Aus welchen Kreaturen werden, dadurch das sie Schauspieler sind, Menschen? Es sind solche, denen das innere Publikum abhanden kam. Entweder ist es stumm, oder es hat das Theater verlassen, und nur die üblichen Verdächtigen in den Sitzreihen zurückgelassen: den Schlafenden, den Werfenden, oder den Schreienden. Als Reaktion auf einen der drei, um ihn zu wecken oder um zurück zu schreien, spielt der Schauspieler, und als einer dieser drei, denkt er nach.&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="p2" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;All dies ist bezeichnend für den Schriftsteller, dessen Schauspieler besser mit seinem unsichtbaren Autor, als seinem nahen inneren Publikum zurecht kommt, somit nur Belangloses aus der Tiefe schöpft und der von den Monologen die er sich auf der Bühne sprechen hört, zwar recht taub geworden aber im gelangweilten Geist seines inneren Publikums zum Erbauen von bewohnbaren Luftschlössern befähigt worden ist.&lt;/span&gt;&lt;span class="s1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1224203781294572875?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1224203781294572875/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1224203781294572875&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1224203781294572875'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1224203781294572875'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/09/992010-berlin.html' title='9.9.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2901085279041452573</id><published>2010-09-03T14:28:00.004+02:00</published><updated>2010-09-03T19:19:58.707+02:00</updated><title type='text'>3.9.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Links die Bahngeleise, fünf Stockwerke weiter unten. Die Züge hört man  durch die dicke Verglasung kaum, was die Autoren hier sicherlich schon auf die Magnetbahn brachte, die sich nun rot durch ihren Text zieht. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Vor mir ein Dutzend Schreibtische, hinter mir auch. Jeder eins, zwei oder drei Becken breit und im Boden verankert. Das sind nun tatsächliche Arbeitsplätze, oder Stellen, freier als in jeder Firma, aber dafür akademisch belastet - für jeden sogar ähnlich, wie für Studenten ohnehin. Wer seine Arbeit statt irgendwo, irgendwo anders tut, zum Beispiel eben in der Universitätsbibliothek, kommt  offenbar nicht unbemerkt davon. Die Ruhe und die Konzentration mit der uns ein Ort befliesst trägt  Sediment. Körniges kommt mit. Niemand der nicht hirnlos ist, kann dem Mantel den die Welt fortwährend um uns legt entschlüpfen. Um so weniger der Künstler.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Zunächst bot sich mir dieses Tischlein als Enklave an, in der ich endlich alles darf. Luftschlösser bauen, vor allem, wie alle anderen. Ich sitze und schaue. Ich denke und ich arbeite. So füllt sich die Freiheit, bis sie weg ist. An dieser Stelle wird die Stelle durch den Menschen ersetzt, er hat sich mit seinem Geist umgeben und beginnt darin zu treiben. Das ist die ideale Verfassung eines Arbeiters: Ein Körper auf geistigem Luftkissen: Schnell und agil, mit selbsterneuerndem Gas. In der Firma übernimmt ein anderer das Ruder. Andere dürfen selbst. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Rechts von mir die Bücherreihen, die eigentliche Bibliothek. Sie schluckt die Geräusche. Tatsächlich, ich huste, und sie nimmt es mir weg. Ich habe begonnen Bücher auch zu hassen. Die Objekte, wie Ameisen, so wie die Literatur. Tausende feindlicher Invasionen für Leser und Schreiber. Und feinster Ausdruck des Schwachsinns und der Selbstverliebtheit guter Menschen. Ich wünschte die Literatur wäre unmenschlicher. Es schimmern immer die feuchten Lippen, das dumme Gesicht oder die Arroganz des Schriftstellers durch den Text, wenn nicht alle drei, immer mindestens eines davon. An ihm haftet zudem nicht nur der Dreck eines Menschen, sondern auch der seiner verrückter Eltern und Grosseltern. Buchhandlungen sind ein Spiegel für den aktuellen Stand der Katastrophe, die die Welt seit dem Menschen befallen hat. Und Bibliotheken sind die Archive dafür. Man muss zur Fliege werden, in jeder Hinsicht. Klein, fein, im Dreck, aber nicht dreckig. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2901085279041452573?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2901085279041452573/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2901085279041452573&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2901085279041452573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2901085279041452573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/09/392010-berlin.html' title='3.9.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5650918886826113942</id><published>2010-08-31T21:24:00.009+02:00</published><updated>2010-08-31T22:28:10.688+02:00</updated><title type='text'>31.8.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Im Mai 2009 nahm ich eine Stelle an, die ich nicht verstand. Sie war die hysterisch gesuchte Bedingung für meine Liebe in einer fremden Stadt und die erste grosse Unabhängigkeit: meine Marmorklippen. Mittlerweile sollte mir die Position als mein eigener Herr im Geschäft über jede Verwirrung hinweggeholfen haben. Aber jetzt, da das Geschäft in Verwirrung zergeht, bringt mir die erste Ahnung einer Klarheit nicht mehr als einen guten Geschmack, den das tote Fleisch im Abgang nach sich zieht. Es wurde auch hier nie mehr von mir verlangt, ausser den Einsatz, ebensolchen von mir selbst zu verlangen: Mach daraus was du willst, aber mach es gut! Bloss, das Geld wofür ich diese Arbeit tat, verlor mit der Zeit, die sie mich kostete, seinen Wert. In diesem eigenartigen Zwischenjahr, standen sich meine Leidenschaften und Nöte so gegenüber, dass ich, wenn ich bitter bin, gerade mal überlebte. Natürlich gab es viel zu sammeln – wie jede Zeit, kam auch diese mit Geschenken für den inneren Schatz des Schriftstellers daher. Das ist gleichzeitig erfreulich und unausweichlich. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Und warum sollte mir erspart bleiben, was niemandem erspart bleibt? Der Unterschied zwischen dem Willen und der Welt ist aber nicht allen so bewusst und schmerzhaft. Die liberale Kinderstube hat mich – und viele meiner Freunde – auf ein Podest gestellt, jeden auf den ersten Platz. Den verteidigen wir im Sonnenschein, aber meistens im Schatten. Heute können wir uns ganz leicht egoistische Welten schaffen. Werden dazu verleitet so zu leben, dass alles was man sonst noch kennt und sonst noch liebt und sonst noch braucht, jederzeit in Armeslänge um einen kreist. So wie die Welt auf diese Weise scheinbar kleiner wird, vergessen wir ihre wachsende Grösse - und sind erstaunt, wen sie uns mit ihren eigenen Plänen übergeht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Im letzten Jahr wollte ich nicht mehr als in stark kodierten Bildern über meine Tätigkeit berichten. Ich schämte mich nämlich für dieses zeitlose Leben das mir vergleichsweise teuer bezahlt wurde - für einen merkwürdig herbeigezauberten Leidenschaftsaufwand, den ich vor lauter Arbeit immer wieder vergass, zu hinterfragen. Geld ist die Droge der Drohnen. Warum kam mir alles so furchtbar interessant vor, während sich ein Teil von mir dagegen sträubte. Welchen Teil von mir befriedigt was ich tue, welchen schmerzt, was ich unterlasse? Wie messe ich das Gewicht dieser Teile, in die ich auseinandergehe?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Ferner ist mein Arbeitsbereich nur so von Anglizismen durchsetzt. Was ich tat, klingt einfach nicht gut.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Wenn ich, da es nicht anders ging, doch darüber sprach, dann mit ungewohnter Stärke. Sie kam vom schmerzlichen Kraftakt der Überzeugung meiner selbst und zeigte sich letztlich als eine Art von Leidenschaft. So erkennt man daran, wie sehr eine Person im Gespräch auf sich selbst einredet, das Ausmass ihres inneren Zwiespalts.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;August 2010: Projekt abgeschlossen, Zukunft offen, Menschen zerstritten, Geld ausgegeben, Leidenschaft auf die Probe gestellt, bitteres Ende, Transit, wohin? Und aus Idealisten werden plötzlich wieder Menschen. Das Gemeinwohl zerbricht in einen Haufen individueller Pläne. Während ich versuche, weil sie so schön funkeln, gewisse Scherben des Geschäftes aufzuheben, nehme ich mir immer mehr Zeit für das Andere und stelle fest: Schreiben ist nicht leichter geworden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5650918886826113942?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5650918886826113942/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5650918886826113942&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5650918886826113942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5650918886826113942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/08/3182010-berlin.html' title='31.8.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8621139164494544863</id><published>2010-08-24T23:33:00.003+02:00</published><updated>2010-08-24T23:44:33.726+02:00</updated><title type='text'>24.8.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Die Konzentration leidet daran. Nicht nur die intellektuelle Zuspitzung, sondern auch die Konzentration der Menschen an sich, mit allem was sie ausmacht. Man verwässert, man wird verdünnt, verdünnisiert sich, wohl nicht ganz und gar, aber merklich und immer mehr. Man merkt es im Laufe des Tages, wenn einen abends der Kopf ausleert, und im Laufe aller suchenden Jahre, in denen man sich selbst dann doch nie über den Weg gelaufen ist. Das allgemeine Weltgeschehen, entgegen verbotenerweise populär gewordener Spezialisten, ist weder an einer einzigen noch an zählbaren Kräften festzumachen – denn es herrscht jetzt endgültig das Mandelbrot-Männchen! Der Fortschritt, vor allem der technische, der uns so messianisch vorkommt, macht unser Leben nicht nur ein bisschen besser und ein bisschen schlechter, allem voran streckt der Fortschritt (die fortschreitende Zeit) das Leben, er macht &lt;i&gt;mehr&lt;/i&gt; daraus - was, gerade wenn so viel passiert, doch wie gerufen kommt!? Wir sind jetzt der Wein, den der gierige Wirt ordentlich mit Wasser panscht. Dazu muss man sagen, das den auch manch Einer geniesst. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Es droht uns allen, wir haben beinahe keine andere Wahl, nicht einmal die Buschmenschen mit ihren kleinen, feuchten Fernsehern. Wir verwässern alle. Der gesunde Anteil des Eigenen am Selbst verringert sich: aus Schnaps wird eine wässrige Lösung, aus feurigem Rot wird ein fahles Rosa, aus dem Genie wird ein Kettenglied, aus einer Idee werden tausend Verfahrungen, und Archive dafür. Der Vergleich mit der Vergangenheit erübrigt sich meinerseits, denn ich habe sie vergessen. Vor lauter Gegenwart, geschieht ihr was sie verdient - sie existiert nun tatsächlich nicht mehr. Ich spreche also von und aus dem Jetzt. Ich ereifre mich an den Dingen, die von Minute zu Minute Tendenzen sichtbar machen. Es geht um die minimalen Umstände des Jetzt, um die farbliche und geschmackliche Komposition der neusten Entfaltung des schizophrenen Zeitgeists. Wie immer, macht auch heute, alles was heute ist, das Heute aus - das ist mittlerweile viel zu viel. (Es war immer schon zu viel, aber dafür unsichtbar; in der theoretischen Frühzeit des unvorstellbaren Universums, damals unbeobachtet, anspruchslos.) Und vielleicht war der Zeitgeist auch noch nie so "up to date" wie heute. Vielleicht konnte dieses gesättigte Jetzt auch noch nie so schnell und so einfach und so vielfach in mein Hirn und Herz vordringen. Vielleicht war ich noch nie so schwach. Heute Morgen, scheint mir, musste ich noch länger warten, und zwar auf weniger zahlreiche und insgesamt geringere Dinge als jetzt. Und in dieser Wartezeit konnte ich mich selbst sein, konnte erfahren wer ich bin und was mich ausmacht. Und vor ein paar Wochen, vor ein paar Wochen konnten die Nüsse noch den ganzen Sommer lang im Grappa zeihen, und im Winter erwarte man einen wunderbaren Ratafia. Hatte man gehofft. Längst überholt. Anrufe bekommen. Post bekommen. Zeitung gelesen. Bilder geschaut. Ins Netz gestarrt. Neuer Mensch geworden - mit neuem Plan. Nach all dem macht mich nicht nur das ohnehin vage &lt;i&gt;Selbst&lt;/i&gt; aus, sondern alles und jedes Hinterletzte, Allerneuste aller Anderen auch - das verdrängt mich. Und im Winter erwarte ich, statt Ratafia, eine neue Depression. Das kennen wir, unsere Grosseltern kennen es auch, aber aus einfacheren Gründen: Das Leben war hart und wer will schon frieren? Heute nennen wir das Leben leichter und es friert auch niemand mehr, aber alle werfen sich im Winter aus dem Fenster. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Es stimmt etwas nicht. Es hat noch nie etwas gestimmt. Der Eifer eine Stimmigkeit zu finden, entfernt uns zudem scheinbar immer weiter von dem, wie es nun einmal ist, ob es, welches darüber steht, stimmt oder nicht; das Selbst nämlich, das Unverwässerte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Wer euphorisch im Zeitgeist schwimmt, ist schon halb Hybride. Nass, vor lauter anderem; taub gegenüber sich selbst und allem Puren. Er streckt sich schmerzlos im Gleichschritt mit der Mehrung der Dinge. Er sieht darin, wenn überhaupt, den Anfang einer Transition, die nicht ohne Schmerz und Verwirrung ist - aber, Gott sei Dank, einem guten Zweck entgegenstrebt! Irgendwann, so hofft und glaubt der jüngste Homo Faber, wird der Mehrwert sich in der Konsolidierung der Menge zeigen, in einer Art Supernova; sobald genügend Masse vorhanden ist, und kritisch wird. Spezialisten nennen diesen Moment die Singularität und trauen ihr allerlei Unvorhersehbares zu. Jene Jünger betreiben übrigens umgekehrten Religionswahnsinn: Mit offenen Augen in die Dunkelheit - anstatt mit geschlossenen Augen ins Licht. An vielen geht natürlich dies beides, und auch alles Andere, vorbei. Sie sind das Kontingent, welche sich das Weltgeschehen fortwährend als kollaterale Dumpfbacke für kommende Genozide bereithält, oder für kommende Erlöser.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8621139164494544863?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8621139164494544863/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8621139164494544863&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8621139164494544863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8621139164494544863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/08/2482010-berlin.html' title='24.8.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2944948320540909180</id><published>2010-08-17T16:01:00.006+02:00</published><updated>2010-08-18T12:00:19.299+02:00</updated><title type='text'>17.8.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Lange Zeit dachte ich, wir seien beste Freunde, ich und das Kapital - für ein Leben miteinander bestimmt. Mittlerweile hat sich diese vielversprechende Beziehung aus der Ferne des fortschreitenden Alters als eines von vielen kommenden und gehenden Merkmalen eines Musters entlarvt, bei dem sich das Wechselspiel zwischen Vermögen und Pleite besonders kontrastreich in die Länge zieht. Der letzte monetäre Wellenberg war, da selbstverdient, besonders befriedigend, und geht nun, ebenso befriedigend in ein selbstverdientes Pleite-Tal über, welches ich mir vorsorglich mit Einkäufen, vor allem Bücher, zuschüttete, damit ich dieses unausweichliche Tal lesend oder schwimmend unter mir lassen und mich ganz ruhig zur Sohle, oder besser, gerade unter die Spitze des nächsten Berges treiben lassen kann. Am Besten, man schüttet diese widerkehrenden Täler immer mit Geld zu. Mir hat es, wie gesagt, nur für Bücher gereicht, so wird diese Pleitezeit jetzt auch eine Lesezeit.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Das Geld und den Weg den es kostet wird sich schon zeigen. Es muss. Es hat gar keine andere Wahl! Die Haustiere des Westens kommen wenn man sie ruft, auch wenn nicht immer sicher ist woher. Die Not verändert den Ton mit dem man ruft, so wird sich in der Not dann auch unweigerlich Notgeld zeigen und kein anderes. Je nach dem wie man ruft, zeigt sich eine Art des Geldes oder eine andere. Ziel sei jenes Geld herbeizupfeifen, das freiwillig an unserer Seite tanzt, ganz unbedarft, ohne, dass einen die Lippen und der Mund zur ewigen Fratze erstarren. Auszudrücken was man will ist das Erste, und vielleicht braucht der geschickte Schriftsteller, während andere das ihrerseits wertlose Wort erst in die Tat umsetzen müssen, nicht einmal das Nächste.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Es beruhigt, wie das Leben aus mir verschiedene Personen macht, die einander, während einer schwindet und der nächste entsteht, die Hand geben und füttern. So habe ich zuletzt als anständiger Verdiener und tüchtige Drohne dem Schriftsteller und Buchliebhaber der ich nun einmal bin, eine Schubkarre voll Bücher geschenkt, um mich zu trösten, während ich auf andere Art und Weise Geschenke für meine künftigen Persönlichkeiten erarbeite. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2944948320540909180?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2944948320540909180/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2944948320540909180&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2944948320540909180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2944948320540909180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/08/1782010-berlin.html' title='17.8.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3332581380308884886</id><published>2010-06-30T21:14:00.003+02:00</published><updated>2010-07-10T12:03:47.346+02:00</updated><title type='text'>30.6.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Was uns vom Wahnsinn trennt, ist ähnlich beschaffen wie die Hülle des LM*, und wenn das Leben daran vorbeizieht, merkt man, wie es sich wellt. Unsere Wahnsinnsschutzfolie ist aus Repetitionen geschaffen, ein (ehrlicherweise!) stupides wenn auch ästhetisches Rapport: Nadelstreifen, Fischhaken, Hahnentritt, Paisley, Polka Dots, und so weiter. Das Leben ist ein teurer Schneider für das Kleid unseres labilen inneren Patienten – und so sitzt die Robe meistens wie angegossen. Aber eben, es wellt sich, das Leinen-Tuch flattert im Wind, die Krawatte zappelt um den Hals und über die Schultern, und manchmal fliegt einem der Fedora vom Kopf, das ist ganz normal. Wir wurden doch recht nackt geboren, damals. Heute tut man seinen ersten Atemzug im Abendkleid oder im Frack. Man sagt doch: Oh, mein Nerven-Kostüm?! Das ist vielleicht die déformation professionnelle der letzten Jahrtausende! Ist es nicht so, dass alle jene ausserhalb der Institute abartige Mutanten sind, Schauspieler und Salonkrüppel der schlimmsten Art? Ist nicht der Wahnsinn, der manchmal wie Blut durch unsere Sommergewänder drückt, die einzig sinnvolle Reaktion auf die merkwürdigen Zufallsketten der Weltgeschichte? Ich fühle mich am ehrlichsten, wenn ich im Grauen verzweifle; ich fühle die Fingerspitzen des Universums auf meinem Rücken, nur in den Momenten des Entrückung, wenn ich mir erlaube loszulassen vom Gedachten, vom Aufgeschriebenen, Analysierten, Getanen, Gelassenen, dem verdammt Vermenschlichten und langsam und ewig am Verschwindenden; mich im Wahn, in der Tragödie, im Rausch der Heiterkeit befinde und so weiter. Es ist ja keine Frage ob der Künstler Alkoholiker sein muss um Künstler zu sein muss man Alkoholiker sind Künstler, nein, es geht darum, ob der Wahnsinn denn nicht ein recht sinnvoller Zustand für den Menschen sein dürfte. Deshalb ziehe ich mich manchmal auch einfach aus.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;*(Jenes Fluggerät mit dem Menschen auf dem Mond aufsetzten, war das schwächste Glied in der Kette der Apollo Missionen. Die Hülle des spinnenartigen Landegefährts - eine Membran zwischen dem All und einem angenehmen Innern - war nicht viel mehr, als eine besonders dicke Alufolie. Ein Taschenmesser hätte sie mit Leichtigkeit durchtrennt.)&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3332581380308884886?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3332581380308884886/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3332581380308884886&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3332581380308884886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3332581380308884886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/06/3062010-berlin.html' title='30.6.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7843447980851046742</id><published>2010-05-19T11:39:00.003+02:00</published><updated>2010-05-19T12:39:46.361+02:00</updated><title type='text'>19.5.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Leben im Raum; Leben in der Gesellschaft. Zellteilung geht vonstatten. Familie gründen, Spross entlassen. Familien spalten und verteilen sich; über den Raum, das Land, die Kontinente, wachsen weiter und teilen sich wieder auf und so fort. Derweil sterben alte Zellen ab. Die Räume in denen dies stattfindet sind nicht Strassen, nicht Bahnen, nicht Kirchen und keine der öffentlichen Plätze, sondern der gesammelte Raum der familiären und individuellen Buchten; die Häuser, die Wohnungen und die Hütten. Sie bilden zusammen eine Art Tunnel, durch den Familien und Familienstränge und ähnliche Gemeinschaften durchrutschen, während der Tunell immer wieder mal in mehrere Richtungen scheidet. So lebt man plötzlich alleine mit Katzen auf Korsika. Wer hätte das gedacht?  Und wo fällt man wohl heraus? In welcher Buchte stirbt man?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Wie anonym die Vorgänge am Rückgrat der Gesellschaft ablaufen! Man erwartet keine Freundschaft mit dem Nachbarn. Man erwartet nichts über das Leben der Menschen hinter den Fenstern gegenüber zu erfahren. Und wer weiss schon was ein paar Strassen weiter geschieht? Das Vertraute seiner Umgebung täuscht. Es ist nur Gewöhnung, Repetition nichtssagender Bilder während man geht und ausgeht. Das Einzige was ich von der Gesellschaft mit Sicherheit weiss, ist wie es bei mir im Geborgenen, wie es bei mir Zuhause aussieht, wie ich dorthin komme, wie es sich dort anfühlt, und wie es dazu gekommen ist. Nennenswerte Einsichten in den bedeutendsten Teil des Lebens Anderer sind minimal. Wer sind alle diese Leute, die nicht ich sind? Was sehe ich von ihnen, das sie mir wirklich macht?&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Und dann nimmt man seinen Kram und rutsch eine Stadt, eine Gehaltsklasse, ein Porzellanservice und eine Ehe nach oben, nach unten oder wohin auch immer. Leere Orte füllen oder demolieren wir.&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Ausserhalb davon, die grosse weite Welt. Ausserhalb davon das Bruttoinlandprodukt. Ausserhalb davon der Richterspruch. Ausserhalb davon die Fabriken und die Schlachthäuser. Ausserhalb davon die Zeitungen und was sie schreiben, diese Boten einer dünnen Atmosphäre. Und wir Idioten bestellen sie uns nach Hause um ein Teil davon zu sein. Wir blättern in diesen Artikel während das Herz wie ein mächtiger Sporn durch den Sessel, durch den Boden, das Fundament, tief unter die Stadt greift und sich am Innersten der eigenen Erde festklammert. &lt;i&gt;Wir&lt;/i&gt; hätten so viel zu sagen. Wir sind Grossgrundbesitzer, unsere Buchten sind weltumspannende Bergmassive, gemeinsam machen sie fast alles aus, was es gibt - aber ohne, dass die Einzelteile je eine Vertrautheit mit dieser Art des Nebeneinanders erlangen würden.&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7843447980851046742?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7843447980851046742/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7843447980851046742&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7843447980851046742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7843447980851046742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/05/1952010-berlin.html' title='19.5.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4425036841282390213</id><published>2010-05-17T23:28:00.000+02:00</published><updated>2010-05-17T23:29:14.633+02:00</updated><title type='text'>17.3.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Hoefler Text', serif; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Jeden Tag, jeden Tag, ein Eintrag, schreibe ich mir zur Erinnerung an die Wand. Warum überhaupt? Weil es vielleicht ein einfältiges Jahr war? Weil ich mich lange genug über tiefere Notwendigkeiten hinweggetäuscht hatte? Weil man Zeit verschwendet hat? Weil dann nachzuholen ist? Zuschreiben, die Lücke, die je länger je ungeschriebener wird? Dem Gewissen zuliebe? Der enttäuschten Zukunft zuliebe? Gegen die Verzweiflung? Die Trauer?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH" style="font-family: 'Hoefler Text'; "&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt; Nein! Aus Angst, nicht die Rolle zu spielen, die man zu spielen hat. Aus Angst nicht der zu sein, der Schreibt. Beruf: Schriftsteller. Jeder hat sich zu behaupten, wir alle und auch die Schrift. Sie hat gestellt zu werden durch jene die sich mit ihr schmücken können. Man sucht einander aus. Der Mensch ein bisschen mehr als die Schrift. Es ist eine Art der Kleidung, und als solche wirk sie nach innen und nach aussen. Wenn man sich dann nackt fühlt, hat man zu lange rumgetrödelt. Da hilft nur schreiben oder trinken. Buchstaben setzen, glücklich sein, Schriftsteller sein. Man muss es wohl wirklich tun, um es zu sein. &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4425036841282390213?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4425036841282390213/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4425036841282390213&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4425036841282390213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4425036841282390213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/05/1732010-berlin.html' title='17.3.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4325154494969709486</id><published>2010-05-13T21:36:00.004+02:00</published><updated>2010-05-13T22:06:17.433+02:00</updated><title type='text'>13.5.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Heute mit neuen Bremsen am Fahrrad gefahren. Und umso schneller. Beim Alexanderplatz Stufen mehrfach fliegend hinter mir gelassen. So häufen sich beim Fahren die kleinen schlechten Gewissen - hier ein Ampel überfahren, da nur knapp an der Wurst des Flaneurs vorbei, dort fast über den Zaun und an Hochspannung gebraten, gefallen, in die Geleise geflogen – so, dass ich am Ende denke, ich wäre eigentlich besser gegangen. Es ist nicht von der Anstrengung, es ist Angstschweiss. Angst sich selbst oder Andere in den Tod zu reissen. Warum auch nicht! Homo sapiens brilliert in dem wozu er nicht geboren ist. Das ist unser Weg. Trinken, weil nüchtern geboren; Rasen, weil langsam geboren; Lieben, weil der Wahllosigkeit entfallen; Schreiben, weil Tier. Jene, die Ursprüngliches, wie die Langsamkeit, wiederentdecken, oder sich allerlei Sachen wie dumme Kinder enthalten, wenn es sich nicht um Übermenschen handelt, sind sehr zu hinterfragen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4325154494969709486?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4325154494969709486/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4325154494969709486&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4325154494969709486'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4325154494969709486'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/05/1352010-berlin.html' title='13.5.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-859509629093826992</id><published>2010-05-12T20:42:00.001+02:00</published><updated>2010-05-12T20:42:29.057+02:00</updated><title type='text'>12.5.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Hoefler Text', serif; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Geburt fällt aus Zeitlosigkeit ist dann vorbei. Mit der Zeit stirbt alles mit der Zeit. Alles wird gelegt, wird niedergestreckt, tendiert zur Fläche, Geschmeidigkeit, Transparenz. Sand am Strand - die Wellen zerreiben ihn zu ihrem Ursprung. Alles ist Universum ist Politur bis nichts mehr da ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH" style="font-family: 'Hoefler Text'; "&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Neulich bin ich zu Zweit. Vor allem morgens. Einer meiner schläft weiter, bleibt in mir liegen wenn ich aufstehe, fällt in meine Beine hinein wenn ich gehe, ganz schwer sind sie dann, stundenlang. Kartoffelsack am Fuss, an den Händen, am Bauch, am Kiefer und an den Augenliedern. Kartoffelsack; oder ein straffes Seil zum Zentrum der Erde. Mit der Geschäftigkeit des Tages dehnt und lockert es sich von all dem Ziehen und Hüpfen und Fahrradfahren. In der Nacht, liegend, schlafend, wird diese Nabelschnur neu angesetzt, ganz straff gezogen und aufs neue an einen Feuerhaken am Mittelpunkt der Erde gehängt. Sonst ginge es davon mit uns -&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-859509629093826992?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/859509629093826992/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=859509629093826992&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/859509629093826992'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/859509629093826992'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/05/1252010-berlin.html' title='12.5.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2828134950633537330</id><published>2010-05-06T11:31:00.003+02:00</published><updated>2010-05-06T16:26:55.261+02:00</updated><title type='text'>5.5.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Wenn sie zum Äussersten getrieben werden, sagen Pazifisten gerne: bin ja wirklich nicht gewalttätig, aber ... - Dann schlagen sie eben doch mal zu. Wenn die Energie stimmt, ab einem gewissen Punkt, gibt es nichts Höheres oder Tieferes mehr, das uns daran hindert, Barrikaden die wir kosmisch und unumgänglich glaubten, niederzuschmettern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;In irgendeiner Windung dieses Gedankens finde ich mich jetzt wieder. Die Anzeichen hatten sich gehäuft. Zumindest: Eine Reihe zufälliger Veränderungen hatten mir für die Ereignissen seit Dienstag ein ganz persönliches Bühnenbild zusammengestellt: Meine aktuelle Obsession mit den Brandenburgischen Konzerten, die enttäuschte Erwartung von der neuen Wohnung zunächst wohlig entfremdet zu sein, die vielen altbekannten Möbel und Objekte aus meiner Vergangenheit, jetzt von mir auf ihrer Reise weitergebracht, der kreisrunde Platzregen vor der Tür, gerade nur vor der Tür zum Büro, und das Fahrradfahren, die obskuren Seiten der Stadt die sich mir dadurch eröffnen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt; So geschieht es in barockem Licht, wie mir nach einem „recht anderen“ Jahr dessen vielen Erfahrungen zusammen mit bestätigten Zweifeln in den Schoss gelegt werden. Der absolute Glaube an eine Sache, der einem die Energie gibt Bauchgefühle zu überwinden hat eine merkwürdige Beschaffenheit, vielleicht vergleichbar mit jener der Anziehungskraft der Erde.&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;So nannte ich mich zudem Unternehmer, so definierte ich in der Liste der Leidenschaften ein paar neue, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;just so as to make it happen! &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Und wenn die Sache den Glauben anderer umfasst, findet man sich zuweilen alleine glaubend vor der Tür. Dann sagt man, dass Zeit und Verbitterung gemeinsam grösser werden. Dann sagt man, der Glaube daran sei doch gar nie so gross gewesen. Und die kognitive Dissonanz nimmt ihren Lauf bis man wieder fröhlich beschäftigt ist.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt; Ich hatte das Leben mit regelmässigen Katastrophen schon fast vergessen. Vielleicht muss auch nur ihr Ausmass steigen damit sie ihre vertraut erfrischende Wirkung entfalten.&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt; Wie geht es schon wieder? Was war die Frage?  Was wollte ich tun?&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt; So komme nun wieder dazu, mir Sachen vorzunehmen.&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2828134950633537330?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2828134950633537330/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2828134950633537330&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2828134950633537330'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2828134950633537330'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/05/552010-berlin.html' title='5.5.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8183335271123996087</id><published>2010-04-02T09:29:00.004+02:00</published><updated>2010-04-02T10:03:23.780+02:00</updated><title type='text'>2.4.2010, San Francisco</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt; &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Hier gibt es soviel zu sehen wie anderswo. Ich bin schon mit so vielem vertraut das mir vor die Augen kommen kann. Was das Reisen ausmacht, sind die vielen Erinnerungsanomalien die es verursacht: die vielen kleinen Unterschiede der vielen Manifestationen ein und derselben Idee, die Verschmelzung von neuen mit älteren Variationen, und die immer wieder gespickte Ausgangslage für jede weitere Erfahrung. Beim ersten Betreten der Fremde befindet man sich in einer von den Einrücken der letzten Vergangenheit gesättigten, faulen Wahrnehmungsblase; sie wirkt für ein paar Tage wie Milchglas. So kamen mir die Menschen in der Transitlounge – &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Die Amerikaner&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; – wie Schauspieler, oder Kopien von richtigen Menschen, synthetisch, wie aus Plastik, vor. Die Bestätigung des Verdachts, dass die Fassade der zur Demonstration dieses Gedankens getretenen Hausfassade aus Styropor ist, verstärkt die Mischung aus Reise-Verklärung und altbekanntem Kulturgut, ein bisschen zum Nachteil für die Vereinigten Staaten. Ein paar Tage ging ich wie im Raumanzug und lachend: Das kann alles gar nicht wahr sein! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Also schön hier zu sagen, Ich bin geschäftlich hier. Und schön sein Geschäft derweil als Rettungskunst und  Lebenswelt ins Santa Clara Silizium-Tal zu schütten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Will aber immer raus daraus,  möchte lieber schreibend scheitern als an allem Anderen, will nicht wie Wichtigtuer sagen: Alles ist Arbeit! Oder: Arbeit gibt es nicht! WORK – LIFE. Was auch immer! Auf der Lemniskate drehend Fuchsschwanz jagen. Comme Ci, Comme Ça. Daneben der Fortgang des Lebens. Die Zeit die vergeht, das Geld zu wollen, die Art zu bekommen. Und am Wegrand stehen Monolithen, beobachten mich, ich erstarre, Dummkopf, sagen sie, traurig, traurig, die grosse Mattscheibe, im seltnen Grenzmoment zerschlagen, wollen, wünschen, Waschmaschine?! Was soll man den &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;tun&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;, in jedem Moment, das ist die grosse Frage. Diesbezüglich so verwirrt wie eh und je -&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;   &lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8183335271123996087?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8183335271123996087/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8183335271123996087&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8183335271123996087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8183335271123996087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/04/242010-san-francisco.html' title='2.4.2010, San Francisco'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3059146997571255295</id><published>2010-01-25T20:35:00.003+01:00</published><updated>2010-01-25T20:44:07.320+01:00</updated><title type='text'>25.1.2010, Niederau (Eine Frage der Energie eines Ortes)</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Bei Niederau vermögen die Berge keine Stärke aus der Tiefe zu ziehen. Sahnehäubchen, von Pisten vernarbt, über die Jahre eingefallen; nur das Werk eines Pâtissier, eines einfachen Helfers im Akt der Schöpfung, antastbar und nachgiebig. Manchmal gibt die Natur uns ihre Erlaubnis, manchmal nicht. Mit unserem wachsenden Anteil an ihrer Vielfalt verändert sich ihr Charakter. Worauf früher - als Geschenk an die Natur (an jenen heiligen Teil der Seele) - vorsichtig ein Tempel gelegt wurde, steht heute problemlos ein undankbares Einkaufszentrum. Wir sind der Säureteil der Natur, wir verweichlichen das Material aus dem wir sind. Vielleicht werden wir doch noch zum Stadtplaneten! Dann stechen Blumenkratzer durch Wolkenwiesen, und unsere Augen gleiten mit elektrischer Präzision über die selbstgemachte Kruste.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Ich sehe die Landschaft durchs Fenster, probiere sie gar nicht erst. Wir haben uns eine Woche Zeit in einer Art von Einsamkeit genommen, um die Zukunft unserer Organisation zu erfinden. Vielleicht hätten wir uns besser in eine tektonische Verwerfung gelegt. &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3059146997571255295?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3059146997571255295/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3059146997571255295&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3059146997571255295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3059146997571255295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/2512010-niederau.html' title='25.1.2010, Niederau (Eine Frage der Energie eines Ortes)'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6714326100977647542</id><published>2010-01-15T22:44:00.003+01:00</published><updated>2010-01-15T22:48:49.448+01:00</updated><title type='text'>15.1.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Man findet sich, über regelmässige Schlaglöcher und Katastrophen (das grösste Leid einer Zeit ist immer das grösste Leid der Zeit - seien es Lappalien), je länger je mehr in jenem Leben, „wie es zu sein hat“, und versucht sich dann, beruhigt und gelangweilt, ab und zu im Meistern der glorreichen Gedankensalbung, dass dies alles richtig so ist, weil – man blick ein bisschen sehnsüchtig in die Vergangenheit – sich doch bestimmt nicht allzuviel verändert hat, man das Wichtige aber nicht nur erkannt, sondern auch fest im Griff hat. So denkt der Kranke, nachdem er sich bereits eine verdächtig lange Zeit gesund gefühlt hat. Die Verwässerung, gar die Zerstörung gewisser Erlebnisse und ihrer Folgen, die wir von der Zeit, der guten, erwarten, geschieht höchstens in Form eines neuen Anstrichs. Man mag die Kindheitswatschen Mitte Zwanzig aus dem Hirn gesoffen, vor die erste eigene Wohnung geschoben, unter selbstverdiente Geldmatratzen versteckt, in selbstgebaute Hirngespinste verpackt - vergessen, verkraftet und vergeben haben, aber der Mensch der darunter leidet, findet sich ein, zwei harte Schläge entfernt, unter der Oberfläche, in einem älteren Anstrich – ebenso der Mensch der kein Leiden kannte, nur das kleine neue wunderliche kindstrunkene Leben. Wir sind so gute Hüllen, wir Menschen mit unseren brillianten Körpern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6714326100977647542?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6714326100977647542/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6714326100977647542&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6714326100977647542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6714326100977647542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/1512010-berlin.html' title='15.1.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1009229123785433759</id><published>2010-01-11T12:31:00.005+01:00</published><updated>2010-01-11T19:05:02.002+01:00</updated><title type='text'>11.1.2010, Berlin, Nachtrag</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Eine Frage der Anschauung: Aus einer göttlichen Vogelperspektive sagt man meint man sieht man zum Einen den Menschen, zum Anderen seine Umgebung - die scheinbar unendliche Sphäre der Dinge die uns umgeben. Mit „Leben“ meinen wir aber nie das eine ohne das andere. Ich meine jedoch, dass ein Grossteil dessen was wir Umgebung nennen, vogelperspektivisch im Menschen selbst stattfindet, und nicht um ihn herum. Was im Ding steckt, muss, um gesteckt werden zu können, zuerst einmal in uns stecken. So fällt es mir schwer den Dingen die uns umgeben, eine eigene Tiefe anzuerkennen. Wir haben die Wahl Tiefe zu geben – oder nicht. So fällt es eben eher seicht aus, dieses Leben, wenn man davon ausgeht, dass rot nicht &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;wirklich&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; warm ist, dass die Musik nicht wirklich traurig ist, dass das Auto eigentlich keine Augen hat, und der Mond kein Gesicht. Jenes Leben, das uns umgibt, ist maximal zweidimensional. Es hat eine Oberfläche, und wenn es Glück hat, etwas das wir von uns nehmen und dahinter stellen. Der intelligente Blick des Homo Sapiens setzt automatisch eine künstliche Tiefe in alles worüber er streift.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Was ist &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;wirkliche&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; Tiefe?&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Tiefe ist Menschsein.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1009229123785433759?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1009229123785433759/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1009229123785433759&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1009229123785433759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1009229123785433759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/1112010-berlin-nachtrag.html' title='11.1.2010, Berlin, Nachtrag'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5418430733463194982</id><published>2010-01-09T14:55:00.003+01:00</published><updated>2010-01-09T14:59:24.802+01:00</updated><title type='text'>9.1.2010, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Lange nach dem ersten Erwachen fiel ich in müdem Banne eines angebrochenen Filmes zu Mittag in den tiefsten Schlaf der nur Tagsüber möglich scheint. Das Dystopische und das Feuer dieses Filmes bahnte sich einen Weg in meinen Traum und ich machte mich als Anführer meiner eigenen kleinen revolutionären Bewegung daran einen bösartigen Menschen, es war der Charakter aus einem anderen Film, einzuschüchtern - wobei ich ihn aus Versehen bei lebendigem Leibe verbrannte. Dazu war ich, wie die Darsteller eines weiteren Filmes, ziemlich oft nackt. Niemand starb. In meinen Träumen stirbt nie jemand. Höchstens in der Zeit in der ich nicht mehr zuschaue, in der Zeit nach dem plötzlichen Erwachen, wenn die Geschichte im Verbogenen weitergesponnen wird. Durch meinen Traumcharakter war noch nie jemand tot zu kriegen. Abgehackte Köpfe sprechen weiter. Gefeuerte Schüsse treffen nicht. Der hohe Fall wird sanft abgefangen. Feuer brennt nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style=" ;font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Ich glaube Menschen sind in ihrer Tiefe bedacht und scheu. Es ist nur die wache Oberfläche, die äusserste Rinde des Bewusstseins, an der sich das seichte Leben wetzt, in der die Duschschlagskraft unserer Bösartigkeit sitzt.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5418430733463194982?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5418430733463194982/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5418430733463194982&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5418430733463194982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5418430733463194982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/912010-berlin.html' title='9.1.2010, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6620739713540051543</id><published>2010-01-06T11:38:00.004+01:00</published><updated>2010-01-06T11:43:54.674+01:00</updated><title type='text'>4.1.2010, Nürnberg-Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Durch ein hartgefrorenes Deutschland. Im Süden zunächst frostiges Gras und diese wie mit Eisrauch durchsetzte grauweisse Luft; später nur noch dicke weisse Matten. Wir steigen oft um. Von Regionalbahn zu Regionalbahn. In Nürnberg sagt sich wie erwartet unser ICE ab. Insgeheim hoffe ich auf einen längeren Aufenthalt in dieser Stadt. Ich stelle mir ein prachtvolles Hotelzimmer vor, ich stelle mir vor, heldenhaft das Portemonnaie zu zücken, rücksichtslos die Situation zu retten – und ein Besuch der NS-Schauplätze, das grosse Feld, die Treppen, die Säulen, dort wo die Strahler strahlten. Die Verkehrs-öffentliche Panne hat etwas romantisches.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Ein weiterer Bummler ersetzt den ICE. Hier liegt der Schnee nicht wie in den Alpen, immer ein bisschen keck und gefährlich, sondern träge, hoffnungslos. Er liegt so lange bis ihn der Boden aufsaugt - und nicht los lässt, bis das Deutsche Volk – so geht ein altes Zitat – sich wieder bei der menschlichen Rasse angemeldet hat.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Schweizerhass! Er kommt vor. Kein Hass vielleicht, aber so viel dummes Geschoss, dass ich jetzt gleichsam pauschal gegen jene Deutsche schlage und zu den billigsten Mitteln greife. Nach sechs Monaten ist mir die Schweiz zur Ikone geworden. Ich erwartete in den Ferien zum überhaupt besten, was der Planet zu bieten hat, zurück zu kehren. Nun ja. Zürich besucht. Klosters gesehen. Hurra gerufen. Champagner getrunken. Ein bisschen enttäuscht gewesen. Oder falsch gelebt. Im Ausland bin ich Patriot, zuhause ein Prolet.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Sind Winternächte heute noch länger noch dunkler? So viel Dunkelheit habe ich noch nie erlebt. Ich denke und fühle mich greis dabei: Jach, das passt doch zur Zeit! Aber wann hat es jemals nicht gepasst? Gab es je einen Sonnenaufgang oder ein Vulkanausbruch, der nicht im Einklang mit dem Universum war?&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Ich sage immer: „Meine Philosophie ist nicht praktisch. Bevor ich ein paar existentielle Fragen nicht beantwortet habe, kann ich nicht nach meinen Gedanken leben. Denn ich weiss nicht was ich denke. Alles ist möglich, alles, was im Kopf stattfindet. Aber man lebt auch woanders. Ich will diesen Ort nicht Kopflos durchleben. Aber bis ich einen Kopf habe, bin ich wohl längst tot. Ich habe nur meine unbeschreiblichen Gefühle und Instinkte.“&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Der Spruch ist ein Pflaster auf meiner grössten Kopfwunde. Oft vorgetragen. Geübt. Das ist auch alles.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Zu zweit ist es jetzt schon schöner im Zug. Ich bin oft genug alleine gefahren. Dann beginnt man Käseplatten zu bestellen, schlechten Weisswein zu trinken, und zerbricht sich den Kopf über den dringenden Toilettengang oder über diesen Geruch den der gute Schuh gerade noch vor fremden Nasen verstecken vermag, aber niemals vor der eigenen. Nach acht Stunden alleine im Zug wurde ich immer ein bisschen wahnsinniger. Das ist nicht schlecht, aber man braucht es doch ab und zu gemütlich. Ich weiss es doch: Allein bin ich ein Wrack - zu zweit bin ich ein Smoking.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Das letzte geschäftliche Gespräch des letzten Jahres war meinerseits ein Lachanfall. Das Theater in dem ich heutzutage mitwirke ist eine Komödie, ein bisschen Tragisch auch, aber wirkungsvoll! Auf in den zweiten Akt! Es ist der Moment in dem das Publikum, einschläft, den Saal verlässt, stirbt!, oder an einer starken Hand in den dritten Akt geführt wird.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:&amp;quot;;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Die Weichen gefrieren in der Kälte. Wie ein Leuchtwurm liegt der Zug im Land. „Ich glaube nicht, dass warten zu den Eigenschaften eines Zuges gehören sollte!“, sagt er. Nein, wahrhaft! Fliegen sollte er! Um die Ohren der Banausen mit ihren Stirnbändern!&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6620739713540051543?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6620739713540051543/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6620739713540051543&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6620739713540051543'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6620739713540051543'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/412010-nurnberg-berlin.html' title='4.1.2010, Nürnberg-Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2455808868612096079</id><published>2010-01-02T17:28:00.004+01:00</published><updated>2010-01-02T17:41:22.568+01:00</updated><title type='text'>2.1.2010, Friedrichshafen</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-family:'Hoefler Text', serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Nach dem Ende der Schule und nach dem Traum danach einfach reich und schön zu sein, nach dem Abbruch des Studiums, nach der Zeit an die ich mich – jene eben, die sich zunehmend verklärt - nach dem Buch und nach der Hoffnung ganz, ganz schnell ein weiteres zu schreiben, nach meiner Zeit bei der Zeitung: jetzt und durch einen Zufall stecke ich, mehr als je zuvor - fast wie in einer Zwangsjacke - in einem weiteren Abschnitt: Palomar5. Ich bin einer von sieben, einer der später dazu stiess, vielleicht doch nur einer von einem einzigen, neben sechs und in einer Wolke von vielen, vielen, welche Ideen verkörpern, die jedem festen Griffe trotzen: Pa-lo-mar-fünf. Und auf diese Weise habe ich noch nie so hart gearbeitet. Die Durchdringung ist fast komplett, Palomar ist überall, vierundzwanzig Stunden - und bis in den Schlaf. Dennoch das übliche Problem: meine Arme vermögen die Sache nicht so zu umgreifen, dass ich sie zweifellos in den Rückenspeck fassen und an mein Herz ziehen kann. Was soll das? Es ist voller Menschen &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;miteinander&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Zusammenarbeit&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; erforscht, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Kreativität&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; setzt, was die Zeit &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;bietet&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; giesst, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Innovation&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; zieht, das Gute &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;erntet&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt; – und an die Umgebung &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;verteilt&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;. Nicht meine Sprache, nicht meine Leidenschaft, kein Interesse an anderen, bloss die Absicht meine Kugel mit Äther zu blähen und in die Ewigkeit zu stossen; verärgert daneben stehen, Neid einreibend, Hände, meine Fäuste stelle ich mir verletzend vor, Schläge gegen alles um mich, Hass der Luft machen soll! Wie kann ich atmen, umgeben vom Besten? Wie lebt man, lebend in Zeit und Raum? So schwanke ich durch die Tage, wie immer, halb euphorisch, halb nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;„Each and every one of you is a superhero!“, höre ich. &lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Diese Tage steigen keinen wirklichen Berg, die Zeit zieht sich nicht angespannt zusammen. Die neuverwobnen Fäden tragen die Farben aller alten, es ist doch bloss mehr, mehr, mehr, weder besser, noch schlechter – so stimmt es. Der Unglückliche ist immer der Tor, und der Glückliche war schon immer ein Witzbold. Man soll sich eben nehmen was da auf dem Boden liegt. Wer eine Auswahl hat, umso besser; Kein Grund für irgendwas! „Du bist emotional faul.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Vielleicht. Ja!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:'Hoefler Text';"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;Dann streicht ein halbes Jahr vorbei und man wurde zu einem neuen Menschen zusammengesetzt. Und alles ist ein Teil davon geworden. Man denkt man sei für immer eins - und das für sich allein. Das heilige &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;ich&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:large;"&gt;. Aber die Suppe wird nur einmal aufgesetzt. Danach wird verwässert und vermischt.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2455808868612096079?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2455808868612096079/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2455808868612096079&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2455808868612096079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2455808868612096079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2010/01/212010-friedrichshafen.html' title='2.1.2010, Friedrichshafen'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3845486880728794029</id><published>2009-09-02T12:37:00.008+02:00</published><updated>2009-09-03T11:59:08.455+02:00</updated><title type='text'>2.9.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Efeusucht&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Ein Sonderfall.&lt;br /&gt;Ein Einzelfall.&lt;br /&gt;Im Einzelfall.&lt;br /&gt;Unteilbar.&lt;br /&gt;Ich, heilbar?&lt;br /&gt;Scheinbar&lt;br /&gt;alles&lt;br /&gt;gosses&lt;br /&gt;ein Glück.&lt;br /&gt;Liebe, Liebe&lt;br /&gt;La La La&lt;br /&gt;Aber nur etwas!&lt;br /&gt;zu teilen&lt;br /&gt;zu zweit&lt;br /&gt;Einander.&lt;br /&gt;Und das Essen&lt;br /&gt;und die Waschmaschine&lt;br /&gt;und die Zahnpaste&lt;br /&gt;und die Kugelschreiber und das Geld&lt;br /&gt;und die Bettwäsche und der Fussboden&lt;br /&gt;und die Zimmerluft und das Leitungswasser&lt;br /&gt;und die Ausgänge und die Eingänge und die Aufgänge und die Untergänge&lt;br /&gt;Sonst nichts.&lt;br /&gt;Natürlich, jeder ist sein eigner Herr -&lt;br /&gt;zusammen mit dem anderen Herr.&lt;br /&gt;Doppelherr.&lt;br /&gt;Beide gemeinsam&lt;br /&gt;und jeder für sich.&lt;br /&gt;Damit Leben Leben leben lässt&lt;br /&gt;und Liebe Liebe sich lieben kann.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3845486880728794029?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3845486880728794029/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3845486880728794029&amp;isPopup=true' title='6 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3845486880728794029'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3845486880728794029'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/09/2909-berlin.html' title='2.9.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1394714365955396073</id><published>2009-08-31T14:15:00.001+02:00</published><updated>2009-08-31T14:15:28.426+02:00</updated><title type='text'>30.8.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An diesem Sonntag zieht sich eine Strasse sauberer Meeresluft durch den Prenzlauer Berg. Wie seit Tagen schon, riecht die Luft ganz frisch gemacht, mit kühlem Ozon bis in die Lungenbläschen. Die bunten Häuserschluchten und ihre Kastanienbäume erscheinen beim Gehen im Wind satt im Kontrast, wie die Föhnwind-Alpen hinter dem Zürichsee, immer gleich vor der Nase. Ach wie schön, denke ich auf der Suche nach einer Sonntagszeitung – als erlebe ich eine altbekannte Szene. So ist das Leben in einer anderen Stadt auch nur leben in einer anderen Stadt. Solange es Sonne und Sonntage gibt, schreiten wohl auch die Bewohner von Shangri-La nicht allzu entfremdet durch ihre erstaunliche Haft.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1394714365955396073?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1394714365955396073/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1394714365955396073&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1394714365955396073'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1394714365955396073'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/08/30809-berlin.html' title='30.8.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8130681579373120373</id><published>2009-08-24T22:33:00.004+02:00</published><updated>2009-08-25T12:08:12.660+02:00</updated><title type='text'>24.8.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Im Denktank morgens bis Abends einschliesslich Wochenende zeitweise tanze ich auf allen Hochzeiten ohne je zu heiraten will man doch immer auf der Stelle. Dass dabei die Strecke auf dem Herd bleibt verkochen wir gerne ab und zu hausgemachte Vinaigrette und Artischoken über Mittag klappert man jeden Mittag eine neue Essbude kleckert sich immer wieder anders auf die Wochenhose ab und kauft sich ein Buch, oder zwei, im Antiquariat, in dem jeden ersten jedes eine Werkstattfindet, mit Nepomuk Ullman. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Wenn meine Freunde etwas sagen, nämlich, höre ich dabei doch nur zu. „Er spricht nicht so gerne“, sagte er über mich zu einem der sich den Tag lang auf Kreuzberger Sitzgelegenheiten verfolgt fühlt, zudem ohne zu trinken. Das Bild gefiel mir. „Es sind doch immer nur die Bilder, in denen du dir gefällst“, sagte ein Anderer. Ich verstand mich aus der Affäre zu schwatzen, aber mich überzeugte ich nicht. Solange es andere zu überzeugen gilt, hält der eigne Glaube stark; sobald es gelingt, zerfällt er. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Zu wissen, zu riskieren, zu wollen, den Mund zu halten. So plätschern die Tage ganz sinnvoll vor sich hin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: medium;"&gt;Gestern in Dürrenmatts „Panne“ gelesen uns gedacht: die wirklich guten Albträume entfalten sich immer aus Situationen in die man durch unschuldige Fehltritte gerät, die einen unermessliche Schulden auflasten. So träume ich ab und zu davon, wie mir die Welt aus Versehen, aus dummer Ungeschicklichkeit, aus der Hand rutscht und am Boden zerspringt. Wie verwegen von meinem Geiste mir nie ein Wassereis in die Hand zu träumen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8130681579373120373?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8130681579373120373/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8130681579373120373&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8130681579373120373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8130681579373120373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/08/24809-berlin.html' title='24.8.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-591499986385633948</id><published>2009-08-10T00:50:00.000+02:00</published><updated>2009-08-10T00:51:20.556+02:00</updated><title type='text'>10.8.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Hoefler Text', fantasy; font-size: 19px; "&gt;Die Hauptquartiere des Berliner Denktanks im zweiten Stock eines Backsteingebäudes der Kreuzberger Sarotti Höfe waren mir mit in Ecken geworfenen Kissen, Rollbrettern und einem gelegentlichen Hund, beim ersten Anblick bereits recht vertraut; es ist das Modell &lt;i style="mso-bidi-font-style:normal"&gt;fair mais laissez-faire&lt;/i&gt;, dass sich seit Maria Montessori in der Erziehung, und seit Silicon Valley im Unternehmertum etabliert hat; so wird die westliche Kultur bald von einer Generation geschaffen, die ohne die Erinnerungslast des letzten Jahrtausends handelt, die nicht erstaunt sein wird, wenn der Arbeitsplatz und das Schlafzimmer immer ähnlicher werden. Einmal mehr, kommt die Arbeit nicht so ganz als Arbeit daher. Die grossen Räume und das pragmatische Mobiliar des Denktanks führen indessen bereits jene flugrostartige Patina, welche nur strebende Jugend verursachen kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH" style="font-size:14.0pt;mso-bidi-font-size:12.0pt;font-family:&amp;quot;Hoefler Text&amp;quot;"&gt;Alle meine Aufgaben sind mir nach einer Woche noch ein bisschen schleierhaft. Ich glaube aber in die schöne Position gerutscht zu sein, in der ich mir aus der unübersichtlichen Masse des zu Erledigenden die Rosinen pflücken könnte. Wie ich mich nach ihnen umsehe, blinken sie mir auch schon zu: es ist die Übersicht, die am schönsten funkelt. In meinen Augen sehnen sich die Brocken am Boden immer danach, von mir zusammengetan, aufgeräumt, veredelt und vollendet zu werden. Deshalb sind kochen, schreiben und staubsaugen, Dinge, die ich immer tun muss. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-591499986385633948?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/591499986385633948/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=591499986385633948&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/591499986385633948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/591499986385633948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/08/10809-berlin.html' title='10.8.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5895964835569043207</id><published>2009-07-31T18:59:00.003+02:00</published><updated>2009-07-31T19:02:44.302+02:00</updated><title type='text'>31.7.09, Friedrichshafen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style="font-size:medium;"&gt;Um mir den Weg über die Treppen auf das Passagierdeck zu ersparen, sitze ich während der Überfahrt von Romanshorn nach Friedrichshafen auf meinem Koffer neben den Fahrrädern und Wagen. Ich sehe als grösste Erhebung hinter dem nahenden Ufer den Gehrenberg; ihn erklomm ich mit dem Rad, einmal kreuz und quer durch den verschneiten Wald, einmal auf der heissen Strasse. Ich sehe den Aussichtsturm auf dem Plateau, den ich nur bis zu seinem zweiten Stockwerk bestieg. Mir wurde erzählt, dass sich schon einige Menschen von ihm geworfen hatten. Ein dumpfes Geräusch hat sich seitdem in meine Vorstellung geprägt. Ich erinnere mich an die Aussicht: Der Flughafen hinter der Friedrichshafner Industrie, Kressbronn, Lindau, das ganze östliche Becken des Bodensees, Bregenz im Dunst, Fähren auf Kreuzkurs, die Alpen, der Thurgauer Seerücken mit seinen Schlössern. Ich komme zurück um die Sachen aus meinem ehemaligen Zimmer zu einzusammeln; so denke ich es mir - und die Sentimentalität ist konsequent. Während der ersten Stunden im alten Haus fühle ich mich überflüssig. Als hätte ich immer dort weitergelebt, als wäre ich nun in doppelter Ausführung präsent, als gäbe es deshalb keinen Platz mehr für mich. Später im Yachtclub beim Wurstsalat mir Gürkle, ist bereits alles wieder lächerlich. Der ewige See. Der ist der Deckel der Schatulle der Pandora. Berlin wiegt mit verschossenem Sandstein dagegen. Ab Dienstag für immer, habe ich gesagt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5895964835569043207?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5895964835569043207/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5895964835569043207&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5895964835569043207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5895964835569043207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/31709-friedrichshafen.html' title='31.7.09, Friedrichshafen'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4881041351334305603</id><published>2009-07-26T12:15:00.001+02:00</published><updated>2009-07-26T12:28:36.220+02:00</updated><title type='text'>26.7.09, Gachnang</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bei jeder Bewegung die schmerzt, werfe ich einen Blick auf meine zwei Narben, um mich davon zu überzeugen, dass sie bluten. Sie bluten nie; die eine ist ganz trocken, die andere führt noch dunkles Blut, das gleich nach der Operation ausgetreten sein muss, in kleinen Lachen unter dem transparenten Pflaster. Wenn ich meine Unterhose anhebe, sehe ich auf meinem rasierten Unterbauch, der bereits wieder voll Stoppeln ist, zwei daumenlange Wülste, die von je sechs Klammern zusammengehalten werden. Sie ziehen sich wie zwei Augenbrauen über meiner Scham der Leiste entlang zur Seite. Die Behaarung, die sich zuvor fliessend über meinen Bauch zog, endet jetzt ein wenig oberhalb meines Bauchnabels, der mir, ohne die Haare rundum, wie in dicken Teig eingelegt scheint. Ebenfalls wurde eine handgrosse Fläche auf meinem linken Oberschenkel rasiert. „Warum wurde mein Bein rasiert?“, fragte ich den Krakenpfleger, der mich eine Stunde nach der Operation versuchsweise zu mobilisieren hatte. „Um sie zu erden.“, antwortete er und fragte, ob ich keine anderen Schuhe hätte. Er brachte mir meine schwarzen Tanzschuhe und half mir aufgeregt sie anzuziehen. Ich ging ein paar Schritte während der Pfleger mir gut zusprach. Dann war ich bereits diese Person, die sich an eine Infusion klammert und deren Hintern man durch den Schlitz des Nachthemds sieht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4881041351334305603?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4881041351334305603/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4881041351334305603&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4881041351334305603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4881041351334305603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/26709-gachnang.html' title='26.7.09, Gachnang'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1081631921867670631</id><published>2009-07-25T20:57:00.000+02:00</published><updated>2009-07-25T20:58:07.854+02:00</updated><title type='text'>25.7.09, Gachnang</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Hoefler Text', fantasy; font-size: 19px; "&gt;Wahnsinn an der Haut. Eine dünne, transparente Schicht unter der die Funken nicht springen wollen; schon ganz geschmeidig, weil sich jeder Gedanke daran stösst. Es gelingt nichts mehr und alles was sonst zu überwältigen ist, nur aus grösster Mühe gedeiht oder nur mit Not zu verhindern ist, liegt jetzt in der Hitze da draussen; zwischen den Lammellen sehe ich es flimmernd aus dem Lavendel steigen und die Grillen zirpen wie saudummes Publikum. Die Freuden der Dingen die mir sonst Freude bereiten, ziehen sich nach einem weiteren gescheiterten Versuch, es mir im Bett bequem zu machen, es mir im Roman bequem zu machen, es mir im Lied, im Film, in der Suppe und, schlimmstens, im scherbelnden Grenz-Satz der Steilklippe am Ende von Kapitel Kommtnoch des Buches Wirdschon bequem zu machen, zu einer kleinen, schweren Sinkkugel zusammen. Erst reisst sie die Laune und dann die gute Fähigkeit und zuletzt den Eichung des Kopfes mit sich in den Tiefenschlamm - es bleibt pures Talent für Klage! Eine angestossene Masse im All bewegt sich bis auf weiteres mit konstanter Geschwindigkeit in konstanter Richtung. Fall durchs All. Auf jeden Fall. Auf weiteres. Weiter Fall. Bis auf weiter geht’s! Geht es weiter geht? Bitte, bitte; bitte um, Bitte. „Aber, aber“, sagt Walter Faber, „es war noch nur ein Leistenbruch, komm mir nicht mit deinem Zauberspruch!“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1081631921867670631?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1081631921867670631/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1081631921867670631&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1081631921867670631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1081631921867670631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/25709-gachnang.html' title='25.7.09, Gachnang'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-9158354443510716725</id><published>2009-07-24T16:41:00.004+02:00</published><updated>2009-07-25T07:33:13.666+02:00</updated><title type='text'>24.7.09, Frauenfeld</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align:justify"&gt;&lt;span lang="DE-CH"   style="font-size:14.0pt;mso-bidi-Hoefler Text&amp;quot;font-family:&amp;quot;;font-size:12.0pt;"&gt;Nach meiner allerersten, gleichsam über sieben Jahre aufgeschobenen Operation, nach der Angst vor dem Eingriff an meiner diesbezüglich unbefleckten Person, nach der Vorstellung von Fremdkörpern im Körper, nach der Furcht vor Fehlern, nach der Verkraftung von alledem, wenn die Schnitte drin und die Schnitte draussen schmerzen, das Gedärme sich ans Bauchfell sich an die blauweissen Netze sich an die Narben drückt und ich denke, wenn ich jetzt niesse, dann reisst alles; und jede Bewegung, nicht nur aus Schmerz, sondern auch aus schmerzlicher Vorsicht, langsam und bedacht abläuft, schmunzelnd das Alter vorgestellt wird, böses Stechen gemütlich ausgekostet wird, das vorübergehende Leiden ein Salzsee ist, ein  leichtes Treiben, dann ist der kranke Autor zufrieden operiert zu Hause angekommen und begreift die Chirurgie als mystische Spitze der Kultur, höher als die Worte und die Töne noch, weil sie nicht nur Geister, sondern auch Körper verändern kann; und dies ohne die vagen Strafen und Eingebungen der Kunstdämonen, sondern mit der betrunkenen Euphorie zur Exzellenz erlernten Handwissens und Weltwerks. Während Künstler gerne zerfliessen und ausströmen, müssen Chirurgen einsam auf einer Spitze verharren. Wenn der eine dem Anderen die Hand reicht, merken sie: Uns verbindet der Hang zur Flucht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-9158354443510716725?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/9158354443510716725/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=9158354443510716725&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9158354443510716725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9158354443510716725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/24709-frauenfeld.html' title='24.7.09, Frauenfeld'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2627676156799414671</id><published>2009-07-09T16:50:00.005+02:00</published><updated>2009-07-15T14:03:46.372+02:00</updated><title type='text'>9.7.09, Zürich</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Frage nach dem was zu tun ist, um über die Runden zu kommen ist eine ständige Irritation. Die Geldfrage und fast nur diese. Sie ist das kalte Feuer, das manchmal hinter meinen Augen brennt. Es fühlt sich nass und eklig an, diese Sorgen in Worte zu fassen. Aber zu meiner grossen Freude merke ich: Wenn die verzweifelte Flut, meistens gegen Nachmittag, in den porösen Tentakeln hysterischer Tätigkeit versickern, und wenn sich dann, meistens gegen Abend, mein Gemüt in ruhiger, sturer Hoffnung wälzt, dann können die Strahlen endlich Bogen ziehen und das, was sich öffnet, wenn sie auseinandergehen, ist ein Tor: Toca du bis immer da! Du spinnst die Seide tief im Mark. Sie verbindet meine Nervenenden mit den Enden der Welt. Ein Haken an der äussersten Grenze zieht die Seide aus mir heraus. Ein wunderbarer Draht zu dem das jederzeit den absoluten Überblick behält. Das dunkle Reich aus dem die Tat, und natürlich das Wort, entspringt, ist eine gesättigte, also nicht leere, Unendlichkeit und, glücklicherweise, über alle denkbaren Zweifel erhaben. Der Mensch wächst und schrumpft auf diese Weise im Gleichschritt mit jeder Idee von Universum. Das die sisyphanten Schlangenbewegungen der Dinge in der Zeit so magische Qualitäten haben, ist doch ein guter Grund für klaglose Unnachgiebigkeit.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2627676156799414671?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2627676156799414671/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2627676156799414671&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2627676156799414671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2627676156799414671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/9709-zurich.html' title='9.7.09, Zürich'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-9058701256744701283</id><published>2009-07-07T22:13:00.000+02:00</published><updated>2009-07-07T22:14:19.935+02:00</updated><title type='text'>7.7.09, Gachnang</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es waren Hundswochen in Berlin. Ewig helle Tage unter Helios’ gestrenger Aufsicht. Eine Brigade eifriger Sonnen hat er losgeschickt - sie blenden uns wie des Polizisten perfide Bürotischlampe. Es ist ein Verhör und eine Prüfung: „Gebt es endlich zu ihr Menschen! Gebt zu ihr wisst nicht was ihr tut!“ Nach ein paar Tagen schmelzen die Aufgaben - man will gerade noch würdig überleben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf den Marmorklippen wird die Tageshitze bis spät in die Nacht getragen, dann strahlt sie in meinen seichten Schlaf. Nach wenigen Stunden wache ich in einer Lache auf und fluche. Neben mir wird in wallendem Schlaf gelacht. Ich ziehe mich ganz aus, aber es bleibt dabei: Der Kopf schwitzt im Kissen, die Beine schwitzen auf der Matratze, die Organe schwitzen in ihren feuchten Nestern. Die Nacht verkocht mich, am Morgen bin ich &lt;i&gt;bien cuit&lt;/i&gt;. Tagsüber bewegt man sich wenigstens. Lose Kleider ventilieren immerhin. Manchmal weht ein sandiger Wind. Man kann Schatten jagen. Die Metro hingegen enttäuscht mich: Nicht die kühl urbanen Fluchtwege Texas’ Houstons, sondern rostige Heizrohre. Die Züge schieben bloss heisse, elektrische Luft vor sich hin. Ein Albtraum. Auch das Liegen im Park ist eine Qual: Dickes, heisses Gras im Rücken. Grün und fett wie die obszönen Tropen. Das Wasser zieht von der Erde ins Gras in den Rücken durch die Haut und als Schweiss in die Luft. Fettige Sonnenbrillen beschlagen damit. Ein Erdfurz der durch Haut und Knochen geht. Durch alle, die in Wiesen liegen. Dann der ersehnte Sturm. Während heisser, grauer Tage hatte er sich hinausgezögert. Dicke Tropfen prallen auf nackte Bäuche, auf gestrandete Wale, auf verworfene Novellen und angebissene Brötchen, dicke, dicke Tropfen, ein Eimer jedes Mal, und es riecht nach Erde und Strom und die Zunge zuckt, als wolle sie die steigende Spannung endlich erden.  Aber die Wolken brechen kaum, der dürftige Wasserfall verdunstet sofort - es wird noch heisser und noch feuchter. Die schwarzen Wolken verabschieden sich mit gleichgültigem Donnergrollen und weichen dem unerträglichsten Blau. Hunde springen verzweifelt in den Teich. Das ist doch ein Kochtopf! Hundesuppe! Man wird also langsam, man gibt also auf. Eine Aussicht aufs Alter. Schreiben im Heft. Mit kühlen Stift. Rechner sind zu heiss. Öfen sind zu heiss. Fernseher sind zu heiss. Taschentelefone sind zu heiss. Gürtel sind zu heiss. Umarmungen sind zu heiss. Bloss nichts berühren! Und solange man ihn nicht bewohnt, ist auch der Kühlschrank zu heiss. Wohin denn dann? In kurzen Hosen ohne Unterhosen. Helle Hemden. Halbwach von einem Ort zum nächsten gehen. Fashionweek! Bier. Beklagen. Kalt Duschen. Sachen sagen. Irgendwas. Nach Eis greifen. Eiskrem beissen. Sorbet besser. Besser nichts. Nichts essen, nichts trinken und sicher nicht schlafen. Die müden, heissen Hirnzellen feucht abwischen. Menthol. Heisses Moos. Marienkäfer fallen vertrocknet aus der Luft. Hornissen keuchen auf der Fensterbank. Kleine pumpende Asthmatiker! Käse schmilzt mitten im Brötchen! Die Fernbedienung rutscht aus den Patschen! Kleider verkrusten versalzen die Salzkrusten an den Kleidern. Die Milch verdirbt während des Giessens! Dann also, dann nimm doch! Nimm uns doch, du Tollpatsch. Und dann greift die grosse dumme Sonne nach dir: „Komm, Kätzchen, spiel mit mir.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Indessen ward mir eine neue Heimat eingebrannt - sie fehlt mir heiss und lieb.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-9058701256744701283?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/9058701256744701283/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=9058701256744701283&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9058701256744701283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/9058701256744701283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/7709-gachnang.html' title='7.7.09, Gachnang'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8364695022265833693</id><published>2009-07-02T18:27:00.000+02:00</published><updated>2009-07-02T18:28:06.714+02:00</updated><title type='text'>2.7.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sommerteich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sommerteich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In dir liegt ne Leich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tiwaz wollt mit Liebling schwimmen gehen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;an kalten Wassers Liebesfrüchte zehren&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ganymed, warum ist dein Gesicht so bleich?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sommerteich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ach, Sommerteich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;du bist ein Todesreich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8364695022265833693?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8364695022265833693/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8364695022265833693&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8364695022265833693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8364695022265833693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/2709-berlin.html' title='2.7.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8147419356196098736</id><published>2009-07-01T14:52:00.000+02:00</published><updated>2009-07-01T14:53:56.046+02:00</updated><title type='text'>1.7.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da öffnet Kap Arkona seine Mergeltore&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;und ein Annanaskuchen heisser Luft fällt auf den Platz.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Arkona!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aaaaah!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Himmel tut sich auf wie das freie Gefühl eines sommerlich in die Wiese gekippten Mülleimers.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Abendbotschafter schlüpfen um uns herum fliegen Marienkäfer in uns hinein.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Traum!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Honecker mit Annanas auf dem Kopf!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hurtige Ping Pong Bälle mit Pinkoiden!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schluckbüsche sind Senatoren verschütteter Flüsse!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bänke sind kauernde Raucher!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Blatt auf dem Kies ist eine Sternschnuppe!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Babys sind Sommerkaiser!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Getrunkene junge Schwestern verlängern das Leben und töten die Freude!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der blau-grüne Balkon im Himmel, der verlassen und grün ist, ist eine Projektion der Erdwürmer, die über der Hölle braten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gedanken an Essen und Schlafen sind in der Liebe so schön dass Tränen fliessen wollen! &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn es so heiss ist, ist es auch scharf und grau-gelb und die Dinge sehen alles in allem echter aus als sonst.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn man dann in der Wiese liegt, ist es ein gegenseitiges Bewässern der Beteiligten, egal worum es geht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und wenn sich Sand in der Luft befindet, dann ist das eine Folge der Freude eines Menschen auf der gegenüberliegenden Seite der Erde, der dachte er sei das Meer, vor dem der Sand sich fürchtet, egal wie weit er entfernt ist, weil ja die Gefühle immer sofort in den Boden fallen, die Erde durchqueren und an der anderen Seite herauskommen und dann ins All purzeln wo dann, ohne, dass sie je  verschwinden, nie mehr etwas mit ihnen passiert, ausser dass sie an einem Punkt zu Gesicht bekommen werden, was Leben und Universum und alles, alles, alles erklärt. Und wir sind zu jeder Zeit damit verbunden, durch eine fantastische Spinnenseide. Manchmal wischen wir sie uns aus dem Gesicht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8147419356196098736?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8147419356196098736/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8147419356196098736&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8147419356196098736'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8147419356196098736'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/07/1709-berlin.html' title='1.7.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4804367091029391119</id><published>2009-06-15T22:53:00.006+02:00</published><updated>2009-06-16T11:11:14.051+02:00</updated><title type='text'>15.6.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tiefer, triefender Schlaf nach Mittag: Der arme Junge war plötzlich in einem entfernten, dunklen Bereich des weltumspannenden Warenhauses eingesperrt. Lautlose Motoren hatten die dicken Glastüren plötzlich mit Eigensinn geschlossen um diesen kleinen Menschen in der feuchten Dunkelheit zwischen modernden Kühltruhen und Regalen einzusperren - zusammen mit den bösen Geistern der von diesem Ort verschlungenen; sie griffen bereits nach dem Jungen. Würde er entkommen, sein Leben wäre für immer mit dem Gift dieser Erfahrung befallen; würde er sterben, sein Tod wäre ruhelos. Aber der Junge schrie und erbrach, wehrte sich mit seiner tiefsten blutdurchzogenen Säure. In der entsetzen Menge auf der anderen Seite der Glastür schrie einer: Er hat eine Herzattacke! Der medizinische Begriff versetzte mich in Bewegung, ich riss an den Türen, mit meiner Berührung gaben sie merkwürdig einverstanden nach, man kam mir zu Hilfe, der Junge würde bewusstlos geborgen, jemand fragte mich: Sind alle Deutschen Helden? Ich wollte sagen, ich bin kein Deutscher.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4804367091029391119?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4804367091029391119/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4804367091029391119&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4804367091029391119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4804367091029391119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/06/15609-berlin_15.html' title='15.6.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2161922964308285525</id><published>2009-06-14T15:51:00.002+02:00</published><updated>2009-06-14T15:55:17.883+02:00</updated><title type='text'>14.6.09, Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schliesslich ist es ein langsamer Abschied vom unnachgiebig Vergehenden; begleitet vom Lamento goldener Dämonen-Boten – das Super-Ego hat sie geschickt! Auf meinen Schultern sitzen sie zu dritt und rufen: Quä! Mäh! Bäh! &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil frage ich frage mich immer was als nächstes kommt der Wind um mir die Hand zu geben?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil drückt das nasse Leichentuch der verzerrten Restkultur an meine Rezeptoren und die Flut bricht über mich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil zappelt mein Gemüt wie ein sterbender Fisch in einer gebrochenen Hand.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil liege ich im Bett und begehre mit rasendem Herzen, Herzen im Hals, Herzen in den Augen; im Hirn pocht es die liebevollen Gedanken an die Rinde.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil singt die grosse Nachtigall über den Marmorklippen; sie singt von Toca, vom unmittelbar Bevorstehenden; freundliche Hinweise einer unverständlichen Prophetin - dennoch beginnen sie mich auszurichten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil sieht die Lichtgeschwindigkeit von weitem schleichend aus. Dort reitet Odysseus, der elend Einzelne der entferntesten Front im Gleichschritt mit dem rasend expandierenden Universum; vor seinen erschöpften, suchenden Augen das Nichts als Täuschung von allem. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Derweil setzt sich einmal mehr das Sediment.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2161922964308285525?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2161922964308285525/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2161922964308285525&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2161922964308285525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2161922964308285525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/06/14609-berlin.html' title='14.6.09, Berlin'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6045514760501617589</id><published>2009-05-29T19:35:00.000+02:00</published><updated>2009-05-29T19:36:35.156+02:00</updated><title type='text'>Tag 96</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So müde war ich am Morgen: Nach Liebesträumen aufgewacht und aufgerichtet schoss mir das Blut in die Füsse und kribbelte meine Sohlen auf kalten Boden zur Dusche schlief ich fast ein und dasselbe Gefühl wie zwischen den kleinsten Teilen der Wahrnehmung ist man tot. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Redaktion: Unverhoffte Unwettergeschichte zugeteilt, zu meinem müden Ärger, fuhr ich sofort nach Hause, und trank den ersten Kaffee des Jahres.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachmittag: Termin beim Pfarrer. Schnelles Radeln in der Sonne. Gedanken an von Reifen gequetschte Körper und unter Chassis verkeilte Knochen, Schreie – mit offenem Mund und  starrem Blick ins Kopfkino fuhr ich in Windeseile blind auf meiner Spur.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Später: Ich fange endlich an zu arbeiten. Wütend. So dass es alle sehen: Kopfschütteln, Kopf in den Händen, und Ohren hören: Sigh! Wird wirklich so Zeitung gemacht? Muss ich das wirklich mitmachen? Soll ich rennen? Zeitungen zerfetzen und rennen? &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann beginne ich, umgebe mich mit Papier: Quellen, Notizen. Baue eine kleine Mauer daraus, darin laufe ich nicht aus. Mein Telephon, mein Blick am Bildschirm vorbei, im Fensterwind flatternde Zeitungsblätter, mach ich schon tippe ich und merke, die Sonne scheint darauf: Es ist mein letzter Tag. Ich denke es, dazu spielt die sentimentale Musik&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Es war schön mit dir“ &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Es war schön mit euch“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann sind fünf Monate vorbei. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf dem Heimweg wird mir schlecht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach Hause.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann ganz nach Hause.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann weiter.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es war: Die langsame Umkehrung meiner einen Hälfte - sie entleerte sich und flutet jetzt die andere. Je geschlossener der Mensch, um so mehr: Jede Anfüllung benötigt eine Entleerung. Bleibt zu beachten in der folgenden  Ausgleichung des Niveaus nicht allzu sehr zu übersteuern.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6045514760501617589?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6045514760501617589/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6045514760501617589&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6045514760501617589'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6045514760501617589'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/05/tag-96.html' title='Tag 96'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8204477688973234184</id><published>2009-05-22T00:12:00.003+02:00</published><updated>2009-05-22T13:14:19.530+02:00</updated><title type='text'>Tag 90</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jahre vergehen. Ich weiss nicht mehr wer ich war als es zuletzt schneite. Ich weiss ich kam gerade aus Berlin, die letzte Stunde von sieben, im Regionalbummler, und riesige Flocken schlugen auf die Schienen nebenan, schlugen auf die Mütze des Schaffners, er pfiff, dann immer weiter, tausend Stationen bis Friedrichshafen. Ich weiss die Teile griffen ineinander und hielten: Meine grosse Liebe, die Wochenenden auf den Marmorklippen, ich als Praktikant, ich und meine Arbeit,  ich und meine Redakrion, ich und mein Lohn, ich Schuldenfrei, gesund, zwar nicht als Autor, aber sicher ganz, ganz bald wieder. Das war ein Rhythmus der mir gefiel. Vielleicht bin ich ausser Takt geraten, vielleicht ist der Takt draus geraten, vielleicht ist alles gleich, bloss ich, mein, das&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gegen Ende meines Praktikums droht das Drama, dramatisch Aussichtslos, verzweifelt versuche ich auszuharren, Klagemauer, Heulweib – Ich will doch stark und schmunzelnd sein. Für mich und für dich. Ich will doch einfach sein, egal was ist. Einfach für mich und für dich. Ich weiss bloss nicht was ich tun soll, in welche Richtung, was kommt denn bitte genau, danach? Pläneschmieden, Bildermalen, Bilderrahmen sollen helfen:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jetzt Sommer. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Plan den Sommer.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wo bist du im Sommer?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sommer in Berlin.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Summer of Love.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brotarbeit.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bucharbeit.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Alles zusammen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Paket.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Berlin!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und da und dort!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Geht. Geht nicht. Geht gar nicht. Dann geht es wieder. Ich vertraue auf das von dem ich noch nicht weiss was es ist. Dies zieht mich an. Wie die Erde die Blitze. Die Ladungen, die ohne Wissen streben. Aber meine Meinungen:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich möchte nicht nach Hause.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich möchte immer nach Hause. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich bin pleite.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Plus Schulden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schuld.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich weiss nicht ob ich studieren möchte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich weiss nicht womit ich Geld verdienen sollte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich weiss nicht ob ich schreiben könnte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Jammern auf hohem Niveau“ würden sie hier sagen. Derweil tanze ich herum, fummle an meinen Einzelteilen, verrücke die Bilder, vermisse ihn, fühle mich immer schuldiger, immer unleidiger. Und drücke den Darm immer wieder zurück durch den Bruch. Und halte mich am Rücken wie ein alter Mann. Und wenn ich dann doch mal trinke, über mich Flut. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit das Haus gestrichen wird, krabbeln die Spinnen durch mein gekipptes Fenster, sie flüchten vor den giftigen Dämpfen der Farbe, direkt in die weissen, zitternden Hände eines Arachnophoben; betäubt von seinem teuren Parfüm, klatschen sie von de Decke in eine Tasse, in die Toilette, ein mal, zwei, drei mal spülen - dann auf Spitzenzehenfüssen gehen, die Augen überall, sturme Haare werden nass.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann geht die Sonne neulich vor mir auf. Drecksau! Und die Maler auf ihrem Gerüst schauen peinlich am halbnackten vorbei. Die Ahnung, dass jetzt alles wieder feucht und stinkig wird, Sommergedünst, schmorendes Fleisch in geflochtenen Plastiksesseln am Gehsteig, der Schweiss anderer weht durch die Stadt, auf meine Haut! – Nein! Nachher kann man duschen. Nachher kann man nach frischen Hemden greifen. Der Zustand ist vorübergehend. Sauberkeit kann sein, ich kann sie erschaffen. Und Sex, mein ständiger Gedanke, macht mich nicht nass, Sperma, wie Quecksilber, perlt ab, ich will immer mehr. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dafür sind die Dinge jetzt so klar. Die Blumen, die Dächer, die Alpen, der Himmel, die vagste Wolke darin, von Sommersonnenstrahlen gebeizt. Sommerspektrum mit Sommerkontrasten: die Fähre dort, das Paddelboot, die Schuhschachtel im Hafen, die Pollenstränge in den Wellen – alles „ligne claire“, brilliant, unmissverständlich. Nicht wie die braunen Schuhe im braunen Schnee im Tag der nicht will und mich nicht will ihn nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Über die Redaktion gibt es nichts zu sagen. Ich denke: Die Wirtin, seit fünfzig Jahren Wirtin, gefragt über diese Zeit als solche, blicken mich ihre Augen an, voll und nass, zum ersten mal vielleicht die Schminke schmierend, vielleicht danach am Wochenende mal in Jeans, vielleicht bald nicht mehr Wirtin, vielleicht bald alles anders– jetzt soll gleich ein Leben ausbrechen – dann schweigt sie, glücklich und traurig.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Abend Wetterleuchten, Donnergrollen, der Hund knurrt und die Zwerge verschwinden unter den Gartensesseln, grosse Diskussion im Fackellicht, mit Schnaps, frisches Obst, sagen sie, dann fallen die ersten Tropen, alle auf ein mal, als hätte Petrus, diese Flasche, zugehört, und das spirituelle Gedämpfe eine verhockten Kongregation, zum Streich, wieder zu Wasser gemacht, und der Regen klatscht mit Hagels Härte übers Haus, dann zieht er eins weiter, verrichten sein Werk mit teuflischer Präzision, Land unter, Land unter dem Herren - eine weitere, komische, neue Heimat für mich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann in meinem Zimmer, gerade unter dem Dach, dröhnte das Haus im Sommersturm und ich bin, wie schon heute morgen, wie schon gestern, wieder glücklich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8204477688973234184?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8204477688973234184/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8204477688973234184&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8204477688973234184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8204477688973234184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/05/tag-90.html' title='Tag 90'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-554217280367365613</id><published>2009-04-20T23:18:00.004+02:00</published><updated>2009-04-20T23:28:14.126+02:00</updated><title type='text'>Tag 66</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Abend war das Licht gelb und die Luft schwer und wie von unscharfen, bald reissenden Wolken dicht gegen die Erde gedrückt, auf die sich in jedem Moment schwerer, schöner Hagel entleeren würde. Das gelbe Licht in dem alles sauber und ordentlich wirkt, in dem alles gefasst an seinem Ort harrt, selbst die Pflanzen, wie mit angespannten Wurzeln; sogar die eilig unters Vordach gestellten Blumentöpfe halten ihre Risse fest geschlossen; die Tulpen, die sich nicht bewegen können, scheinen nun ihre innerste Lebenskraft auszustrahlen, gespannte Köpfe, rot und gelb, fast sieht man sie sich noch ein bisschen weiter gegen den Himmel strecken. Der Hund jaulte schon im Kreis herum, ich stand und rauchte. Mit einem Windstoss kam der Geruch, der vor dem Regen kommt, dann zog es vorüber, dann blieb es trocken. Weit im See schlugen Blitze ein, immer drei vier aufs mal, durch ascheschwarzen Wolkennebel, das Gelb war verloren, die rollenden Wolken wurden vom Wind in scharfe Formen gestossen, über den See, der Schweiz entlang, gegen Westen vom letzten gebrochenen Sonnenlicht bald in tiefes rot geworfen, das sich im See noch dunkler spiegelte, und dann wurde es Nacht, mit hektischen Sturmlichtern rund um den See, und alles war erschöpft&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-554217280367365613?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/554217280367365613/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=554217280367365613&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/554217280367365613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/554217280367365613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/04/tag-66.html' title='Tag 66'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4085597839334041214</id><published>2009-04-04T11:38:00.003+02:00</published><updated>2009-04-06T19:58:57.801+02:00</updated><title type='text'>Tag 55</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Redaktion ist ein recht kleiner Betrieb, wenige Menschen, viele davon seit langem dabei. Manche länger als ich lebe. Wie ist das für die, wie haben sie diese Räume schon gesehen, wie viele Generationen von Bürosesseln haben sie schon ein- und durchgesessen; fühlen sie sich wie ich mir vorstelle, dass sich Lehrer fühlen: sentimental, schrecklich, traurig weil sie altes Sediment sind, über ihnen der Fluss, über sie hinweg, niemand ist festzuhalten, nichts ist zu vertiefen, alles nur für sich selbst; einfach so, oder dadurch versteinert, von Algen befallen, alles glitscht ab, ohne Schmerz? &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verhältnisse anderer sind spannend, gerade für mich, weil ich zwar motiviert bin, aber nicht eingebunden genug, um nicht nur für mich das Beste zu wollen; weil ich mir zwar viel Mühe gebe, aber meine Stelle, da ich nicht angestellt bin, nicht ganz so sehr verteidigen muss. Der Praktikantenvorteil; dem der danach greift, ermöglicht er einen Platz im Hochsitz. Auf Zeit begrenzt, je länger man eine Sache betrachtet, umso geringer wird der Überblick. Wenn bloss die Frische bliebe. Alles was man macht, soll man in den frischen Zeiten machen. In den ersten zwanzig, dreissig Tagen jeder Sache; und dann weiter gehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Tage hätte mein Praktikum enden sollen. Da ich zum ersten Mal in meinem Leben eine richtige „Stelle“ habe, da ich zum ersten Mal in meinem Leben eine richtige „Beziehung“ führe, weil ich nicht mehr ausschlafe, weil ich jeden Morgen dusche, weil ich jeden Abend koche, weil ich manchmal weiter von meinem Zuhause, meinen Eltern, meinem eigenen Bett, meinen eingelagerten Schachteln mit meinen Sachen, meiner Vergangenheit, entfernt bin, als mir lieb ist, und weil ich jedes andere Wochenende Hunderte von Kilometern zurücklege, weil die Zeit gefüllt ist, so schwer an Tat, vergeht sie schnell. Und ich verlängere mein Praktikum.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Tatenfluss verwässert der Gedankenfluss. Ich bin ganz froh so meiner üblichen Verkopfung zu trotzen, und das rollen, der Fahrtwind, tut gut, aber: es sind zunehmend fremde Schienen denen ich entlang rolle. Ich habe eine Art und Weise mein Leben zu lenken, recht langsam, aber auch recht wirksam. So ist mir Geschwindigkeit suspekt, weil die Dinge an meinen langsamen Kopf vorbeiziehen, ohne dass ich sie einschätzen kann - ich muss vertrauen, das was vor mir gelegt wird, in die richtige Richtung führt. Zudem nimmt Geschwindigkeit im Raum der Zeit die Energie. Zudem  sinkt mit der steigenden Zahl veröffentlichter Artikel die Zahl geschriebener Worte im Manuskript. Und dann ist man bauchig, blind und arm und Fünfzig und singt sich durch die Tetralogie: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Birth. School. Work. Death.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im angenehmsten Fall muss ich mir mehr Mühe geben. Im anderen drängt sich eine Entscheidung auf. School (Death) or Work (Birth).&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4085597839334041214?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4085597839334041214/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4085597839334041214&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4085597839334041214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4085597839334041214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/04/tag-55.html' title='Tag 55'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8433655407436649578</id><published>2009-03-19T12:20:00.002+01:00</published><updated>2009-03-19T12:21:02.580+01:00</updated><title type='text'>Tag 42</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;8:30 aufgewacht, mit den Anzeichen einer werdenden Erkältung, eine halbe Stunde gelegen und gedacht: soll ich mich heute zum ersten Mal wegen „Krankheit“ auf der Redaktion entschuldigen, wegen einer Erkältung, die ich am Wochenende eingefangen habe, weil ich gefeiert habe, zum ersten mal seit einem Monat, zu viel, zu lang und zu hart, soll ich deswegen wirklich durch die unsichtbare Wand, wie damals, als man lernte, wie einfach es war, nicht zu Schule zu gehen?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:00 „Je schneller ich gesund bin, umso schneller kann ich zurück zur Arbeit.“ „Ich bin ja auch wirklich krank.“ „Ansteckungsgefahr!“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Träume von Schnitzeln so dünn dass man sie als Fenster verwenden kann, und von schneller Abreise, schnell gepackten Koffern, grosser Verspätung.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;17:06 Halbschlaf, immer wieder mit Gänsehaut erwacht, der laute Lüfter meines Rechners, die Hitzestrahlung der Festplatte, schmorende Elektronik, jedem Moment scheiternd, endloses laden, Filmbruchstücke, nasse Taschentücher, gereizte Haut, langsame Gespräche, Dunst über dem Bodensee, Angst, dass alles zu heiss ist, nasse Beine, Socken; endlich streif ich sie ab.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;18:00 Geldsorgen. Grosse Angst nie Geld zu haben. Kleinere Angst, egal wieviel Geld ich je machen werde, nie welches auf der Seite zu haben. Ach, die Fingernägel.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich habe zu viel Zeit.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8433655407436649578?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8433655407436649578/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8433655407436649578&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8433655407436649578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8433655407436649578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-42.html' title='Tag 42'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8166096003914204469</id><published>2009-03-10T23:04:00.002+01:00</published><updated>2009-03-16T20:56:00.454+01:00</updated><title type='text'>Tag 37</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Tage vergehen jetzt ganz schnell. Der Weg zur Arbeit, die Wege meiner Arbeit, ich kenne sie und kann sie portionieren; keine Fragen, Wiederholungen von Antworten, angewandt auf alles was kommt: ein System. Systeme verschlingen die Zeit. Und die Repetition macht Unterscheidung schwer. Montag war wie Dienstag und wie Mittwoch war wie Donnerstag und Freitag ist die Woche vorbei und hatte nur zwei Tage. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich rauche nur noch vor der Haustür. Versuche mich allerlei Dingen zu verweigern. Nichts einzuwenden. Hielte ich es mit der Körperlichkeit so wie mit meinem Schreiben, wäre ich ein Koloss. Dies wäre die wirkliche Qual. Und würde ich disziplinierter schreiben? Wäre ich dann auch ein Koloss?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute sollte ich die Schriftstellerin Renan Demirkan vor ihrer Lesung im Hotel Zeppelin zu einem Gespräch treffen. Mein erstes Interview. Es dauerte keine fünf Minuten. Frau Demirkan nannte mich ungeheuerlich respektlos, mehrmals, wünschte mir alles Liebe und stürmte kurzbeinig aus dem muffigen Frühstückssaal. Ich hatte sie recherchiert, erwartete eine fröhliche Frau, die meine Frage zum Bundesverdienstkreuz vielleicht mit einer gekonnten Handbewegung verweigert, die mich vielleicht mal ernst anblickt, weil es um ernste Sachen geht, die getrieben ist und eingenommen, immer in der Postition des Befragten, des Umworbenen, und immer nett, so schätzte ich sie ein, so schätze ich dieses Gesicht ein, das ich auf Bildern studiert hatte, eine professionelle Frau, die weiss, worum es geht, die die Welt dies kleines bisschen besser versteht, der ich also gerne gestand, dass ich zwar ihr Buch nicht gelesen habe, aber wir es im Gespräch erforschen wollen, und so weiter.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ende März endet mein Praktikum.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann Berlin. Ich brauche Arbeit.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich verstehe, ich ziehe langsam, langsam aus, seit Jahren schon, aber noch lange nicht ganz. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Warum fällt es mir so schwer mich zu bewerben? Ja, ich schäme mich ein bisschen. Mir fällt dazu immer wieder ein wie Norman Osborn den jungen Peter Parker anlächelt, als dieser das für jeden ausser Parker ganz unwiderstehliche Angebot für seine Über-Firma zu arbeiten abschlägt: „You want to make it under your own steam. I respect that.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Own steam, own steam, own steam. Ich sage es mir so, wie ich sofort Zahlen aufzuzählen beginne, wenn mir ein Gedanke allzu peinlich wird.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schäme mich nicht beim Gedanken: Ich bin ein besserer Schriftsteller als Frau Demirkan. Nein, dazu muss ich ihr Werk nicht kennen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sicherlich, ich werde Arbeit annehmen, wenn ich mir dafür nach Berlin ziehen kann – sicherlich bin ich da zunächst ganz unkompliziert.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gerne würde ich zu allem eingeladen werden. Bisher war es eher so.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich ahne noch viele Krämpfe.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Umstände sind so gut wie noch nie.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8166096003914204469?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8166096003914204469/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8166096003914204469&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8166096003914204469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8166096003914204469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-37.html' title='Tag 37'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8533203731218990309</id><published>2009-03-03T23:05:00.001+01:00</published><updated>2009-03-03T23:05:35.104+01:00</updated><title type='text'>Tag 32</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute war alles so, wie sich mir schon immer das Gute einer Zeit einprägte, ganz leicht, fast automatisch richtig, mühelos gut, und, für mich nach jedem Lachkrampf auffällig ohne Warnung, lustig, lustig, lustig; davon stark angetrunken rutschte ich, für einmal in einem Mal, durch den Tag.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8533203731218990309?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8533203731218990309/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8533203731218990309&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8533203731218990309'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8533203731218990309'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-32.html' title='Tag 32'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4100850189896187316</id><published>2009-03-02T22:20:00.003+01:00</published><updated>2009-03-03T22:50:29.086+01:00</updated><title type='text'>Tag 31</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Morgen begrüsst die Zeitung einen zweiten Praktikanten. Das ist vielleicht die Lösung für alles: Konkurrenz. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wobei, das Problem festzustellen fällt mir schwer. Ich denke: meine Texte werden schlechter, mir fehlt das Unbekannte, der frische Trieb der ersten Tage; das Wasser hat sich mit mir aufgewärmt, beginnt zu faulen. Und dann versuche ich die Zeit des Umbruchs festzustellen, mich in meine Lage davor zu versetzten; und es gelingt mir nicht. Ich weiss nicht wie es war. Ich weiss nicht wie sich die Arbeit in den ersten Tagen anfühlte, ich weiss nicht wie meine Artikel schmeckten. Wenn ich sie lese, sehe ich mich nicht darin; das muss die Arbeit eines Anderen sein. So wie wenn ich an mein Leben vor ein paar Jahren denke; das muss das Leben eines anderen sein. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir sind keine langen Tiere. Beim Kopf wachen wir nach vorn. Was wir dabei haben, haben wir dabei; und im Kriechen werden uns immer wieder die Beine gestutzt - wir bleiben so gross wie wir sind. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4100850189896187316?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4100850189896187316/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4100850189896187316&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4100850189896187316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4100850189896187316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-31.html' title='Tag 31'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3250075817658720652</id><published>2009-03-01T22:52:00.002+01:00</published><updated>2009-03-02T09:23:24.923+01:00</updated><title type='text'>Tag 30</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Woche vor letzter dank Fasnacht kaum Arbeit bekommen. Eine Zeit für gewisse Kinder vielleicht; ich mochte damals die Coriandoli und das Verkleiden – Verkleiden sowieso. Ich war der Astronom mit dem spitzen Sternen-Hut und dem Fernrohr. Und der Clown und das eine oder andere Tier. Und sicherlich etwas für die eingefleischten Narren; die unscheinbaren Mittelklassenieten der Gesellschaft. Ein Mal im Jahr glänzen sie mit rotem Kopf und kryptischen Klimbim um den Hals im Narrenverband. Und der tragisch greise oder frustriert erwachsene, mit und ohne Nachwuchs bedachte Rest, grellgelb im Bienenkostüm apathisch zu irgendeiner Spassmusik hinklatschend. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich wurde auf Bitte hin ganz von der Arbeit befreit und verbrachte diese Tage ganz und gar mit meinem Freund zusammen – auf den, wie ich doch immer sage, Marmorklippen: sicherlich ein recht präziser Ort, aber auch ein wundersames Garn; es windet sich schnell durch meinen Stoff, zieht da die Maschen zusammen, zerrt dort an einem Brandloch, zaust um die Fransen und windet sie zu roten Kordeln; sie baumeln wohin ich gehe lustig hin und her. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit letzten Montag wieder im Redaktionsgespann. Willig, wenig, kein Galopp. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Müde war ich von Anfang an, und nach sechs Wochen werde ich dazu noch träge. Gerade diese Woche litten meine wenigen Texte darunter. Ich gebe mit mehr Mühe und werde gleichzeitig unsorgfältiger. Ein Chiasmus der üblicherweise über diese die zu lange Langeweile haben fällt. So schrieb ich sogar blinderfreut über ein Projekt, das schon lange nicht mehr existiert. Es fällt mir immer schwerer schöne Sätze zu schrieben. Dann meine ich das sei weil Form und Inhalt so sehr vorgegeben sind. Dann denke ich: ach, egal. Trotzdem ist es eine Anstrengung; Mühe, aus der nichts Schönes werden will. Graue Energie. Jetzt auch schon bei mir?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3250075817658720652?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3250075817658720652/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3250075817658720652&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3250075817658720652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3250075817658720652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-30_01.html' title='Tag 30'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7223631626789265325</id><published>2009-03-01T22:52:00.000+01:00</published><updated>2009-03-01T22:53:00.085+01:00</updated><title type='text'>Tag 30</title><content type='html'>Die Woche vor letzter dank Fasnacht kaum Arbeit bekommen. Eine Zeit für gewisse Kinder vielleicht; ich mochte damals die Coriandoli und das Verkleiden – Verkleiden sowieso. Ich war der Astronom mit dem spitzen Sternen-Hut und dem Fernrohr. Und der Clown und das eine oder andere Tier. Und sicherlich etwas für die eingefleischten Narren; die unscheinbaren Mittelklassenieten der Gesellschaft. Ein Mal im Jahr glänzen sie mit rotem Kopf und kryptischen Klimbim um den Hals im Narrenverband. Und der tragisch greise oder frustriert erwachsene, mit und ohne Nachwuchs bedachte, Rest im grellgelben Bienenkostüm apathisch zu irgendeiner Spassmusik hinklatschend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wurde auf Bitte hin ganz von der Arbeit befreit und verbrachte diese Tage ganz und gar mit meinem Freund zusammen – auf den, wie ich doch immer sage, Marmorklippen: sicherlich ein recht präziser Ort, aber auch ein wundersames Garn; es windet sich schnell durch meinen Stoff, zieht da die Maschen zusammen, zerrt dort an einem Brandloch, zaust um die Fransen und windet sie zu roten Kordeln; sie baumeln wohin ich gehe lustig hin und her. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit letzten Montag wieder im Redaktionsgespann. Willig, wenig, kein Galopp. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Müde war ich von Anfang an, und nach sechs Wochen werde ich dazu noch träge. Gerade diese Woche litten meine wenigen Texte darunter. Ich gebe mit mehr Mühe und werde gleichzeitig unsorgfältiger. Ein Chiasmus der üblicherweise über diese die zu lange Langeweile haben fällt. So schrieb ich sogar blinderfreut über ein Projekt, das schon lange nicht mehr existiert. Es fällt mir immer schwerer schöne Sätze zu schrieben. Dann meine ich das sei weil Form und Inhalt so sehr vorgegeben sind. Dann denke ich: ach, egal. Trotzdem ist es eine Anstrengung; Mühe, aus der nichts Schönes werden will. Graue Energie. Jetzt auch schon bei mir?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7223631626789265325?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7223631626789265325/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7223631626789265325&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7223631626789265325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7223631626789265325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/03/tag-30.html' title='Tag 30'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7163624813693331648</id><published>2009-02-18T00:02:00.001+01:00</published><updated>2009-02-18T00:02:37.678+01:00</updated><title type='text'>Tag 22</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Manche Arbeitstage sind normal. Dazu gehört, wie man denken kann, nichts ausserordentliches, sondern nur ein bisschen Lachen, ein bisschen Essen, ein bisschen Rauchen und die zu erledigende Arbeit würdig mit schlechter Laune hinter sich zu bringen und dabei die eine oder andere Gelegenheit das persönliche Leid dem Weltleid anzuschliessen einfach an sich vorbei ziehen lässt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann gibt es Tage an denen die Tore angelweit offen stehen. Alles spült aus allen heraus. In den die Knöchel, dann die Knie, dann den Kopf umspülenden Fluten scheint ein Leben, geschweige eine Arbeit, nicht ein mal mehr mit schlechter Laune zu bewältigen. Funken der Bösartigkeit haben dann ein leichtes Spiel.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Allerlei Ladungen und Entladungen auf der Redaktion. Gesundungsenergie.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für mich als scheuer Nebenanstehenden birgt solche Spannung die Möglichkeit tieferer Einblicke. Müde Augen öffnen sich dann unvorsichtig weit. Sonst gesetzte Gesichter, können sich dann gerne mal in spontaner Ehrlichkeit verziehen. Das sieht so viel besser aus.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Woche durch noch eine ganz andere Brille als sonst. Wir haben die Marmorklippen ausnahmsweise für kurze Zeit in Friedrichshafen aufgebaut.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein „Preistext“ wurde nützlich begründet abgelehnt. Für ein paar Minuten machte ich mir alles angenehm einfach, und jetzt gebe ich mir wieder Mühe. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7163624813693331648?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7163624813693331648/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7163624813693331648&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7163624813693331648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7163624813693331648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-22.html' title='Tag 22'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3779382423075681576</id><published>2009-02-18T00:00:00.000+01:00</published><updated>2009-02-18T00:01:12.473+01:00</updated><title type='text'>Tag 20</title><content type='html'>Letzter Tag des ersten Monats.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übers Wochenende muss ich die Arbeit am Preistext abschliessen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3779382423075681576?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3779382423075681576/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3779382423075681576&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3779382423075681576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3779382423075681576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-20.html' title='Tag 20'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4831338977635558633</id><published>2009-02-15T10:07:00.000+01:00</published><updated>2009-02-15T10:08:11.516+01:00</updated><title type='text'>Tag 18</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich stehe jetzt regelmässig um 8 Uhr auf; viel zu spät um im laufe des Tages noch richtig wach zu werden. Der Respekt vor der Möglichkeit zu verschlafen nimmt ab.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Sonntag ist mein Preistext fällig und ich komme nicht voran. Eigens zu diesem Anlass, für diese „grosse Chance“, versagt mein Kopf spektakulär. Bevor ich anfange zu tippen überkommt mich die Angst nicht tippen zu können, und siehe da, ich tippe nicht, und wenn ich mich dazu zwinge, das kann man durchaus, ist das Resultat, gleich von blind tastenden Fingern getroffene Buchstaben, beliebig schlecht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Scheitern überträgt sich durch die Laune auf meine übrige Arbeit. Meine Texte für die Zeitung, diese Protokolleinträge hier, klingten beliebiger denn je.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie sehr mein Schreiben an meiner Laune hängt. Man könnte denken ein Talent oder eine Affinität zieht sich durch alle Lebenslagen, zieht diese als nützlichen Ansporn oder Grundstoff herbei - bis der Tod uns scheidet?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verzweiflung. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4831338977635558633?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4831338977635558633/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4831338977635558633&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4831338977635558633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4831338977635558633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-18.html' title='Tag 18'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7687927914086633311</id><published>2009-02-10T17:48:00.004+01:00</published><updated>2009-02-10T23:58:32.053+01:00</updated><title type='text'>Tag 16</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Wochenende träumend in Berlin verbracht, vielleicht nur Momente des Erwachens in der Nacht, des Kochens, des Kücheputzens, geerdet wahrgenommen, ansonsten die angenehme Mattscheibe von Reisemüdigkeit, vom Gedanken an das was gleich wird und der Tatsache das es schon ist; wie die Momente sich ins ständig nachholende Bewusstsein schieben, und dem stillen Erschrecken, was war da?, wo muss ich hin?, bin ich richtig gelaufen?, ist das die richtige Strassenbahn? Automatisch richtig.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gleich nach meiner Ankunft am frühen Nachmittag, nach vielen Stunden Zugfahrt, so wie ich es mir nach lang gefühlter Wachzeit erwarte aber doch komischerweise: schwindendes Licht, bereits der Mond, meine Beine machen schon, ich bin so verträumt – das ist jetzt eine ungewohnte Ankunft in Berlin. Was hat sich verändert? Ich kenne, ich vertraue dass ich kenne, und entspanne mich, und über die verminderte Aufmerksamkeit brechen Kopfwellen; sie umfluten die Brüstung zwischen mir und dem Rest. Vertrautheit!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute Morgen auch verschlafen und nicht aufgewacht und verspätet in die Vertrautheit der Redaktion. Ist das jetzt schon Alltag? Alles scheint immer ähnlicher zu werden und so hat sich nun auch die Protokollform fast schon überlebt. Was zu berichten ist, ist wie was zu schon zu berichten war, eine Wiederholung, die sich nicht aufzuschreiben lohnt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich nehme dankbar Arbeit an. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gealterte Praktikumskugel, mit Schmerzen im Rücken dahinrollend.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von einem Kollegen zu meiner „anderen“ Schreibtätigkeit befragt, weiss ich nichts zu berichten, sage irgendwas: „Es ist schwierig - Ehrlich gesagt, hätte ich heute lieber einen anderen Beruf.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Resigniert im Redaktionssessel hin- und zurückschwanken, rollen, eine ganze Drehung, dann wieder vor dem unscharfen Bildschirm, am Telefon, auf dem Fahrrad, zu Hause, am Kochen, ein Schlechtes gewissen, ganz spät, kurz vor Bettzeit, mache ich mir endlich Gedanken über den Preistext. Morgen kann ich wieder schreiben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7687927914086633311?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7687927914086633311/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7687927914086633311&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7687927914086633311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7687927914086633311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-16.html' title='Tag 16'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6199367645722363377</id><published>2009-02-05T23:10:00.001+01:00</published><updated>2009-02-05T23:10:44.720+01:00</updated><title type='text'>Tag 13</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgewacht. Und so müde wie in der Mitte meiner Gymnasialzeit, als sich die Frühaufstehroutine zu überleben begann.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;8:00 aufgestanden. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Termin in der Claude-Dornier-Schule. Aktionstag. Schüler sollen durch mit Handanfassen selbsterlebter Aufklärung auf die in Ungnade gefallenen Handwerksberufe aufmerksam gemacht werden und sich in ein paar Jahren, wenn ihre mittlere Bildung ihnen ein Betriebspraktikum nahe legt, sich an diesen Tag erinnern und die bis dann wegen der ungünstigen nationalen Altersstruktur unbelegten Handwerksstellen füllen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, wie man am Bodensee so gerne sagt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die niedrigen Gebäude aus Backsteinwerk und Wellblech, dazwischen viel niedriges Gebüsch, trockene Kunstheide, vertrampte Wiesen, niedrige Gebäude ohne Ende, das Labyrinth von Knossos, und streunende Schüler, rauchverhangene Kapuzen, halb kniend und gebückt, Kobras, alle in Schwarz, Schwadronen in Diamantenformation durch die Gänge, eine Spur von in-die-Wand-gestrichener dahinter.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich denke: War ich auch mal auf einer Schule? Kaum.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schreibe den Text dazu und nehme den Rest des Tages frei, um am Wettbewerbstext zu schreiben. Morgen muss er fertig sein. Es gibt nichts mehr aufzuschieben. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;20:40 Ich beginne endlich zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;00:30 Ich höre vorerst auf zu schreiben. Schon am Anfang war alles da, die Stärke der Kaskade diktiert wie lange es dauert bis alles zwischen den Fingern hindurch geronnen ist. Man muss die Erde nur mal in die Hand nehmen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6199367645722363377?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6199367645722363377/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6199367645722363377&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6199367645722363377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6199367645722363377'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-13.html' title='Tag 13'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2488018182595070358</id><published>2009-02-04T16:41:00.002+01:00</published><updated>2009-02-05T16:11:10.522+01:00</updated><title type='text'>Tag 12</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;8:34 von Geschrei geweckt, es klingt nach Schweizerdeutsch, dann konzentriere ich mich und es ist Hochdeutsch, dann merke ich, es war ein Traum, das Haus ist sicherlich leer, im Schlaf und im Halbschlaf wurde alles Duschen und übers Parkett gehen und Treppenknarren und Hausverlassen und knisterndes Kies unter Wagenrädern in meinem Bewusstsein protokolliert. Ich habe verschlafen. Zum ersten mal und es fühlt sich übersehbar an, ich hetze nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Redaktion lasse ich mich von weiteren ausser den bereits gebuchten Terminen befreien. Ich brauche Zeit um für mich zu schreiben. Ende Woche soll ich einen Text für einen wichtigen Wettbewerb eingeben. Ich habe noch nichts, es ist ein Berg mit senkrechter Steigung, ein ohnmächtiger Ausblick, den Kopf so weit zurückgeworfen, dass es mir die Luft abschneidet und das Genick zu brechen droht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Redaktion versteht mich, ich darf „verfügen“ und fahre nach Hause: Kein Wort gelingt, meine Sätze fransen aus, saure Luft strömt durch die Löcher, mein unsägliches Werk flattert darin, Buchstabensalat, ich kotze ihn an die Wand, so denke ich in immer schmerzhafteren Metaphern an mein Scheitern und versäume das Schreiben. Was ich denke wird sofort wahr. Ich kann nicht schreiben. Also kann ich nicht schreiben. Ein ehrlicher Gedanke ans Gegenteil gelingt mir nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am späten Nachmittag rettet mich ein Termin. Auch wenn es schwer fällt, was es nie tut, aus Terminen wird Text. Für mich als Tagebuchschreiber kein Wunder und ein umgekehrter Dorn im Auge: ich versteche die Phantasieballone, sobald ich sie greifen will. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich gehe recht früh ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2488018182595070358?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2488018182595070358/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2488018182595070358&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2488018182595070358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2488018182595070358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-11_04.html' title='Tag 12'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2491090646605479362</id><published>2009-02-03T13:20:00.001+01:00</published><updated>2009-02-03T13:20:22.772+01:00</updated><title type='text'>Tag 11</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgestanden. Es macht keine Mühe mehr. Ausgedehnte Berge zu bezwingen ist wunderbar, ein paar Wochen geringer Steigung, und plötzlich, beim langen, wenn man will ewigen, leichten Abstieg, merkt man, dass man die Kuppe längst hinter sich gelassen hat. Auch so kommt man ins Rollen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich lese meinen Artikel in der Montagszeitung. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist Fasnachtszeit, Texte mit Worten „Narren“ und „närrisch“ erwünscht. Auf der Redaktion setze ich mich an einen solchen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;14:00 Pressetermin. Die Konkurrenz schickt graue Energie. Der alte Journalist spricht andauernd vor sich hin; wie ein mürrischer alter man beklagt er sich für alle hörbar über das kleinste, ein mühsamer Mensch, vor der Sorte, die uns Menschheit im Innersten herunterzieht. Er spricht mich mehrmals an. Ich sage kein Wort, vermeide überhaupt in seine Richtung zu schauen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bereits auf der Fähre nach Friedrichshafen hatte ich Zünfter oder Narren, oder wie sie sich nennen gesehen. Ich dachte zunächst es wären alte Frauen, aber es waren dicke Männer, in rot-goldenen Roben, die sie umschlossen wie ein Eulenkostüm, darunter rote Jacken, mit einer Unzahl alberner Abzeichen und Medaillons an die Revers geheftet und um die dicken Nacken gehängt. Sie klimperten wie Waschmaschinen und bestellten ruhig Bier. Als sie ausstiegen setzten sie sich Hüte auf und hatten, vollständig verkleidet, ausser vielleicht eine Zeitung unter dem Arm oder einer Lesebrille, watschelten sie vom Boot. Niemand drehte sich um.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich soll in einem „Narrenfahrplan“ sämtliche Fasnachtstermine der Region zusammenfassen. Ich muss fast weinen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schreibe zwei andere Artikel. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Abend überesse ich mich im Gasthof Adler mit Schnitzel und Pommes und Bratkartoffeln und weiteren Pommes mit Mayonnaise und Salat. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2491090646605479362?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2491090646605479362/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2491090646605479362&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2491090646605479362'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2491090646605479362'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/02/tag-11.html' title='Tag 11'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5807857647472156851</id><published>2009-01-31T13:12:00.005+01:00</published><updated>2009-02-10T17:49:00.146+01:00</updated><title type='text'>Tag 10</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgewacht, sofort gut gelaunt. Voraussicht eines langen, geschäftigen Tages. Ich warte weniger, arbeite mehr. In der Dusche, vom abgeschrägten Dach halb kauernd, halb gebückt, versuche ich meine plötzlichen Morgenkopfschmerzen mit kühlem Wasserfall über den Kopf zu bessern und verspanne mich dabei, lasse die Knie auf die Wanne fallen, verliere, weil ich meine Augen geschlossen halte, immer wieder leicht das Gleichgewicht und fühle mich wie verkatert, wie an den Morgen danach, wenn ich eine Stunde lang duschend versuchte wieder sauber, wieder nüchtern zu werden. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Zeitung ein Text und ein Bild von mir. Ich frage mich, ob meine Präsenz in der Zeitung, abgesehen von der Eigenart meiner Schreibweise, die durch die vorgeschriebene, verteidigte Form eingeschränkt aber durchaus erkennbar ist, ein Zusatz bedeutet, oder ob die Sachen sowieso behandelt würden, von irgendeiner anderen Arbeitskraft. Ist ein Praktikant eine Redundanz? Nice to have?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:40 auf der Redaktion. Ich schreibe an einem Text über die Euthanasiemorde.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich vertiefe mich in das Thema, spanne mich an, wie selten, oder wie noch nie, berührt mich die grauenhafte Perfidität, der Nationalsozialisten mit faustformender Wut. Dieses Gefühl ist mir recht fremd. Es ist kein sauberes Gefühl, sondern eins bei dem ich mich ertappe. Was ich gleichsam merkwürdig und  am stärksten empfinde: Wie ungerecht! Vielleicht, wenn ich das Wort so geschrieben sehe, will ich meinen: Unrecht!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Über Mittag treffe ich meinen Verleger. Nach ein paar Minuten Gespräch schreie ich ihn an, wie ich lange niemanden mehr angeschrieen habe. Meine Sinne sind überschärft.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein qualvolle zwei schlimm erschlaffende dann aggressiv aufreibende Stunden dauernder Termin in einer Schule, die aussieht, als sei Tschernobyl gleich um die Ecke. Wo Deutschland kaputt ist, denke ich immer an Tschernobyl. Es hängt mit den Fassaden und dem Putz zusammen; wo etwas abblättert, denke ich an durch radioaktiver Strahlung von Fett und Muskel gelöste Haut.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schreibe. Viel zu tun.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;19:40 Ich schreibe noch immer. Hunger. Ich freue mich auf Berlin. Nur noch eine Woche. Morgen mit der Fähre über den See, zum ersten Mal und nur kurz zurück nach Hause. Ich freue mich. Ich schriebe automatisch, denke nebenher kreuz und quer.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;20:00 letzter Termin des Tages.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;22:00 Feierabend. Auf dem Fahrrad, so schnell ich kann, fühle ich mich beengt und beschützt in eine hübsche Form gepresst.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5807857647472156851?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5807857647472156851/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5807857647472156851&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5807857647472156851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5807857647472156851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-10.html' title='Tag 10'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6619695623008197719</id><published>2009-01-29T22:40:00.005+01:00</published><updated>2009-02-10T17:49:10.031+01:00</updated><title type='text'>Tag 9</title><content type='html'>/:// aufgewacht, zerstreut, schmerzhaft gelegen. Eine Nacht in vielen Portionen, immer wieder wach und nach Tageslicht rufend. Es war ein Traum von Menschen die verbrannten, sie rannten, die drei, brennend hintereinander der Struktur entlang, es war ein Unfall, am Fernseher wurde übertragen, warum schwenkt die Kamera nicht ab?, warum wird die Sendung nicht unterbrochen?, ein schrecklicher Unfall, sie brennen schon so lang, und immer noch rennen sie, gleich stürzen sie sich ins Wasser, sicherlich ist es Wasser wonach sie rennen, sie sind so zielgerichtet, brennend, sie werden fast  tot sein, aber wenn sie das Wasser erreichen, aber dann werden sie langsam, sie verkohlen, fallen übereinander, sterben aufeinander, verbannt, danach ausgestellt, in irgend einem Raum, gereinigt, als entartete Kunst. Ich träumte es früh in der Nacht und zog das Bild bis in den Morgen, ein Bedrücken durch den ganzen Tag. Erst gegen Abend erholte ich mich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6619695623008197719?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6619695623008197719/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6619695623008197719&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6619695623008197719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6619695623008197719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-9.html' title='Tag 9'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7337719412227487573</id><published>2009-01-28T22:34:00.006+01:00</published><updated>2009-02-10T17:49:18.162+01:00</updated><title type='text'>Tag 8</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;4:14 von kurzer Vibration angewacht, eine Textnachricht, anstatt sie zu lesen, schaue ich die Buchstaben einfach an, grüppchenweise setzten sie sich zu immer grösseren Bildern zusammen und ergeben auf einmal als ganzes einen einzigen Sinn: Worte, Sätze. Ich drehe mich in der Decke und stelle mir die Marmorklippen aus Sicht der auf sie zusteuernden Strasse vor, und wie daran ein Licht ausgeht, eingeschlafen wird – ich schlafe wieder ein. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 kurz gelegen, vorsichtig nicht wider einzuschlafen, mit Licht, und als es nicht mehr blendete aufgestanden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Wohnzimmer die Zeitung mit meinen zwei Texten. Ich freue mich, aber daran gewöhnt man sich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Redaktion Stunden an Texten zu einer prominenten Baustelle gearbeitet, nach zwölf Uhr mechanisch nach meinem morgens zusammengesetzten Salamibrot gelechzt, Stunden später, als niemand den Anschein machte, sich aus meiner Nähe zu bewegen und als mir kein anderer Ort um es unauffällig zu essen einfiel, vorsichtig, mit der Aluminiumfolie nicht zu laut zu Knistern, vorsichtig, mit keinen grossen Bewegungen den Geruch im Raum zu verteilen, biss ich in mein Brot, ein Faustgrosses, welches Mundplatz und Kieferkraft bedarf, und mir mit seinen im Kauen wälzenden Krustenteile den Rachen, die Schleimhäute, aufrauhte und schnitt. Leichter Schmerz und ein sich langsam stillender Hunger: Grosses Kino. Und dann der Durst, meine komische Tradition öffentliches und allein durststillendes Trinken sein zu lassen, kein Glucksen und Saugen, da am Redaktionshahn, kein zurückgeworfener Kopf und eine Flasche im Mund, da im Redaktionsstuhl, meine Scham auf der Toilette allenfalls am Hahn gesehen zu werden, auch keine Tasse neben der Tastatur, kein Kaffee bitte, keine Teetasse, keine Wasserflasche unter dem Schreibtisch, keine Pflanze in feuchter Topferde, keine Luftfeuchtigkeit, das Bild des sich in der Morgenbrise im Kelchblatt formenden Tropfen, die Nahaufnahme mit den feinen Pflanzenhärchen, der Oberflächenspannung, dem im Tropfen eingeschlossenen Dreck oder Leben, Durst, Durst, Durst, ich dehydriere in der Redaktionswüste.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Morgen nehme ich Wasser mit und gluckse es am Platz.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7337719412227487573?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7337719412227487573/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7337719412227487573&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7337719412227487573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7337719412227487573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-8.html' title='Tag 8'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4940783212758497914</id><published>2009-01-27T21:49:00.002+01:00</published><updated>2009-02-10T17:49:36.028+01:00</updated><title type='text'>Tag 7</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 zerschlafen, wohlig zerknittert, frisch verträumt, angenehm aufgestanden. Neues Schwarzkopf Antihaarausfall Haarwaschmittel ausprobiert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dem Fahrrad zum Pressetermin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:40 Ankunft Grund- und Hauptschule. Lucy im Himmel mit Dingsda in meinen Augen vor Kälte.  Ich rieche auffällig nach Schweiss, halte mich von allen so fern es geht. Begrüssungen, Funktionäre, Repräsentanzen, von Konzernen und von der Stadt, der Rektor der Schule, mit perfid gestreiftem Hempt, blauer Krawatte und dünnstem Pulli, im schlimmsten Pink der Welt. Hände werden  mir hingestreckt, dann streck ich meine hin, weit von mir. „Schwäbische Zeitung!“, sage ich dann, sie warten auf meinen Namen und grinsen, ich grinse zurück und lasse sie warten, vielleicht nicke ich noch um meine Aussage zu bekräftigen, dann geht es weiter.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Redaktion schreibe ich den Text dazu.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wochenmarkt. Ich hole Lamm-Gehacktes ab. Bald gibt es Shepard’s Pie.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich stelle mich einem unserer Fotographen zu Verfügung. Er braucht ein Bild zur Grippewelle.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich telefoniere mit einem Dutzend Tankstellen: Aktuelle Benzinpreise. „Seit wann interessiert sich die Zeitung fürs Benzin?“ Mir fällt nichts besseres ein: „Seit immer!“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schreibe den Text zur Lesung von gestern. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schlagzeile im Kopf: Zwei Artikel auf einer Seite! (Schwäbische Zeitung)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schlagzeile im Kopf: Warum nicht ein Artikel auf zwei Seiten? (Südkurier)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Um 18:30 verlasse ich die Redaktion.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brate Blut- und Leberwürste an. Essen. Der Hund atmet gegen meinen Teller. Ich rucke den Stuhl und drehe ihm den Rücken zu. Esse seitwärts. Denke an Krabben. Denke an eine Geschichte die ich schreiben will. Denke an nasse Strassen und Dreck an den Schuhen. Denke an Aufgaben. Denke an das, was ich will. Denke an rote Treppen. Denke an Momente, und daran wie es immer nur aktuelle gibt. Denke an Kleider die ich gerne hätte. Denke an meine Ungeduld. Denke aufgehobene Zeitungsfetzen. Denke Unordnung und an Werbegeschenke. Denke an den Wochentakt, in dem die Tage scheppern. Denke an Marmelade. Denke an zu Hause. Denke an heute. Denke an Morgen. Denke an das Leben auf den Marmorklippen. Denke an die Aussicht. Denke an Rauchen. Denke, gut, ich gehe rauchen. Denke, puh. Denke, gut.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4940783212758497914?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4940783212758497914/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4940783212758497914&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4940783212758497914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4940783212758497914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-7.html' title='Tag 7'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2941426140558279404</id><published>2009-01-26T23:02:00.006+01:00</published><updated>2009-02-10T17:50:14.616+01:00</updated><title type='text'>Tag 6</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 Augen auf, gelegen, gedacht: das kurze Wochenende in Berlin, die anderthalb Tage, so wenig wie noch nie, waren dennoch eine Zeit von Gewicht, Zeit, die sich dehnen liess, da doch ganz viel passierte. Es passiert immer viel, es kommt auf die Differenz zwischen den Momenten an. Es passiert immer viel, aber es sind vor allem die grossen Bewegungen, die unsere Sinne beeindrucken; wie verwöhnt und bestraft wir wären, würden die kleinsten Vibrationen der Zeit so episch auf uns wirken wie das Glücken eines ganzen Tages; alles würde langsam und dicht und sofort, Tropfen, kaum wären sie geformt, zögen sie sich von den Wolken unendlich nah zum Boden hin in die Länge, ohne je vollständig anzukommen; wir schritten durch stichfestes Wasser.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;8:40 ich bin der erste in den Redaktionsräumen. Die Lichter lasse ich ausgeschaltet. Mehrere Telefone klingeln mit unterschiedlichen Tönen, dann klingeln sie wieder, zur Aufmerksamkeit von niemandem ausser mir, und ich bin nicht wirklich hier, mit grosser Dringlichkeit klingeln sie, ich lasse sie natürlich, und bin schadenfroh. Im Dunkeln lese ich die dünne Montagszeitung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;10:00-Sitzung. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich tue die Dinge die zu tun sind schnell. Also, sie sind schnell getan. Zwischendurch (Zwischen was? Zwischen dem Gespräch mit dem Leiter des Finanzamtes, von dem ich wenig verstand, und dem Wunsch darüber zu verzweifeln.) schieben wir das tote Auto einen Kollegen an. Alles Raucher.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sollte dringend an meinem Buch schreiben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Abend die Lesung von Lukas Bärfuss im dem „wie ein Fremdkörper halb aus seinem glasigen, kastigen Muttergebäude ragenden, aussen und innen rund geformten Saal, dem ‚Kiesel’.“ Ich komme als die Presse, aber da Bärfuss so gut ist, und da ich auch gut sein will, das passiert in den ersten Minuten der Lesung, geht die Presse, und ich komme, und dann kommt die Presse zurück, wir hören gemeinsam zu. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich denke ja immer: Die Presse ist eine schlechte Sache. Sagt mein Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immer das Gefühl! Warum habe ich diese Mühe mit dem Sprechen? Sprechen, nein, formulieren, nein - Begründen! Ich kann fast nichts begründen. Ich zweifle daran, dass dies nur Faulheit ist. Sagt mein Gefühl. Wobei, jetzt macht es mir doch keine Mühe zu sagen, zu behaupten und zu glauben, die Presse, meinetwegen, sei eine gute Sache. So sind meine Gedanken kleine Kinder, mit Schokolade im Gesicht stürzen sie von Funkel zu Funkel, nehmen alles in den Mund, dann stolpern sie über ihre offenen Schnürsenkel und weinen; dabei war doch alles nur Spiel und Spass.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach der Lesung bin ich bester Laune, fest entschlossen mich gleich hinzusetzten und zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2941426140558279404?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2941426140558279404/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2941426140558279404&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2941426140558279404'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2941426140558279404'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-6.html' title='Tag 6'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8300244161989108871</id><published>2009-01-24T20:32:00.004+01:00</published><updated>2009-02-10T17:50:21.774+01:00</updated><title type='text'>Tag 5</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 liegen geblieben. Juhuu! Aufgesprungen. Nicht die stille und beschauliche Freude, sondern die mit Herzklopfen und einem ins Gesicht gemeisseltes Grinsen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ins Wohnzimmer gestürzt. Tanke-Text gesehen. Süss. Wie schnell das geht!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Duschen, lange duschen, packen, was nehme ich mit für drei Tage in Berlin? Alles. Blödsinn. Ich verzettle mich in der Hektik zu vor ordentliche gebügelte gefaltete Hemden zerknittern während sie ein und aus und eingepackt werden meine Frisur muss ich drei Mal machen bis ich keine Zeit mehr für weitere Versuche habe&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Redaktion höre ich den Satz, den schlimmsten, den ein Praktikant, vor allem da ich der Praktikant bin, die Streifen meines Hemdes verzwirbeln, Unwille bläht meinen Bauch, ich will aufstossen, aber es will nicht gelingen: "Sie machen heute eine Umfrage!" &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Ich bin von der Schwäbischen Zeitung, wir machen eine Umfra-"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Och neee!"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Ich bin von der Schwäbischen Zeitung-"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Schön für sie!"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Ich bin von der Schwäbischen-"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Seit fünf Generationen, Blablablabla, fünf, blabla, sagen Sie ihrem Chef, blabla, immer noch keine Kaffeemaschine bekommen, bla, Ohren, bla..." Es regnet, es regnet wirklich hart und kalt, der Wind lässt eine Wurstbudentafel von einer Seite der Strasse auf die andere taumeln. Eine Hand spühre ich kaum mehr, meine Hosen sind bis zu den Knien nass, meine Füsse sind kalt-aufgeweicht, mein Notizblock zersetzt sich im sauren Regen, meine Wut ist viel grösser als mein Hunger, mir soll es recht sein, ganz und für immer das Essen sein zu lassen, so wütend bin ich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pustekuchen!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Irgendwann ist es vorbei. Ich klatsche die Umfrage in das entsprechende Format, Tipptipptipp, nehme meine Sachen "Byeeeeee" und verschwinde.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zug nach Basel. Tram und Bus zum Flughafen. Flugzeug nach Berlin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vögel, Spatzen vielleicht, und Kleiber, Kormorane, Adler sogar, in diesem Sinne auch ein schöner, weisser Gleiter, Zweiplätzer, weiterhin ein Sportflugzeug, mit einem Propeller, vielleicht auch mit zwei, ach, sagen wir ein kleiner Jet, ein Learjet, oder ein wenig grösser, eine Falcon, nein, ein Boeing Business Jet!, oder vielleicht einfach grad ein Airbus A380, wobei die haben Lieferprobleme, ach, warum nicht gleich ein Zeppelin, so gross wie der "Graf Zeppelin", vielleicht doppelt so gross, dreimal, ja dreimal so gross, und zuletzt das Empire State Building, die Golden Gate Bridge, die QE2 und der Itaipu Damm.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In meinem Bauch.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8300244161989108871?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8300244161989108871/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8300244161989108871&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8300244161989108871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8300244161989108871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-5.html' title='Tag 5'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8363074627320438578</id><published>2009-01-24T20:02:00.007+01:00</published><updated>2009-02-10T17:50:30.792+01:00</updated><title type='text'>Tag 4</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:45 wach. Gedöst. Spitz und schlummrig.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich renne ins Wohnzimmer und schlage die Zeitung auf. Lokalteil: mein Text. Freude. Stolz. Wie schnell das ging! Ich verschlinge eine Scheibe Brot.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:50 auf der Redaktion. Auftrag bekommen. Ich befrage eine Tankstellenwärterin ihren den Benzinpreisen, beziehungsweise, zu den Benzinpreisen "des Hauses", und fotografiere die Benzinpreistafel. Ich mache ganz viele Fotos.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Während der Mittagspause, deren Zeitpunkt und Dauer jeder für sich bestimmt, eröffne ich ein Konto bei einer Deutschen Bank. Die Dame von der Bank sieht, von einem engen grauen Kostüm umspannter bleicher, wulstiger Körper, aus wie eine Rollmops-Maus. Wenn sie tippt, bewegen sich nur ihre Finger. Ich strahle sie an.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;13:00 Tanke-Text fertig. Das kürzlich, also zwischen gestern Morgen und heute Vormittag endeckte Gefühl von unvergleichlicher Zeitungsproduktivität schwindet, der dynamische "Pfupf", verliert sich in der Kaffeeluft mit einer Note Schwefel.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber bitte: Ich habe noch zwei Themen zu recherchieren; ich warte noch auf Quellen. Vielleicht sollte ich einen findigen Hut tragen und in der Redaktion Kette rauchen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich kann es beim besten Willen nicht anders: Langeweile. Warum den nur? &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ganz, ganz grosse Langeweile.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein Kopf wird alles. Grosses Kino:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tipp, tipp, tipp, tipp, tipp, tipp&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Leerschlag&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tipp, tipp, tipp, tipp, tipp&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Leerschlag, Knister&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tipp.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Flugzeug irgendwo, Mausklick, Doppelklick, Klick, Klick, Tipp, Tipp, Tipp, im Landeanflug, Fenster zu,  Tipp, Knister, Bla, Bla, Klick, Knister, Beiss, Beiss, kau, Sabber, Tipp, Rülps, Klick, Furz, Oha!, Ruckel, Furz, Ooh!, Tippel, Tappel, Tippel, Tappel, Furz!. Oooooh!, tippeltappeltippeltappeltippel, reiss, schmetter, abstoss, senk, plitsch, platsch, plitsch, platsch, sitz, plätscherpläscher, fliessfliessfliessfliessfliess, darmbrech, sterb, sterb, gähn bla uh tot&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Langeweile.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Macht nicht nur müde, sondern wahnsinnig. Ich verzweifle ein bisschen. Dann auch überhaupt nicht. Es sind nur Sekunden. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8363074627320438578?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8363074627320438578/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8363074627320438578&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8363074627320438578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8363074627320438578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-4.html' title='Tag 4'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4362173608844920630</id><published>2009-01-22T17:37:00.003+01:00</published><updated>2009-02-10T17:50:38.779+01:00</updated><title type='text'>Tag 3</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgestanden. Erneut heftig geträumt. Immer wieder aufgewacht. Warm, ruhig.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwei Scheiben Brot zum Frühstück, eines dieser innen dicht und feucht und körnig, aussen hart und körnig, knusprig, von der sehr befriedigenden Sorte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Fahre langsam, da kein Schlammblech am Hinterrad, trotzdem flieht der Dreck aus dem Radprofil und klatscht an meinen Rücken. Es regnet. Wind. Die Kette springt vom Zackenrad. Ach, die Hände.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;10:00 Pressekonferenz. Ich komme dreckig und frustriert an. Ein Kandidat für die Oberbürgermeister-Wahlen stellt sich vor. Frisch rasiert. Unsägliche Frisur. Jung, aber vielleicht auch recht alt, ich kann schwer schätzen. Ein Bulle im Übrigen. Frau daneben: Die Stütze. Oft genug betont. Deutsche Politik. Regionalpolitik. Ich verstehe fast nichts und notiere alles, höre nicht auf Notizen zu machen, trotzdem schlafe ich fast ein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die andere Zeitung hat auch einen Praktikanten dabei. Er notiert nicht, ist dafür aber bei Bewusstsein. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Etwas passiert. Etwas ist von Statten gegangen. Eine Sache hat sich vollzogen. Ein Stein ist ins Rollen gekommen. Ich weiss es nicht, aber ich war da.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Redaktion: Ich entsorge meine Notizen, als mir neue Arbeit gegeben wird. Amerikanischen Professor an der lokalen Universität zum neuen US-Präsidenten befragen. Endlich!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus seinen Zitaten schreibe ich einen fast lächerlich optimistischen Artikel. In die Infozeile, die Zeile über dem Titel eines Artikels, der noch einmal, nochmals, wiederholt, was im Titel, im Vorspann und generell im Artikel steht, will ich gerne schreiben: Yes, He Can.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bekomme Arbeit: Etwas für Chefredaktor abholen. Eine Aufgabe für Ungebleichte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bekomme zwei weitere Aufgaben, Nachforschungen, es können sich durchaus Artikel daraus entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann: Ich muss aufs Klo. Ich habe danach gefragt. Ich habe es trotzdem nicht gefunden. Solches passiert mir andauernd.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4362173608844920630?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4362173608844920630/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4362173608844920630&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4362173608844920630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4362173608844920630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-3.html' title='Tag 3'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2762037935109484383</id><published>2009-01-21T22:37:00.004+01:00</published><updated>2009-02-10T17:51:08.219+01:00</updated><title type='text'>Tag 2</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgestanden. Sehr müde. Viel geträumt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Werde zu einem Pressetermin im Technischen Rathaus erwartet. Habe vergessen um welche Zeit.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:30 Ankunft im Technischen Rathaus. Neunzig Minuten zu früh.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sitze wieder im Café Kartoffelsackfrau zu meiner rechten, ganz in hellblau, die Frisur wackelt noch mehr als Gestern. Ich trinke langsam Tee.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Café sind alle entweder alt, oder alt und dick, oder mittelalt und dick, oder jung und dick, oder mit Down-Syndrom, und allesamt unschön anzusehen. Ein Bild grotesker Verfettung und Überalterung. Ich bin auch noch da, mit dem unangenehmen Verdacht in einer der vorherigen&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Später: Pressetermin, Oberbürgermeister, Tiefbauamt und Messesprecher informieren über den Ausbau der Zufahrtsstrasse Süd zur Messe Friedrichshafen. Wir sind zu Zweit von der Zeitung, ein richtiger Reporter und ich, dann einer mit grauer Energie durchsetzter von der auflageschwächeren Konkurrenz, dann noch jemand vom Radio und ein Tablett mit Getränken für alle zum geniessen ich bin schon voll und müsste eigentlich längst dringend&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Redaktion vermische ich den Text des Pressetextes mit aufmerksam notierten Schlagwörtern wie „enorm Leistungsfähig“ oder „adäquate Anbindung“ zu einem Probeartikel den zu lesen Bauchschmerzen verursacht, nicht weil er schlecht wäre, sondern &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Den ganzen Tag und auch die Tage zuvor und insgesamt seit längerem ist die Zeit zu jeder Zeit gepolstert, gefüttert, durchdrungen&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2762037935109484383?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2762037935109484383/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2762037935109484383&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2762037935109484383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2762037935109484383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-2.html' title='Tag 2'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6691915026651964806</id><published>2009-01-20T23:09:00.003+01:00</published><updated>2009-02-10T17:51:18.037+01:00</updated><title type='text'>Tag 1</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;7:30 aufgestanden. Sehr müde. Duschen tut noch besser als sonst. Angezogen, Streifenpulli, Sauberscheitel, Schuljunge, Pausenbrot, munter hüpf, hüpf.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;9:00 vor der Redaktion mit Chefredakteur kollidiert. „Kommen Sie doch bitte später wieder.“ &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Stunden im Café Tee getrunken. Dickliche alte würdig vornüber in sich zusammengefallene kartoffelsackartige Frau mit wackelnder aber dürftiger besonders aber wackelnder Volumenfrisur und Goldmedaillon auf der Böschung des verlängerten Hanges von Hals-Brust-Bauch neben mir rechts ein paar Tische weiter dankeschön.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich komme später wieder. Redaktion, hier ist die Garderobe, hier ist ihr Ansprechpartner, hier ist ein Sessel. Die Leute schauen mich an. Ein nasses Gefühl am ganzen Körper.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Gedanke beelendet mich: Eine Atmosphäre in der Inspiration durch wie mit warmer Butter besetzter Luft gehemmt wird. Das zweckmässig Unschöne einer Infrastruktur. Das unschön institutionelle, bürokratische, so wie man es aus Schulen, Universitäten, Ämtern und Spitälern kennt. Die Tastaturen, die nicht zu den Mäusen, die nicht zu den Bildschirmen, die nicht zu den Tischen, die nicht zum Teppich, die nicht zu den Sesseln, die nicht zu den Rücken, die nicht zu den Menschen passen. Dazu gehört die Ahnung als Utopist und Einbrecher in der unvorstellbaren aber herrschenden Ordnung zu leben, in der nur das Stilloseste jeder Sorte gut genug ist, in der es zu jeder Zeit nach Kaffee riecht, in der Arbeitsplätze mit persönlichen Gegenständen individualisiert werden, in der Gegenstände sind, die eigens der „Erheiterung“ oder sogar der „Belustigung“ von Menschen, Kollegen, Kräften dienen sollen, müssen. Ein Gedanke an eine frustrierte Kraft, an Ergrauung, Energie, die aus Verzweiflung oder aus Überleben oder aus schierer Langeweile spriesst: graue Energie. Zu finden in Komikern, in Angestellten-des-Monats, in eiligen Alten Menschen, im allerbesten Fall. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieses Gefühl kommt und geht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sitze auf oder in der Redaktion.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ist irgendwo ein Loch im Boden? Vermutlich eine fleischfressende Pflanze.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mir gehen die Ideen aus. Nichts zu tun. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tippen. Kaffee. Irgendwo.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mir schläft das Gesicht ein. Ich schlafe kurz ein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Langeweile ist ein Nagelbett: Mit Schmerzen einschlafen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie lange halte ich das durch?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;14:00 ich verlasse die Redaktion und gehe nach Hause. Schnell ins Bett. Ich schlafe tief.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6691915026651964806?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6691915026651964806/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6691915026651964806&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6691915026651964806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6691915026651964806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/tag-1.html' title='Tag 1'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-330022485667170338</id><published>2009-01-19T18:12:00.001+01:00</published><updated>2009-01-19T18:12:26.646+01:00</updated><title type='text'>Algebra und Geometrie</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich hatte mich letzte Woche so und bis zum letzten Moment beschäftigt, dass dieser ein wenig grösser als übliche Abschied von zu Hause unvorbereitet und intensiv über mich brach. Es war dann wohl die Notwendigkeit mit dem Packen zu beginnen, die mich mit dem Bevorstehenden, Drohenden konfrontierte, und, so fühlte ich, vor vollendete Tatsachen stellte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich hatte irgendwann in irgendeiner Laune etwas entschieden. Laune? Doch, weil jetzt auch schon eine andere herrscht. Damals war es die Laune zu entscheiden, etwas auf den Tisch zu legen, damit Stärke zu zeigen; Pokerlaune. Jetzt die Laune durchzuführen, zu ertragen, zu schauen. Verbindlichkeit. Vielleicht ein gutes Wort für dieses Jahr.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich habe nur eine vage Vorstellung von dem, was auf mich zukommt. Dies ist mein erster, ich sage gerne: Job. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist ein Praktikum auf drei Monate.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sie werden mir eine Kamera, ein Fahrrad, einen Termin in die Hand drücken, dann werde ich zum Termin treten, zur Preis-Kuh, zur Katze im Baum, zum Jubiläum des Euthanasie-Clubs, dann werde ich notieren, photographieren, ich weiss es doch auch nicht. Ich habe keine Ahnung worum es geht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Fähre: Schulterschmerzen vom Gepäck. Ich schätze dreissig Kilo in vier Taschen. Natürlich mehr als sonst. Den Tag lang das Spiel: Nehme ich das mit? Lasse ich es hier? Brauch ich es? Will ich es wirklich? Was könnte jeweils das Omen sein? Gut, ich nehme es mit! Ne, doch nicht. Aber vielleicht dafür dies.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was ich sonst ungern tun würde, ich esse etwas im Bordrestaurant. Eine Belohnung im Voraus, oder ein letzter Exzess, extra viel, weil bald wenig. Ich will die Tage wieder diätieren. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie oft bin ich schon in Friedrichshafen angekommen. Zwanzig, eher dreissig Mal? &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was mir gefällt: Die Idee am Morgen leidig aus dem Bett zu kriechen, um zur Arbeit zu gehen. Die Idee Arbeit vorgesetzt zu bekommen. Die Idee von Produktivität, solche die ähnlich befriedigt, wie dreckige Wäsche waschen. Die Idee, dass mit Arbeit Arbeit kommt, mehr Schaffen in allen Bereichen. Die Idee manchmal meine Fensterglasbrille aufzusetzen, und zu sagen: „Mann, ohne die bin ich blind.“ Die Idee von der Reformation der Disziplin. Die Tatsache im selben Land zu sein wie&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Reformation? Es ist ja nur ein Pra-kti-kum. Meistens kommt alles anders, und zwar entgegengesetzt, was im schlimmsten Fall heisst: Ende März wiege ich eine Tonne. Blödsinn.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sinn: Vor, während und nach meiner Lesung in Bern, kürzlich, habe ich Gin Tonics getrunken. Prompt wurde mein Talent zum Vorleser ins Vorhandensein potenziert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Fähre schiesst auf die Küste zu. Fähren fahren erstaunlich schnell. Nacht. Rote Boyenlichter. Regen. Kaum Wind.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Taxi: „Kennen sie die längste Praline der Welt?“ &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Dini Muetter.“, will ich sagen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Haus ist ein Ofen. Menschenleer. Radio von oben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Klang von heissem Wasser, das mit hohem Druck an heissen Heizungsinnenwänden kratzt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-330022485667170338?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/330022485667170338/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=330022485667170338&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/330022485667170338'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/330022485667170338'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/algebra-und-geometrie.html' title='Algebra und Geometrie'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3626861436142364537</id><published>2009-01-10T16:26:00.003+01:00</published><updated>2009-01-12T18:01:57.606+01:00</updated><title type='text'>Berlin - Basel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schönefeld: Stadt-Provinz, Rampen, wie für Panzer, Piktogramme, wie für Drohnen, Wurstbude mit Plastikgarten, das bleiche Brötchen schmeckt nach süssem Mehl, frischgepresster Orangensaft, ich will, daneben die Türkin mit den böses Augen, doch noch, die Zeit, hier, das Flugzeug, bei dir, wartet nicht, bis bald&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;easyJet: Lektüre, Ernst Jünger, Notizen zu einem Gespräch, zu Beginn des zweiten Weltkrieges, spät Nachts, Jünger trinkt ja auch gerne, mit seinen Offizieren und Soldaten, in einem besetzten französischen Dorf, bewirtet von bezirzten Wirtinnen, vor dem Kamin, Jünger spricht von „Morgentrunkenheit“, diskutieren sie die Kupferpfannen, die man damals mit heissen Kohlen füllte um die Betten zu wärmen, sodann ein Wettstreit über verschiedene Bettwärmer, „bei welchem die sechszehnjährige tscherkessische Sklavin den Preis erhielt.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sehe Jünger in der lustigen Runde, aufstossend, grölend, überbordend, immer wieder beherrscht betrunken, zuweilen nonchalant, dann steht er plötzlich auf, und geht zu Bett. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn ich Jünger stellenweise verachte, beginne ich zu verstehen, und bin beruhigt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In meinem Magen rumpelt Shepherd’s Pie, ich wage nicht die Flugzeugtoilette zu benützen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach fünfundsiebzig Minuten in BSL-MLH im Nebel gelandet. In der Schweiz bin ich sofort in der Schweiz. Wie geahnte, geplante Momente sich zur rechten Zeit vergegenwärtigen. Beim schnellen Reisen am erstaunlichsten: Der Unterschied zwischen der Gegenwart und der unmittelbaren Vergangenheit. Szenen. Einstellungen. Schnitt. Fluss des Bewusstseins? Oder einzelne Bilder, in hurtiger Folge, hundert in der Sekunde?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Basel mit Rollkoffer und Tasche und Tasche, Bus, Kiosk, Sprüngli, Bus, Klingel, Treppen, Tür, wie im Schlaf, die Beine machen. Ich mit meinen Weiden. Ich mit meinen Scheunen. Ich mit meinem Ofen. Ich mit meinem Brunnen. Ich mit meiner Mauer. Ich mit meinem Tor.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3626861436142364537?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3626861436142364537/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3626861436142364537&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3626861436142364537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3626861436142364537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/berlin-basel.html' title='Berlin - Basel'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3344127077529444269</id><published>2009-01-06T15:01:00.004+01:00</published><updated>2009-01-06T16:28:30.718+01:00</updated><title type='text'>Bang On</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir sind auf den Marmorklippen zwischen Mitte und Prenzlauer Berg zu Hause. Liegen noch lange nach, bis spät am ersten Januar des neuen Jahres. Irgendwann hat es geschneit. Später werden wir im Taxi durch die leicht gebleichte Stadt fahren. In die Berliner Hamptons. Wo wir Silvester feierten. Wo noch Essenreste liegen. Gekühlt, verpackt, in Plastiktüten, auf dem Boden liegen, auf Kissen, den Kater füttern, in den Fernseher blinzeln, die Augen schliessen, alles belachen lachen, Opfer sein, mit Basilikum zwischen den Zähnen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Taxi auf einen Zettel notiert: More Reggae. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wohnlage auf den Klippen: Die Kloster von Meteora, die Nester der Basstölpel auf Ailsa Craig, der Muezzin auf dem Minarett, die Kapsel auf der Saturn, Dave Scott und Jim Irwin an der Hadley-Rille, Nacktbaden über dem Marianengraben, San Francisco, Knossos, Pompeji, Wohnungen der ersten Welt, Gedanken an den Tod, Gedanken an die Jugend, Gedanken an die Eltern, Gedanken an das Innere des Körpers, Metakognition, Asche im Wein, die letzten wachen Stunden im Bett, die Minuten vor dem Eingriff, die Sekunden vor Silvester, Präkognition, das Flimmern der Zeit, wenn ein Beil fällt, ein Pfeil eindringt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Andenken an Silvester, nochmals Silvester gefeiert. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kochen gegen Kopfschmerzen. Putzen gegen Kopfschmerzen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schlafen gegen Sorgen und Essen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Essen gegen Zeit.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit Ernst Jünger ganz gemächlich, mit Zauberahnung und nächtlicher Geisteskraft und durchsichtig, smaragdener Rüstung in den Krieg ziehen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am fünfzehnten Januar in Bern: meine vierte und letzte Lesung in der Schweiz. Vielleicht stirbt das  Buch dabei, vielleicht explodiert es in meinen Händen, blutend, verkohlte Reste. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am neunzehnten Januar: Praktikum bei der Schwäbischen Zeitung. „Unabhängige Zeitung für Christliche Kultur und Politik“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich werde für ein paar Monate in Friedrichshafen wohnen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dazwischen immer wieder hier. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sahneschokopudding.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3344127077529444269?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3344127077529444269/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3344127077529444269&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3344127077529444269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3344127077529444269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2009/01/bang-on.html' title='Bang On'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-322302728538695411</id><published>2008-12-31T16:24:00.004+01:00</published><updated>2008-12-31T16:34:32.049+01:00</updated><title type='text'>Select T-Shirt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SVuQDOFmSLI/AAAAAAAAAYE/NM-pG_pEiMk/s1600-h/Photo+421.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SVuQDOFmSLI/AAAAAAAAAYE/NM-pG_pEiMk/s320/Photo+421.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285976972644993202" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I liked this year's style!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-322302728538695411?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/322302728538695411/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=322302728538695411&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/322302728538695411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/322302728538695411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/12/select-t-shirt.html' title='Select T-Shirt'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SVuQDOFmSLI/AAAAAAAAAYE/NM-pG_pEiMk/s72-c/Photo+421.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-160609824113754171</id><published>2008-12-20T14:18:00.003+01:00</published><updated>2008-12-20T15:52:44.066+01:00</updated><title type='text'>Select Design</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Prenzlauer Berg: Schöne Tage lang Vogelbewegungen. Tierdenken. Ins Auge gefasstes einkreisen, umfliegen, in der Wachstarre, oder im Schlaf. Die Entschlüsse als Folge einer einfachen Rechnung, dem Funken weniger Synapsen, wie die plötzlichen zehn, zwanzig Schritte einer Spinne an der Wand, bevor sie wieder anhält, und neu kalkuliert. Visite. Nest. Einkaufen. Nest. Duschen. Nest. Kochen. Nest. Den verpassten Schlaf, wie mir scheint, meines ganzen Lebens nachgeholt. Ich fühle mich wie das Ding das in das entsprechende Ding gefallen und eingerastet ist. Klick. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Arbeit am Film: Das Rohmaterial hat Schnappschussqualität, wackelige Szenen einer Reise. Etwa hundert verschiedene Sekunden und Minutenlange Aufnahmen. Es überraschte mich, wie das blosse Zusammenfügen dieser Fetzen, in chronologischer Order, eine stringente Geschichte erzählt. Es überraschte mich noch mehr, wie vorsichtiger Schnitt einer Szene mit der Nächsten die Pointe liefern kann und die Musik, wie ein aufs Bild geeichter Oszillograph, mit ihre Takt die Bewegungen scheinbar automatisch deckt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bravo: Das Café ist aus Glas und Spiegeln gefertigt. Es ist mein Berliner Nachtflug. Ich trinke Pfefferminztee und Mineralwasser. Üblich sitze ich am letzten Tisch an der Spiegelwand, gleich vor der Bar. Dort sind hinter Spiegelklappen Steckdosen eingelassen. Die Hintergrundmusik ist gut. Das Essen auch. Es ist das Rauchen, das ich vermisse. Mein Film spiegelt durch das Lokal.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich koche fast jeden Abend. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es wird immer wärmer. „Die Schweiz stiehlt der Welt den Schnee.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Metro bin ich sprachlos. Ich bringe kein Wort heraus. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Dichte an Wahnsinnigen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kaffee und Kuchen. Wir sitzen in einem Ausstellungsraum, Einrichtung, Laden, Design, im Fenster, auf Ausstellungsstühlen und  trinken aus Ausstellungstassen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Mord ist ganz normal.“ Ein Schluck. Ein Biss Stollenbrösel Weihnachtskuchen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Ich weiss. In allem – ist alles inklusive.“ Jemand lacht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dem Zug, zurück nach Zürich. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Um Fulda, erreicht der Pendelschlag jeweils seinen tiefsten Punkt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-160609824113754171?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/160609824113754171/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=160609824113754171&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/160609824113754171'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/160609824113754171'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/12/select-design.html' title='Select Design'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3748183487042790913</id><published>2008-12-09T00:36:00.007+01:00</published><updated>2008-12-09T09:50:20.688+01:00</updated><title type='text'>Protokoll 27.11 – 9.12</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einer Woche in Berlin: Zugreise, viel kürzer als hin, komisch, üblich so. Mütter und Babys, mehr als sonst. Kinderwagen, einer von vorn, riesig, für Zwillinge, Doppeldecker, klemmt zwischen den Sitzen, einer von hinten, auf Grund gelaufen, verzweifelte deutsche Mütter, lond, urz, icht, raun, wir dazwischen, verzweifelte Passagiere, auf der Suche nach danke reservierten Sitzplätzen. Blitzkrieg. Einer springt über die Reihe, Stiefelsatz und Tischbrettsprung, er ist frei.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Später im Abteil: Wir sind zu fünft, es stinkt. Meine Schuhe. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Können sie auch ans Fenster sitzen? Gleich kommt mein Kollege.“ Ich kann ans Fenster sitzen. Wir sind zu sechst, neben mir arbeiten sie gemeinsam. Weisse Hefte mit Diagrammen, Pfeile, Kraft, Richtung, Statik, Leuchtstift. Flucht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Speisewagen: Polnische Pilzsuppe. Vom Grund der Tasse hebe ich Pilzsedimente aus. Stückchen von dunkelgrau bis schwarz. Sie rutschen immer wieder vom Löffel und platschen in die wässrige Brühe zurück. Ich reibe die Flecken mit Brot ins weisse Tischtuch ein. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Könne sie mir noch etwas bringen? Fragt die rotweiss livrierte Wagenmaus. Gerne ja, den Salat, ja, ja. Gerne, sie freut sich, springt dahin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kaffee, Apfelbröselkuchen, 032c, Stunden vergehen, bis ein Greis sich zu mir setzt. Flucht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Abteil zu zweit bis Ulm. Mit einer gesprächigen Tauben Alten Bahn Runzel Tochter Ferien Reisen Mann gestorben langsam alt und glücklich. I make an effort, aber sie hört mich nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ulm – Friedrichshafen (Bed &amp;amp; Breakfast) – Basel&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Badischen Bahnhof: Übelkeit. Ich vermisse misse, frei von der Erde, la la la. Dann bin ich sofort glücklich. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich trage schwarze Tanzschuhe, vom Gebrauch zerrissene Jeans, ein weisses Hemd, schwarze Krawatte, eine goldene Jacke.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Lincoln Town Car, Cartier Edition, wartet auf mich. Da mit Verspätung unterwegs, steige ein, obschon Pleite, denke ans Geld, obschon Pleite, fahren zum Kaufhaus, springe raus und kaufe eine grosse Flasche, obschon Pleite, zum Mitbringen, hüpfe zurück und fahren und&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beim Apéro: „Du bist jetzt auch einfach ein bisschen langweilig.“ Ich stehe in der Goldjacke, trinke Weisswein, lache, nicke&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Essen: Fazzoletti mit etwas aus dem Meer und roter Sosse, dann Fleisch, Pommes Alumettes, Käse, ich weiss es wirklich nicht, ich trinke andauernd Weisswein. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Lesung nach dem Essen: Lieber Freund liest aus seinem Werk. Er sitzt im Sessel wie das Ausserirdische, das in heisses Blei geworfen nicht starb, kochend attackierte, und mit kalten Wasser begossen auseinanderbarst. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Küche darf man rauchen. Im Klo ist Hitler. Ich esse sehr viel.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Später: Ich greife nach meinem Taschentelephon. Betrunken macht mich gleichzeitig lustiger und nervöser. Ich glaube ich sage lustige Sachen. Alle lachen.  Vielleicht sagt auch jemand anderes lustige Sachen, ich lache fast pausenlos. Mein Gesicht verkrampft. Ich fühle mich gar nicht mehr so langweilig. Ich greife nach meinem Taschentelephon. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Balkon: Grosser Kran, Weihnachtsbaum, ich habe ihn geschmückt, sagt er immer wieder.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zürich ist schnell zurück. Unangenehm. Basel oder Berlin, sage ich immer, falls ich denn wählen sollte. Tant pis. Zürich. Kifkif. Es bleibt. Ahh.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich will kuscheln.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein Rechner gibt nach. Daten gehen verloren. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Rutsch in die Vergangenheit. Mir gefällt das Licht jetzt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich schlafe besser. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es sind Plagen. Biblische Plagen, die meinen Rechner befallen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich träume von abscheulichen Insekten. Jemand isst eine.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich bin noch immer krank.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Will knutschen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Arbeiten abreiten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich denke über das Wort nach.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Er war ja noch in Narkose. Ein bisschen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich pfeife auf die Daten. Sie werden jetzt noch besser, sagt mein Vater.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kekse backen. Viele, viele Kekse.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich dekoriere.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Versuche zu fasten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jetzt: Rückenschmerzen, der Hocker presst in meine Beine, mein Hintern hängt in der Luft, mein Bauch presst gegen meine Schenkel, meine Arme drücken gegen die Kante des Schreibtischs, meine Handballen ruhen auf dem warmen Rechner, die Finger tippen im Schein der Lampe, die auch die trockenen braun und violetten Blumen, die grüne Sukkulente, die knotigen Äste im Glas, die Kerze in der Schlange, Teile eines Kabels, eines Blattes, zweier Magnete, einer Münze, eines Gummibands beleuchtet. Staubschatten ziehen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sehe sie nicht, sie ist abgetragen, vom Ding auf die Haut, ins Duschwasser: Déformation professionelle. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3748183487042790913?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3748183487042790913/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3748183487042790913&amp;isPopup=true' title='8 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3748183487042790913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3748183487042790913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/12/protokoll-2711-912.html' title='Protokoll 27.11 – 9.12'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3817455301445170733</id><published>2008-12-03T17:00:00.001+01:00</published><updated>2008-12-03T17:03:50.048+01:00</updated><title type='text'>Camper</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Durch das komplexe Gefühl der Druckwinkel welche die Kelle in meine Hand leitet, weiss ich, dass unten im Topf ein schweres, dickflüssiges Käsesediment ruht, während darüber sichtbar weniger Käse, als pures Fett, Weisswein, Kirsch und Maizena-Klumpen herumplätschern. Mein Getränk, Becks Gold, schmeckt wahnsinnig gut. Gleich ist das Fläschchen leer. Sie kehren in die Küche zurück. Gemäss Anleitung sollte das Fondue bereits seit mehr als zwanzig Minuten „lecker und sämig“ sein. Es ist mir ein bisschen peinlich. Sie finden es lustig, ich also auch. Ich bekomme einen dicken Kuss, gebe die Kelle ab, und renne ans offene Fenster um auch kurz zu rauchen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine helle Nacht. Es hatte geschneit. Die Stadtlichter, vom frischen Weiss reflektiert, beleuchten den Himmel stärker als sonst. Das Haus liegt am Kopf einer Strasse von etwa hundertfünfzig Metern länge. Das Fenster liegt etwa in der Mitte der Fassade, schaut etwa der Mitte der Strasse entlang, auf die Mitte des roten Hauses am gegenüberliegenden Kopf. Flankiert von hohen Häuserreihen, nicht ganz so hohen Bäumen, und schräg parkierten Fahrzeugen, sieht die kurze Strasse aus wie ein schmaler Hof. Wenn ich mich nicht aus dem Fenster lehne, bricht nichts die grobe, starke Symmetrie der Aussicht. Fassaden in Farben, repetierte Fensterkästen, repetierte Ornamente, Balkonregimente. Ich denke an Gerhard Richter. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Linien oder Kästchen?“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Kästchen!“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diesen Teil Berlins kenne ich kaum. Dennoch bin ich sehr ausgerichtet. Links und nochmals links ist die U-Bahn. Geradeaus und rechts ist ein Kaisers und eine Apotheke. Rechts und nochmals rechts ist der Weltempfänger und von dort komme ich problemlos zum Rosenthaler Platz von wo ich problemlos überall hin komme. Das Ghettogefühl schwindet. Die vielen zuvor von Taxifahrten und Vodkascheiben isolierten Stadtteile schmelzen mit jedem Besuch stärker ineinander, und jetzt scheint Berlin doch grösser als Mitte, Berghain, und Tegel. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir schütten noch mehr Käse in den Käse. Dann noch mehr. Bald ist es ein Kilogramm. Ich fühle mich zuhause. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3817455301445170733?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3817455301445170733/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3817455301445170733&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3817455301445170733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3817455301445170733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/12/camper.html' title='Camper'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5460544390742959674</id><published>2008-11-23T19:25:00.001+01:00</published><updated>2008-11-23T19:28:16.003+01:00</updated><title type='text'>We pretend that he is Parson Brown</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von Friedrichshafen nach Ulm fahre ich im Dieselbummler. Das Diesel treibt Motoren, die an Generatoren gekoppelt, den elektrischen Antrieb speisen. So ist das Kraftwerk in der Lokomotive eingebaut, und der Zug fährt unabhängig der Spannungsleitungen über den Geleisen. An Bahnhöfen sieht man grosse Tanks neben Rangierschienen stehen, da besorgen die Lokomotiven ihren Treibstoff. Das sind Lastwägen auf Schienen, laut, dreckig und stinkig. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf der Fahrt sieht das Land trostlos aus. Braun verbrannt und aufgeweicht. Ich erinnere mich, dass ich sehr ähnliche Eindrücke auf meiner letzten Fahrt ausführlich wahrgenommen und beschrieben habe. Immer wieder fällt mir, erstaunlicherweise vor allem im Süden Deutschlands, ein schwerfälliger Dreck auf, der über dem Land liegt. Ich vermute gerne, dass dies mit den Kriegen zusammenhängt. Man könnte in Anlehnung an Nietzsche denken, dass nach der Zerstörung ganz neue, fantastische Blumen durch den Schutt drücken und gegen einen freien Himmel wachsen. Aber das Neue erfordert die absolute Zerstörung des Alten. Das was hier wurde, keimte aus einem vergifteten Bodengemisch von Schutt und wiederverwertetem Schutt. Ein bastardischer Keimling, aus dem Gescheiterten und dem Verdammten gezogen. Von erster Stunde mit kranken, grauen Blättern. Der Dreck ist eine Altlast, gebunden im gut gemeinten Fensterglas der Plattenbauten, im Gussbeton der Autobahnen, in jeder Schnitte Hanuta, in der Luft. Wenn es windet erhebt sich die Last, schiebt sich durchs Land, dann fällt sie wieder, wie saurer Regen, und ätzt das Land und seine Bemühungen dahin. Dreck bedeckt die Welt, je nach Geschichte verleiht er dem Ort seinen Charakter: immer eine Art von Trostlosigkeit. Aber der Mensch fühlt sich darin zuhause, er spricht dann von Charme und von Patina.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Ulm steige ich in den ICE nach Berlin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schon letztes Mal auf dieser Strecke, kam es mir vor, als fahre der Zug in die falsche Richtung, zurück in den Süden, statt nach Norden. Endlich wird mir klar warum. Ich sitze jeweils mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, und weil die Kartographie es so eingebrannt hat, fühle ich vor mir immer nur den Norden. Und so wie ich in den vermeintlichen Norden blicke, falle ich zurück in den Süden, der in Wirklichkeit Norden ist. Erst nach dem Kopfbahnhof Frankfurt am Main, der den Zug seine Fahrtrichtung umzukehren zwingt, deckt mein innerer Kompass die Wirklichkeit, und ich habe wahrhaftig das Gefühl nach Norden vorzustossen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach Fulda tippe ich die heutige Portion der Strahlungen nieder. Ernst Jünger im Krieg. Marsch durch Frankreich, leere Häuser, eilig verlassen, die halbvollen Gläser noch auf den Tafeln. Tote Pferde mit geblähten Geschlechtsteilen. Abendessen und Übernachtungen in den Schlössern und Herrenhäusern am Wege. Die vielen Weinkeller. Die Besäufnisse der Soldaten. Der Raub. Und endlich der Verwesungsgeruch, erst aus Tanks am Weg, aus Niederungen in Wäldern, dann weil es für Gräber zu viele wurden, die hinterlassenen Toten auf der Strasse, auf den Feldern, wie vom Himmel gefallen. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit der Arbeit an seinen Strahlungen, entspannt sich mein Verhältnis zur Idee „Ernst Jünger“. Er ist kein Übermensch, wie es mir anfänglich schien. Seine Ergebenheit zur Order transportiert die Bedeutung seiner Mitleidsfütterungen halbverhungerter Mütter und Kinder ins Heuchlerische, Zufällige. Ausserhalb seiner Beschreibungen, in der sogenannten  Reflexion, vermitteln Jüngers Worte den Eindruck eine mir bereits lästigen Überheblichkeit. Dabei nimmt er einen Ton an, der mich dazu reizt, ihm sofort zu widersprechen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Daneben die Momente gefühlter Bruderschaft, seine Gedankengänge, seine Wendungen, die jenseits des Offensichtlichen und Wahrscheinlichen, meinen so erstaunlich ähnlich sind. Das Abtippen wird dies wohl noch verstärken. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Plötzlich Schnee, als ich aus dem Fenster blicke. Schnee durch gelben Nebel, und Frost an den Büschen. Damit ist der Winter angekommen, und einmal mehr habe ich mich im letzten Moment mit dem Kauf eines Schals, doch noch auf ihn einstellen können. Was Klima und Wetter angeht, ist die richtige Bekleidung einzige Antwort auf viele Sorgen: Forget Kioto. Go Shopping.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Zeit vergeht rasend. Von den siebeneinhalb Stunden spüre ich fast nichts, ausser dass die Luft doch immer schlechter wird. Nicht wie üblich, nähere ich mich Berlin heute ohne erhebliche Angst. Sonst hatte Berlin immer den Reiz des höllischen Lustgartens, etwas Abgrund, an sich. „Berlin“ klingt vage plötzlich, wie ein Platzhalter für ohnehin Unausweichliches. Dies im tiefen Untergrund. Darüber das Verlangen. Darüber die Freude. Darauf ein seltsam entspannter Kopf. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5460544390742959674?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5460544390742959674/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5460544390742959674&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5460544390742959674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5460544390742959674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/11/we-pretend-that-he-is-parson-brown.html' title='We pretend that he is Parson Brown'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4855847058318158874</id><published>2008-11-19T22:42:00.001+01:00</published><updated>2008-11-19T22:45:04.588+01:00</updated><title type='text'>The road is the road</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wieder in Friedrichshafen. Vor dem Hauseingang geraucht, mit der Hoffnung weniger zu rauchen, wenn ich mich dafür bewegen muss. Ich verbringe jetzt einfach mehr Zeit vor der Tür. Der Rauch wirbelt in der Spirale des Luftzugs an der Kante des Hauses in die Höhe, im Vorbeizug reizt er den Bewegungsmelder und reflektiert das Licht des erwachten Scheinwerfers, und zergeht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bis ich ein Ding überhaupt erkenne. Ein Ort, gerade ein Hauseingang, den man ohnehin bloss in Eile erfasst. Es passiert oft nur in den intensivsten Zeiten, dass ich mich soweit von meinen Gedanken löse, um Dinge in einem Licht zu erkennen, dass sie mir nicht gleich wieder entgleiten lässt. Zum Beispiel die Tür zu unserer Wohnung in Zürich, damals, vor der ich Stunden kotzend, schlafend, leidend, verbrachte, als ich im Suff meinen Schlüssel verloren hatte. Danach kannte ich die Tür. Und den Teppich. Und die Wand. Bis in die kleinsten Risse, und die Schatten, die Unebenheiten auf sie warfen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dies denke ich während des Rauchens, und erblinde dabei. Die Welt ist ein Museum, wir besuchen sie selten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das zuvor luftige Bauchgefühl hat sich nach zwei Wochen in tieferen Regionen gefestigt. Mein Körper zittert dabei auch nicht mehr, zumindest nicht aussen. Meines Magens und meiner Brust bin ich aber noch durchaus bewusst.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bald nach Berlin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4855847058318158874?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4855847058318158874/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4855847058318158874&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4855847058318158874'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4855847058318158874'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/11/road-is-road.html' title='The road is the road'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6414245369656204494</id><published>2008-11-06T23:27:00.002+01:00</published><updated>2008-11-06T23:39:32.802+01:00</updated><title type='text'>Cosmo Vitelli</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An meinem ersten Wochenende seit meiner Rückkehr habe ich mir die Bewegung gegeben, die mir in Friedrichshafen fehlte. Die Art Bewegung, die sich im Rückblick als Schleier zeigt, Farbe, und der Eindruck, dass sie zu Verwischen eine gute Sache war. Dann Leiden bis Mittwoch.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Abtippen der Strahlungen ist jetzt auch nötig geworden. Wenn ich einmal nicht dazu komme, bin ich unzufrieden. So kann man sich mit Gewohnheiten im Glück verkrallen. Wie beim Abwasch jeden Abend.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jeden Eintrag lese ich vor, während, und nach dem Tippen mehrmals durch. Die Sätze Ernst Jüngers formen sich steinern in meinem Hirn. Nicht der Vorbeiflug üblicher Lektüre durchs Bewusstseinsnetz, mit geringem Fang.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der mir fehlende Standort. Mein damaliges Zimmer in unserer Wohnung, die Schulen, die Läden, die Institutionen der Nacht. Es war ein festes Zuhause, gefasst in ein gut eingelebtes Programm kleinerer Zuhause. So wie es sich für mich gehörte, ein Leben an &lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;einem&lt;/span&gt; Ort, geformt seit meiner Geburt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bereits nach zwei Jahre habe ich diese Errungenschaft verloren und der neue Standort will sich nicht mehr so mühelos ergeben. Mein Zuhause auf dem Land, wie ein Museum, oder wie ein nabokovsches Hotelzimmer. Der Nachtflug. Die Wohnungen anderer. Der Zug. Die Nacht. Basel. Friedrichshafen. Der Gedanke an Berlin, an Kopenhagen, an jede Stadt die ich neu entdecke. Es drängt sich mir aber nichts auf, es ist ein Scheitern an der Wahl, Faulheit, Meinung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Durch diese Tage zieht nun auch das grosse Bauchgefühl.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6414245369656204494?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6414245369656204494/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6414245369656204494&amp;isPopup=true' title='5 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6414245369656204494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6414245369656204494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/11/cosmo-vitelli.html' title='Cosmo Vitelli'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3658692656512881910</id><published>2008-10-27T19:23:00.003+01:00</published><updated>2008-10-27T19:47:11.977+01:00</updated><title type='text'>Friedrichshafen Transitschlaufe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Letzter Abend in Friedrichshafen. Zehn Tage hat mich das Regime von Küche und Bett, Computer und Klo verkocht. Es ist, wie wenn ich regelmässig  lange ausschlafe, ich werde immer langsamer und müder. Dennoch, Arbeit ging voran. Zunächst ganz unbeschwert, dann merklich anstrengend, jetzt nur mit grossen Kuchenkeilen Agnes-Bernauer, und der Lektüre aller Tim und Struppi Bänder, zwischen kurzen Phasen der Konzentration, ein, zwei Mal am Tag. Ich glaube nicht, dass ich genug getan habe, um darin einen Gegebenheit zu akzeptieren. Gleichzeitig wird es immer schwieriger zu erkennen, was ich falsch mache, immer mehr kann ich ausschliessen. Derweilen spüre ich die neuen Fettzellen, die mein Hemd beim Sitzen spannen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein Arbeitstisch im Erkerfenster ist ausgelegt wie ein konzeptuelles Kunstwerk: Die Ausführung ist zweitrangig. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Mitte des schweren Eichentischchens mein Laptop, darüber hängt ein regelbares Licht, durch eine plan-konvexe Linse streut es einen Kegel auf die Tastatur. Links ein Krug Wasser, ausgedruckt, „Notes on Camp“ von Susan Sontag, Auführungen zu Mutismus von Wikipedia und die Zeugenaussagen von Charles Manson, November 1970. Rechts, „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt, darauf das Wasserglas, eine Leica Digitalkamera und ein Kugelschreiber. Auf Notizen für Interviews, „Strahlungen I“ von Ernst Jünger, P&amp;amp;S Filterzigaretten, Softpack, ein durchsichtiges Plastikfeuerzeug, rosa, ein Aschenbecher mit Elefantenmotiv. Auf der Lehne meines Stuhls ein alter senfgelber Kaschmirpullover, mit geflicktem Loch. Und schon wenn ich an den Arbeitsplatz herantrete, höre ich wie das Sprungfederpolster unter meinem Gewicht furzt, und mir geht die Lust aus, etwas anders zu tun, als, anstatt zu stehen, einfach nur ruhig zu sitzen. Ich bin auch abergläubig, mit jedem Anblick des Arbeitsplatzes kommt der Gedanke an die Arbeit, die Verkopfung, die Köpfung. Manchmal hilft Zeit, vielleicht Zwang. Meistens weiss ich nicht was helfen könnte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vor etwa zehn Jahren in Marfa, Texas, wohnten wir für ein paar Wochen auf dem Gelände Donald Judds Chinati Foundation in einer ehemaligen Militärbaracke. Am Abend gingen wir durch die anderen Baracken, sie zeigten Kunst, meine Liebste, die Installation von Ilya Kabakov „School No 6“: Nachgestellte Schulräume, scheinbar gerade erst und hastig verlassen. Umgefallene Stühle, Türen im Wind. Eine Katastrophe ist über den Ort gefallen. Wahrscheinlich Chernobyl. Ich stellte mir dabei gerne Zusätzliches vor, ein Alarm, Kindergeschrei, den metallischen Geruch der Radioaktivität, knisternder Tod. Gestern träumte ich davon und spürte in der verlassenen Schule die Macht des Grabräubers. Nichts von Angst. Ich zerschlug die Vitrinen und warf eingelegte Krüppelföten gegen die Wand. Ich steckte Füllfederhalter aus den Etuis in meine Taschen und ass von den vergessenen Brötchen. Ich pinkelte neben die Toilette. In der Nacht wurde es kalt, und ich merkte, dass ich keine Jacke hatte. Nicht dabeihatte, gar nicht besitze. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Morgen Abend mit der Fähre zurück über den Bodensee.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3658692656512881910?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3658692656512881910/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3658692656512881910&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3658692656512881910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3658692656512881910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/10/friedrichshafen-transitschlaufe.html' title='Friedrichshafen Transitschlaufe'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3541563040796415892</id><published>2008-10-23T16:46:00.008+02:00</published><updated>2008-10-23T18:59:13.792+02:00</updated><title type='text'>Nasses Denken</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit einer Woche weile ich in Friedrichshafen. Das heisst, an einem Tisch, vor einem Erkerfenster und in einem schmalen, lauten Bett, zwei Stockwerke höher. Ich bewege mich fast gar nicht mehr. Manchmal drehe ich den Stuhl zur Seite und stütze meine Füsse auf eine Bank, zur Lektüre zwischendurch: Die Tagebücher von Ernst Jünger. Dann tippe ich sie ab. Zwei bis drei Einträge pro Tag. Es ist Tipp- und Schauarbeit. Hin und zurück mit den Augen, weil die Hände noch nicht ganz selbständig auf die Tasten wirken. Das Ziel der Übung, der genaue Blick auf die Worte und das Gehör für ihr Gewicht im Satz, bewusst und unbewusst das Gute zu verinnerlichen. Zu jedem abgetippten Eintrag füge ich ein Bild hinzu, die Auswahl des passenden Motivs ist der Zucker für den Esel. Dann lade ich die Arbeit auf den Weblog: Strahlungen 2010. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich habe einen Stapel Comics im Haus gefunden, darunter die ganze Serie von Tim und Struppi. Das war die Lektüre meiner Jugend. Ich entdeckte diesen Comic auf der Insel Port-Cros, es war das Band „Les Bijoux de la Castafiore“, die Verkäuferin im Kiosk meinte zu meiner Mutter: Ihr Sohn kann doch gar nicht lesen, und schon gar nicht Französisch. Auf der Reise zurück in die Schweiz studierte ich die Bilder, nachher wurden mir die Worte vorgelesen. Darauf kauften wir in der Zürcher Buchhandlung Payot den Rest der Bänder, alle paar Wochen eines. Entweder auf English oder auf Französisch, auf Deutsch gab es sie noch nicht. Nun liegen sie gut abgegriffen in einer Kiste. In Friedrichshafen treffe ich wieder auf meine alten Helden, ein wiedersehen mit alten Freunden, sofort vertraut.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das auf die Lesung folgende Fest am letzten Samstag hatte mich wie erwartet überfordert. Acht Stunden bin ich herumgeschlichen, je mehr die anderen tranken, je leiser wurde ich. Alle Klischees des beobachtenden Abstinenzlers erlebte ich einmal mehr als einleuchtend. Es sind unvergleichbare Zustände. Die Urteile der Trinker und der Abstinenzler gegeneinander, berühren sich nicht. Beide sind auf ihre Art betrunken und verklärt. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An solchen Abenden werden Menschen durchlässig. Wie Wassersäcke mit Löcher drin. Je später es wurde, umso mehr fiel aus ihnen heraus. Gegen Ende war es wie eine Bruderschaft einst gestärkter Tücher, die nun in ihren eigenen Lachen auf dem Boden lagen. Auch ich zerfiel, bloss in harte Stücke. Das bin ich mir nicht mehr gewohnt, das Schöne an meinen kürzlichen Exzessen war, dass ich, oft aber auch immer seltener, am nächsten Morgen sagen konnte: Wir haben alles richtig gemacht. Das kann ich nun trotz Abstinenz an keinem Morgen sagen. Verstärkt wird das Gefühl durch meine Substitutarbeit als Ernst Jünger Jünger, und der Einsicht, dass die letzten zwei Kapitel meines neuen Buches reine Seitenschinderei waren. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Kronenhalle steht an der Decke geschrieben: Im Gewerke liegt die Stärke – Durch den Hammer spricht die Kraft.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Warum auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein paar Tage bleibe ich noch. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3541563040796415892?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3541563040796415892/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3541563040796415892&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3541563040796415892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3541563040796415892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/10/nasses-denken.html' title='Nasses Denken'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5767378939688574380</id><published>2008-10-18T09:15:00.008+02:00</published><updated>2008-10-20T17:50:22.445+02:00</updated><title type='text'>Pauschalität und Toleranz</title><content type='html'>Wieder einmal in Friedrichshafen: Es zieht mich weiter in den Norden, aber ich weiss dies ist ein Zwischenstopp. Wie immer bin ich für eine Auszeit, Wegzeit hier, in der ich hoffe besser und öfter arbeiten zu können, als an den altbekannten Orten. Nachtflug. Schreibtisch. Bahnhof und Zug. Die alten Orte bringen alte Zeit mit sich. Auf den Orten lastet das Geschehen. Im Nachtflug liegt zum Beispiel die Studiumszeit, das Lernen für die Philosophie Prüfungen, das Bier, die Abstürze. Ein Bauchgefühl sagt mir, regelmässige Ortswechsel dienen dir. Ich bin auch für eine Lesung in Friedrichshafen, vom Autor des Buches mit einem der besten Titel je: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Wochen war ich eine Woche weg. Versumpft. In Basel, in Zürich, Agglomerationen. Ein langer Rausch, den weiterzuführen immer einfacher wurde. Das Ende setzten die körperlichen Schmerzen. Nicht das Gewissen, wie man vermuten könnte. Das schlechte Gewissen kam erst später. Daraus resultierte grosse Produktivität. Nach ein, zwei Tagen Erholung, stürzte ich mich ins Schaffen. Ich dachte, vielleicht sind es Wellen. Immer öfter sehe ich die Wellenform im Leben. Ich dachte, vielleicht bin ich einer dieser, die schubweise schlechte Gewissen generieren, und schubweise gute. In meinem Fall das Auf und Ab von Absturz und Arbeit. Das eine provoziert das andere. Wenn ich zu lange ausgehe, drängt sich mir die Arbeit auf. Wenn ich zu lange arbeite, drängt sich mir das Ausgehen auf. Und die Axiome der Überlegung: Arbeit heisst Nüchternheit. Ausgehen heisst Abstürzen. Mir wurde der Mittelweg vorgeschlagen, der goldene, schon immer hätte in ihm die Lösung gelegen. Die weisse Linie in der Mitte der Strasse? Sie interessiert mich nicht. Sie ist wie die Wüste, der langsame Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend werden sich viele Menschen in einer Friedrichshafner Buchhandlung einfinden. Es wird eine Ansprache geben. Der Autor wird vorlesen. Das Publikum wird klatschen. Vielleicht eine oder zwei Personen werden fragen stellen. Die Fragen werden beantwortet werden. Es wird Häppchen geben. Eine Musik wird spielen. Staub wird langsam von der Decke fliegen. In die Gläser, auf die Häppchen, auf die Köpfe. Die Bücher in den Regalen werden Neues ins Papier aufnehmen. Parfüm. Den Rauch einer angezündeten und ausgemachten Zigarette. Das Furzen einer Kongregation. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde Freunde umarmen. Bekannte erkennen. Und immer mehr zur Seite stehen. Nach ein paar Worten und ausgepresstem Gelächter in die Ecke gehen. Die dummen dummen Weiss und Rotweingläser, die schwäbische Geselligkeit, der Schweizer Hochmut, die Autoren und die Nicht-Autoren, die Brötchen und die Mundecken, die Schuppen und die Nasenhaare, der Speichel und der Talg. Es lässt sich nichts darauf einstellen. Die Abend wird mich stechen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5767378939688574380?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5767378939688574380/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5767378939688574380&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5767378939688574380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5767378939688574380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/10/pauschalitt-und-toleranz.html' title='Pauschalität und Toleranz'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4274962376700963712</id><published>2008-10-16T17:34:00.004+02:00</published><updated>2008-10-16T17:44:20.732+02:00</updated><title type='text'>"So schreibe ich jeden Tag, auch wenn ich selbst nichts schreiben mag."</title><content type='html'>&lt;a href="http://strahlungen2010.blogspot.com/"&gt;Strahlungen 2010&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4274962376700963712?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4274962376700963712/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4274962376700963712&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4274962376700963712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4274962376700963712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/10/nebenbei.html' title='&quot;So schreibe ich jeden Tag, auch wenn ich selbst nichts schreiben mag.&quot;'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6938772186717686756</id><published>2008-10-01T21:59:00.002+02:00</published><updated>2008-10-01T23:30:11.923+02:00</updated><title type='text'>Plötzlich diese Übersicht</title><content type='html'>Bin ich letzthin ausgegangen und da ist es schief gelaufen. Wie öfter. Kurz ein Bier dann heim, der Vorsatz vor dem ersten Schluck verworfen. Viele unbesorgte Stunden später dann das schlechte Gewissen, und alle anderen Gewissen, scharfkantig am Boden. Alt bekannt. Vor der Klinik nach der Klinik. Mal grössere Scherben, mal kleinere. Dies und das wir wissen schon was. Man kann es die Jugend nennen, oder das Leben, und dann weiter gehen. Die Trümmer der Jahre haben sich so gehäuft, dass man mit Sprung im Schritt gehen kann, man ist auch höher als die anderen, geht auf Plateauschuhen, oder, Schuhen mit viel Schlamm auf dem Profil. Das kann man Erfahrung nennen, oder den Lauf der Dinge, und dann weiter gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schweizer Hofkünstlerpaar Fischli/Weiss hat vor Jahren einen Film gedreht und ihn „Der Lauf der Dinge“ genannt. Es beginnt mit einem verwurschtelten Müllsack der sich entwurschtelt und dreht und dreht und in Folge der drehenden Entwurschtelung sich in die Länge zieht, der Gravitation entlang nach unten. Bald berührt er einen weiteren verwurschtelten Müllsack der sich in Folge der Berührung selbst entwurschtelt und, alsbald er sich in die Länge zieht und in seiner Breite abnimmt, einen beschwerten Reifen von sich fallen lässt der auf eine Waage kippt die ihr Gleichgewicht verliert und eine Flasche zum kippen bringt die in einem ätzenden See ausläuft der Schaumstoff zersetzt der einen Stuhl stützt der seine Stütze verliert und man kann sich vorstellen, eine unterhaltsame Arbeit, akribisch, erstaunlich. Die Idee der Arbeit, die Umsetzung, und das Endprodukt, die Videokassette selbst, heute die DVD, das alles sind Läufe von Dingen. Sicherlich leuchten alle damit verbundenen Metaphern ein. Wir wissen was wir betrachten. Wie kennen es aus ‚dem Leben’. Und dann sieht der Betrachter in seinem katastrophalen Nachteil gegenüber dem Stein diese fantastische Kettenreaktion auf dem Bildschirm und sagt vielleicht, ach schön, die Vernetzung der Dinge, der andere sagt womöglich, ach schön, die Linearität des Seins, und noch einer sagt, ach bitte, wer hat denn überhaupt diesen ersten Müllsack verwurschtelt? Und so sitzen alle und denken und freuen sich oder nicht und merken vielleicht, ja, da sind wir, weitere Glieder in der grossen Kette, wir sind Müllsäcke, und dieser Film hat uns verwurschtelt. Und dann sitzen wir vor dem Schirm, der Film ist längt gelaufen, und das Leben geht weiter. Das Leben geht weiter. Es wird weiter verwurtschtelt und entwurtschtelt. Der Lauf der Dinge. Laufen ist kriechen und lieben und trinken und pflanzen und töpfern und rudern und betrügen und vergnügen. Die Dinge sind die Dinge die wir Dinge nennen. Sachen. „So Sachen halt.“ wie man zu schreiben pflegte. Alles. Und so läuft es mit den Dingen. Sachen passieren mit ihnen. Ein bisschen überfordert, faul, unwissend sitzen wir wie Zwerge im Staub. Über uns rattert die grosse Kette. Wir greifen nach ihr. Mit viel zu kurzen Armen. Wir sind versucht zu sagen, ach, tant pis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, nach meinen neulichen nächtlichen und täglichen Versagen. Als ich mit dem Kater erwachte. Als ich kein Wort herausbrachte. Als, als. Meine erwartungsvollen Augen blickten in erwartungsvolle Augen. Mein enttäuschtes Gesicht starrte in ein enttäuschtes Gesicht. Ich habe in den Lauf der Dinge gekuckt und so sehr gehofft er würde sagen, ja, ich bin der Lauf der Dinge und Shit Happens.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6938772186717686756?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6938772186717686756/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6938772186717686756&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6938772186717686756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6938772186717686756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/10/pltzlich-diese-bersicht.html' title='Plötzlich diese Übersicht'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4991812463492024706</id><published>2008-09-22T15:45:00.001+02:00</published><updated>2008-09-23T13:01:57.702+02:00</updated><title type='text'>Wo Gott wohnt</title><content type='html'>„Selbstinszenierung das bessere Theater!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ohne könnt ich nicht“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich weiss“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mein Leben war immer grösseres Kino.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du machst das aber auch verdammt gut. Ich finde leben ohne Kinopotenzial ist ein ungelebtes Leben. Davon will ich nichts wissen, unter meiner Würde.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja. Bitte immer Kino.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Grosses Kino?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Riesiges Kino!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oscar?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Klar. Jede Kategorie. Best everything!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das schaffen wir?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das schaffen wir!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ist doch eh alles nur ein Spielchen. Malen nach Zahlen. Modelschiffe bauen. Pornobildchen machen. Seinen Arsch verkaufen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich habe Ketamin im meiner Medizinkiste.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ketamin du Elfe!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je mehr von der Flüssigkeit im Löffel verdampfte, umso reiner wurde das Ketamin, am Schluss brutzelte es laut und explodierte in weissen Popcornkristallen auf den schwarzen Tisch. Zerdrückt und zu einem gelbweissen Haufen geschoben lag der Stoff bereit. Meine letzte Erfahrung damit war nicht so toll. Das war die Sache in Winterthur mit Putin und dem Schwanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise zum Burning Man Festival in Nevada war der Bruch den ich dringend brauchte. Viertel Nach Handgelenk ist vorbei. Das Buch hatte mich immobilisiert. Mellow Yellow Retardation. Jetzt sind die Folgen des Buches Nebenerscheinungen, sie erscheinen neben anderem, also: es gibt jetzt dankeschön auch anderes. Ich hatte so sehr befürchtet das Autorenrollenspiel würde einfach verblassen bis ich wieder in der Vergangenheit ankomme. Als ich kürzlich in den Studios von Star TV über das Buch sprach, fühlte es sich an, als berichte ich von einer Kindheitserinnerung, einer dieser, die genausogut Fiktion sein könnte. Ach, wollte ich fast sagen, lassen Sie mich doch in Ruhe, sie kommen viel zu spät, das ist alles schon längst vorbei. Aber ich kenne das Spiel und sprach weiter: „...und Rot steht für Fisting, Silber für Elektroschock...“ Der Mund spricht von alleine. Mein Kopf denkt: Soll mein neuer Held auch Pippin heissen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flüssigkeiten sind gefährlich zu dosieren. Mit Pulver ist es einfacher. Entweder ist es eine Nase zu viel, eine Nase zuwenig, oder ein perfekte Nase. Und im Falle von Ketamin, ist eine einzige volle Nase genau richtig. Zuerst brennt es schrecklich an den Schleimhäuten, es vergeht, und nach ein paar Minuten setzt die Wirkung ein. Der Unterschied zwischen meinem Körper und der Umgebung wird immer geringer. Der Fussboden verbindet sich mit meinem Rücken. Mein Körper ist eine Hülle von vielen. Ich spaziere durch sie hindurch. Willkommen daheim.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4991812463492024706?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4991812463492024706/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4991812463492024706&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4991812463492024706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4991812463492024706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/09/wo-gott-wohnt.html' title='Wo Gott wohnt'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3547310208321820395</id><published>2008-09-20T13:14:00.005+02:00</published><updated>2008-09-21T09:29:17.440+02:00</updated><title type='text'>Pure Reason Revolution</title><content type='html'>Ich bin nicht Überarbeitet. Ich bin nicht verliebt. Ich weiss nicht mehr was ich hier schreiben soll. Es kommt nichts. Ich sehe auf meinem Schreibtisch das Dokument: blog. Und ich denke daran was ich diesem Dokument alles zu verdanken habe. Und ich denke: Ach, vorbei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3547310208321820395?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3547310208321820395/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3547310208321820395&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3547310208321820395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3547310208321820395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/09/pure-reason-revolution.html' title='Pure Reason Revolution'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-4982879304234732349</id><published>2008-08-16T11:41:00.002+02:00</published><updated>2008-08-16T11:44:55.800+02:00</updated><title type='text'>Burning Man</title><content type='html'>Im Feuer brennt ein Gesicht, es schmilzt dahin, grauer, fettiger Rauch zieht aus den Flammen, es stinkt nach süsser Wurst und verbrannten Haaren, kullerndes, bröckelndes Schmalz brennt heiss, das Fleisch wird zum Docht, die Venen kochen und platzen, zischend laufen die Augen aus und verdampfen und verkohlen, zurück bleiben qualmende Höhlen und gemächlich glühende Knochen und ein Riss in der Erinnerung der reglos kotzenden Menge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-4982879304234732349?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/4982879304234732349/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=4982879304234732349&amp;isPopup=true' title='5 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4982879304234732349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/4982879304234732349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/08/burning-man.html' title='Burning Man'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8540627599532246054</id><published>2008-08-15T16:40:00.004+02:00</published><updated>2008-08-15T16:51:55.712+02:00</updated><title type='text'>Alles war nicht so</title><content type='html'>Jetzt muss ich aufpassen, nicht in den Worten der Journalisten zu denken.  Im Zweifelsfall, wenn die Erinnerung ausfällt, teilt sich meine Vergangenheit in öde Spalten auf: &lt;br /&gt;„Als Kind war er Autist!“ &lt;br /&gt;„Wohlstandsverwahrlostes Goldküstenkind!“ &lt;br /&gt;„Er warf mit Geld um sich, als gäbe es keine Limite!“&lt;br /&gt;„Und dann passiert so was!“&lt;br /&gt;Auf Alkohol aus der Uni gerutscht. &lt;br /&gt;In die Drogenfalle gefallen. &lt;br /&gt;„Und dann schreib er seine Autobiographie!“&lt;br /&gt;Die Klinik und die Läuterung. &lt;br /&gt;Heute pleite aber glücklich.&lt;br /&gt;Läuterung Schmäuterung. &lt;br /&gt;Jetzt oszilliert es einfach anders als früher. Nach der Klinik war es flau, die Höhen und die Tiefen waren verschwunden. Jetzt vibriert es wieder, aber mit erfreulicherem Resultat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bewege mich an und zu Orten und Leuten. Anstatt jeden Abend alleine ins Diamante zu gehen und mich ins Koma zu trinken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein Autor mit einer Veröffentlichung. Anstatt ein Typ mit einem Blog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bastle Lichtinstallationen. Anstatt sie nur zu skizzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche einen sogenannten Job. Anstatt auf ein Wunder zu hoffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich esse. Anstatt zu kotzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und manchmal frage ich mich, was war den früher, was war den vorher? Und ich bin mir nicht sicher. Ich kann mich eigentlich gar nicht an früher erinnern. Wie fühlte ich mich denn früher? Wie war ich denn früher? Eine andere Person, ein Ausländer, irgendwer. Vielleicht der: „Etwas danebengeratenes Einzelkind von Durchschnittsmehrbesseren!“ Wiebitte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Früher warst du witziger.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich nehme Dinge ernst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Selbstmord?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich würde mich nicht umbringen bis es sehr ernst ist.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Vielleicht ist dies das Problem.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Dass du nichts machst, bis es ernst ist.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8540627599532246054?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8540627599532246054/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8540627599532246054&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8540627599532246054'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8540627599532246054'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/08/alles-ist-nicht-so.html' title='Alles war nicht so'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-7653207533404866126</id><published>2008-08-05T11:54:00.007+02:00</published><updated>2008-12-11T21:52:23.561+01:00</updated><title type='text'>Protokollauszug</title><content type='html'>22.7.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren endlich an unseren Arbeitsplatz: ‚Under Vand’. Durch die Panoramafenster der saubereren, führerlosen Metro sehen wir die high-tech Banlieue vorbeiziehen. Milliardenimmobilien, Luxusghettos, mit Zombies drin. Die "World's best Metro" verbindet diese Geisterstädte mit dem alten Kopenhagen. Zwischen den exklusiven Wohnblöcken stehen halbverblichene Wiesen mit verlassenen Spielplätzen brach. Sie werden in den nächsten Jahren verbaut. Eine Tafel kündet das "Winghouse" an, eine geschwungenes Glas-Dings, dem Flügel eines Tier-Dings nachempfunden. Neben der Baugrube steht ein weiterer Block. Asymmetrische Fenster, schwebende Zackenbalkone. Anscheinend nach optimaler und fairer Sonnenzeitverteilung berechnet und magisch an die Fassade geklebt. Das nächste Gebäude steigt wie eine Treppe in den Himmel, einer Gebirgskette aus Aluminiumplatten entlang, sie versteckt ein riesiges Parkhaus im Bauch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bewohner dieser Blöcke starren einander in die Wohnräume. Glasfront gegenüber Glasfront. Aber man sieht keinen einzigen Feldstecher vermeintliche Privatsphären provozieren. Es ist eine Schamparade. Stupide Möbelarrangements stehen spalier, und kein Mensch weit und breit. Wir ziehen an hunderten verglasten Wohnzimmern vorbei und ich denke: Dies ist der Tod! Städteplanung from Hell! Aber trotzdem beeindruckend. Architekturbüro BIG erzielt WOW.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach fünfzehn Minuten Fahrt erreichen wir die Station Ørestad, so heisst diese entstehende Vorstadt. Im alten Stadtzentrum von Kopenhagen herrscht Höhenparanoia, kein Gebäude überragt das Rathaus. Hier, in mitten der windigen Peripherie hingegen, sticht ein schwarzer Monolith in die Höhe, die Headquarters von Ferring Pharmaceuticals, direkt gegenüber der Station. Vom Metro Trassee sieht man auf den Vorplatz des Geschäftshauses, in seiner Mitte ein grosser rechteckiger Teich, grünlich Blauschwarz schimmernd, mit vierzig Quadraten versehen. Es sind die Fenster zum unterirdischen Velokeller. Dies ist unser Raum, sprichwörtlich unter Wasser, auf Dänisch: Under Vand. Mit einem Glaslift gleiten wir vom Trassee auf die Erde. Der Platz um den Teich ist aus schweren Granit, das Ferring Gebäude glänzt Schwarzorange, gegenüber steht das riesige Einkaufszentrum „Field’s“. Wir befinden uns jetzt im offiziellen Zentrum von Ørestad. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgroACd9zI/AAAAAAAAAMA/aCz_0i3H_XQ/s1600-h/1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgroACd9zI/AAAAAAAAAMA/aCz_0i3H_XQ/s400/1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230978933395945266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgroYEvgxI/AAAAAAAAAMI/mtKukYPdoaM/s1600-h/2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgroYEvgxI/AAAAAAAAAMI/mtKukYPdoaM/s400/2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230978939847934738" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgro5v0sFI/AAAAAAAAAMQ/_uhUneQtECY/s1600-h/3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgro5v0sFI/AAAAAAAAAMQ/_uhUneQtECY/s400/3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230978948886999122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgrpLaiQmI/AAAAAAAAAMY/OESw_0hYuJM/s1600-h/4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgrpLaiQmI/AAAAAAAAAMY/OESw_0hYuJM/s400/4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230978953629549154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgrpQCVnnI/AAAAAAAAAMg/FFKvCkeO0mk/s1600-h/5.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgrpQCVnnI/AAAAAAAAAMg/FFKvCkeO0mk/s400/5.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230978954870234738" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-7653207533404866126?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/7653207533404866126/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=7653207533404866126&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7653207533404866126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/7653207533404866126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/08/protokollauszug.html' title='Protokollauszug'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_wuxjjAi93ys/SJgroACd9zI/AAAAAAAAAMA/aCz_0i3H_XQ/s72-c/1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5043926205592185270</id><published>2008-07-22T18:26:00.004+02:00</published><updated>2008-07-23T00:07:42.597+02:00</updated><title type='text'>Interregio Oder: Reisen für den kleinen Mann</title><content type='html'>Im Zug ohne Schnauze, von Hamburg nach Kopenhagen, herrscht irgendwas. Nicht die Deutsche Bahn. Keine Klassen. Die Sitze sind alle gleich. Bequem. Wie Lenin, korrekt: Ein Rolls Royce für jeden. Vielleicht ohne Räder. Aber zumindest ein Rolls Royce.&lt;br /&gt;Es hat Mädchen mit blonden Rastas auf meinem reservierten Platz. Auf englisch freundlich gehen sie mir aus dem Weg.&lt;br /&gt;Viele tragen kurze Hosen. Warum? Woher kommen sie? Und tragen Sandalen. Ich sehe viele nackte Füsse. Ich sehe viele lumpige Socken. Viele lose Kleider aus verbeulten Leinen und Wollen. Viele verlumpt aber gut geduscht, gut manikürt, gut englisch und irritierend hilfreich.&lt;br /&gt;Ein Vater, blond und lumpig aber sehr gut in rosa und hellblau und graubraun gekleidet, er steht immer wieder auf um Indern und Afrikanern beim Gepäckhochstemmen zu helfen. Er blickt mit grossen Augen umher, sucht Hilflose um Hilfe zu bieten, und dann springt er über seine Frau und hilft, er quetscht sich grob vorbei und hilft, er opfert seine Familie und geht in gutem Beispiel voran und hilft. Dann trinkt er JA-Apfelsaft und spricht zu seiner Frau, die einen Platz gerutscht ist, damit er besser helfen kann. Er spricht und blickt umher und sucht, aber alle sind an ihrem Platz, alle zufrieden, alle kauen auf ihren Wunderbars und trinken Saft und er kreuzt die Beine in den lumpigen Hosen,  verschränkt die Arme im rosa Pulli und ist wieder Vater und blond.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aussichten: Gegenüber sitzt ein Mittelalterlicher mit unsäglichem Kugelbauch. Auf der Höhe seines Bauchnabels ist sein Türkishemd aufgesprungen. Viel zu straff übers Fleisch gespannt, hat es nachgelassen, freie Sicht darauf. Um den Hals, an den Armen und Fingern trägt er üppigen Goldschmuck. Billig. Schlecht zumindest. Er schnarcht mit einem Fahrplan in der Hand.&lt;br /&gt;Neben ihm ein Junge, ich weiss nicht von wo, Deutscher, genausogut Amerikaner. Wir starren einander manchmal an. Er ist nicht klassisch hübsch. Aber ich schaue ja beides gerne an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schnarchen des Dicken hat bereits alle liebevoll lächelnd und zwinkernd verbunden. Der Vater hilft schon wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir ein Afrikaner, glaube ich, was auch immer das heisst. Niemand versteht ihn, hilflos stand er vorhin herum, bis ihm ganz, ganz besonders fest geholfen wurde. &lt;br /&gt;Von den Gepäckablagen taumeln Rucksacksachen. Alle haben Rucksäcke dabei. Es riecht nach nassen Kleidern und gut eingefurzten Sesseln und Babykotze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Dicke schlafwandelt mit seinen Armen. Sein Fahrplan fliegt plötzlich durch die Luft.&lt;br /&gt;Die Fahrt scheint schon nach Lübeck ewig. Und Windmühlen in der Ferne. Bauernstrom. Kraftwerke für die kleinen Männer auf dem Lande.&lt;br /&gt;Einige stehen immer noch. Die drei Wagen dieses kleinen Konvois sind voll. Und jetzt kommt der Barwagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die See in Sicht. Ich dachte es sei Nebel. Die See, die Klimadämpferin, die Walküre, die Sirene, die Salzgöre, die Schluckschlampe, die Hure, nein, nicht die Hure, das Land ist die Hure.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein Danke, keinen Kaffee und eure Sprache versteh ich auch nicht. &lt;br /&gt;Der Junge ist ausgestiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tiefe graue Wolken dösen über goldenen Ähren. Weiter oben rosa, dann blau. Draussen sieht es aus wie der blonde Vater. Es ist wirklich schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Land bröckelt. Die erste Brücke. Die Sonne geht unter. Die erste Insel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zug ist einfach in die Fähre geschlichen. Deshalb ist er auch nur drei Wagen kurz. Ich war ganz überrascht. Einfach rein. Bitte aufs Oberdeck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier gibt’s Tuborg und bleiche Pommes, bleiche Würste, alles rattert und frisst und kauft. Duty-Free. Save up to 30%!&lt;br /&gt;Ich gehe zum Panoramadeck. Alle knipsen. Ich knipse den Sonnenuntergang und die Schornsteine. Beides am deskriptivsten für die momentane Situation. Romantik und Pragmatik. Metaphysik und Physik. Natur und Natur. Ich rauche an die nasse Reling gelehnt. &lt;br /&gt;Unten im Bauch liegt der Zug abgeschlossen. Und LKWs und PKWs und FCKWs. Wenn wir untergehen, sind meine Hemden weg. Eigentlich, wenn wir untergehen, sind alle meine Kleider weg. Für die Zehn Tage habe ich Alles gepackt, und Alles reicht genau für zehn Tage. Alles war auch schon mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr nackte Füsse. Dicke bleiche Gesichter mit Sonnenallergie. Ein Hawaiihemd schwadroniert Schweiss durch die bleiche, fettige Luft. &lt;br /&gt;Sie kommen mit Tüten voller Alk und Tabak in die Caféteria gestampft, in viel zu grossen Schuhen. Ihre kurzen Hosen lüften die dampfenden Lenden.&lt;br /&gt;Ein Tuborg und ein Brötchen. Dann zurück an die Luft. &lt;br /&gt;Die Lichter vom Hafen kommen schnell näher.&lt;br /&gt;Muss man hier selber aufräumen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zug rollt aus dem Mund der Fähre. Der Vater verteilt Bonbons. Den Sonnenuntergang haben wir bereits maritim erlebt und jeder hat etwas zu lesen/tun. Lustige Gesellschaft. Einer neben einem Anderen, gegenüber zwei weiteren, neben weiterer solcher. Matryoshka des öffentlichen Verkehrs. Sobald ich über das Schnarchen des Nachbars schmunzle, hat der unbekannte Fahrgast am anderen Ende des Zugs ganz automatisch ein Lächeln für mich übrig. Sozialkleister diffundiert durch Phobie, und propagiert durch Zugluft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind irgendwo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Zuglicht spiegelt alles vor die Dunkelheit da draussen. Stunden vergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Baby schreit. Es hat einen Schlauch in der Nase, festgehalten durch hautfreundliches Klebeband, damit die kleine Nase später nicht gleich mitkommt. &lt;br /&gt;Als der Mann mit dem Kugelbauch seine Zeitung niederlegt, hat er ein feuchtes Auge. Die Träne verliert sich in den Falten unter dem Auge. Erweiterte Oberfläche und Kapillarkraft. Deshalb weinen alte Menschen so nass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater trägt jetzt eine Mütze mit Karomuster. Darüber Kopfhörer von Sennheiser. Am iPod Mini. In der Hand ein dickes Buch mit Bildern, viele hundert Seiten stark. Er erfasst jede und lange. Um den Hals ein Tuch, wie in Berlin, oder werweisswo. Kruste am Bein. Er ist ein Kind. Aber doch mit dem Goldring. An einem sauberen Finger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich merke endlich: Der dicke Mann hat ein verwaschenes Tattoo am Arm. Grün, etwas mit zwei gekreuzten Dingen hindurch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater kaut am Halstuch, dann am verzwirbelten Kopfhörerkabel. Dann nicht mehr. Vielleicht hat er alles aufgegessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das dicke Buch ist eine Sammlung von Comicbüchern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin so müde. Ich muss aufs Klo. Der neben mir schläft im Schlafsack, Füsse hoch, versperren mir den Weg. Das wird dann doch immer wieder zum Problem. Mein Unbehagen davor ihn zu wecken, ist grösser als das grosse Unbehagen der nötigen Blase. Schlafen geht nicht so gut, wenn ich aufs Klo muss. Andernfalls könnte aber auch ein Unglück passieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einseitig hilfreich mit dem Finger vor dem Mund aufgezuckt laute Amerikaner stinkende Schuhe Arschloch müde Nacken Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt kommt Kopenhagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5043926205592185270?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5043926205592185270/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5043926205592185270&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5043926205592185270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5043926205592185270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/interregio-oder-reisen-fr-den-kleinen.html' title='Interregio Oder: Reisen für den kleinen Mann'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3790189028242580595</id><published>2008-07-22T01:30:00.001+02:00</published><updated>2008-07-22T01:30:39.101+02:00</updated><title type='text'>Destrokk</title><content type='html'>Wir sitzen bei einer Kreuzung auf dem Teer. Die Signallichter blinken den betrunkenen Verkehr vertraulich durch die Nacht. Ein alter Mercedes rast vorbei und hupt. Wir schreien in feuchten Hosen zurück. Zwei aus New York. Zwei aus unfern, und ich. Ich bestelle irgendwie ein Grossraumtaxi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sind das unsere Freunde? Mögen die uns? Sind das Freunde, dass sie so hupen?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte mich dem Drogenkonsum ja nicht unbedingt anschliessen. Wir waren bei der Wahlfahrtskirche spazieren, rauchten zwischen den Rebstöcken eine Tüte und assen im Gutshaus des Grafs. Ich freundete mich während der Schlemmerpfanne mit Pfifferlingen und den Gläsern vom guten Weisswein gerne mit der Rolle des Aufpassers an: Nachher zum Haus fahren und zuschauen wie die Jungs verpeilen. Würdig taumelnd nach schlüpfrigen Armen greifen. Ausgeschüttetes zurück in die Rachen löffeln. Die Lautstärke mit edlen Tüchern dämpfen. &lt;br /&gt;Ich konnte nicht aufhören zu lachen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grossraumtaxi donnern AC/DC. Wir fliegen zum Erotik Center. Sonst ist nichts mehr offen. Alles ist laut und schnell. Wir schreien nur. Das Zerrbild meiner Hand in der Windschutzscheibe. Rote Nasen. Hinten schwimmen die Köpfe darin. Der Fahrer mag uns trotzdem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was ist denn mit euch passiert?“&lt;br /&gt;„LSD“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3790189028242580595?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3790189028242580595/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3790189028242580595&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3790189028242580595'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3790189028242580595'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/destrokk.html' title='Destrokk'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-806661331936402658</id><published>2008-07-20T22:48:00.001+02:00</published><updated>2008-07-20T22:48:47.329+02:00</updated><title type='text'>Walküren</title><content type='html'>Die Teppiche im Friedrichshafner Haus rutschen wie gewohnt. Irgendwann breche ich mir das Genick. &lt;br /&gt;Ich werde von der Küche kommen, gewissenhaft, spät nachts, in einer Hand der Teller mit Hackbraten, Senf und Brot, in der anderen das Glas Sanbitter. Die Lautsprecher werden rauschen, der Fernseher gepaust warten, der Fuss mit zu viel Elan auf den Teppich treten, der Teppich über die glatten Planken gleiten, und alles in die Luft gehen. Mein fliegender Körper wird einen schnellen Schatten in ungewohnte Winkel werfen, der Teller das Licht blitzend durch das Glas und die fliegend rote Flüssigkeit brechen und langsam aus der Parabel steigen und zu Boden fallen. Mein Kopf wird auf einem Bücherstapel aufschlagen, zuoberst eine schönes Bändchen Erich Fromm, der Braten wird an einer Kante Walser in viele leckere Teile zerbrechen, das Bitter lustig über einen Peter Frey plätschern und alles in einer bunten Katastrophe vor dem steinernen Elefanten liegen bleiben. Der Hund im Stock Eins oben wird Rutsch und Bums und Klirr und Splitter und Knacks vernehmen, das ist die Wirbelsäule, kurz nach hinten bellen, sich zwischen den Beinen lecken und sich neben seinem schnarchenden Meister schlafen legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ein paar Tagen an diesem Ort, oszilliere ich noch immer. Personen sind Probleme. Sprechen ist schwierig. Essen ist zu viel. Trinken geht gar nicht. Arbeit macht frei. Rauchen kratzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald kommen die Freunde von überall hier hin gefahren. Ich wichse im lauten Bett und denke an den Morgen. Ich liege wach und denke an die Drogen. Ich schlafe ein und träume von Zuckerstangen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-806661331936402658?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/806661331936402658/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=806661331936402658&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/806661331936402658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/806661331936402658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/walkren.html' title='Walküren'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3331930316894345884</id><published>2008-07-20T19:25:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T19:26:09.026+02:00</updated><title type='text'>Seehasen</title><content type='html'>Die Schweiz, dort hinter dem Nebel. Jemand macht einen Witz darüber. Ich bin jetzt abgenabelt. So getrennt fühle ich mich, und weiss es nicht besser. Die Sicht über den grauen See ist in der Hälfte abgeschnitten. Ungewiss, ob jenseits andernfalls die Heimat zu erkennen wäre. Die grauen Wellen werden vom Regen in den See gepresst. &lt;br /&gt;Seit einer Stunde sitze ich unter einem Sonnenschirm, am Ende eines feuchten Holztisches, neben mir der Rest, gegenüber Schlagersalat, Wurstmusik in triefenden Zelten. Dort springen Leute in ekelhaften Hüten auf und ab. Die Dicken sitzen und schunkeln. Ein Bier in jeder Hand. Ich hasse es. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war voraussehbar, dass ich mich nicht amüsieren würde, dass ich starren würde und viel Rauchen, dass ich mit der Zeit deprimiert und wahnsinnig würde, ich ahnte es und höre das Geschrei von meiner unsäglichen Lethargie, von der fabrizierten Traurigkeit, vom aufgesetzten Leid, es schreit: Du Idiot! &lt;br /&gt;Den Kopf und die Augen bewege ich, um den Eindruck zu erwecken an etwas interessiert zu sein. Ich lache mal kurz mit, aber es ist nur Wahnsinn. Jemand sagt, du bist so still, du sagst gar nichts. Jemand fragt, überstimuliert? Zu viele Eindrücke? Too much? Ich sage, nein. Too little! Dann schauen die Augen. Die Augen schauen mich immer so an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich fühle mich ein wenig wie van Gogh. Am liebsten würde ich mir die Ohren abschneiden.“&lt;br /&gt;„Hmmmähhnja?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich spüre den Wahnsinn der letzten Wochen kleben, aber ich bin jetzt weg. Der Plan, die Reise nach Friedrichshafen, um wegzukommen, erfüllt sich trotz allem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen endlich das Fest und fahren zurück zum Haus. Dann fällt der Hass langsam von mir.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3331930316894345884?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3331930316894345884/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3331930316894345884&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3331930316894345884'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/3331930316894345884'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/seehasen.html' title='Seehasen'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-3204817121416928224</id><published>2008-07-08T22:03:00.004+02:00</published><updated>2008-07-08T23:27:08.741+02:00</updated><title type='text'>Überall und Jedem</title><content type='html'>In "Viertel Nach Handgelenk", Kapitel neunundfünfzig, und auch im Studio von Roger Schawinski, habe ich zwar nicht den Holocaust, aber sicherlich die Homophobie geleugnet. Geleugnet - verworfen zumindest, an meiem Interesse vorbei geworfen. Als ich mir darüber Gedanken machte, hatte ich plötzlich ein wenig Angst demnächst zu sterben. Was wenn ein extremer Homophob mich sprechen hört? Wie ich sage, ach, das gäbe es doch gar nicht mehr, dieser Hass sei längst gegessen? Er dies hört und denkt, jetzt machmal nen Punkt, und dann macht er einen Punkt, right between my eyz? Dieser kleine Schüttelfrost sagt mir, du Idiot, du Narzist, es geht nicht um dich, aber natürlich geht es nur um. Ich muss es lassen. Denn andere sprechen lauter als. Hier ein Auszug von. Bomec.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Wohnungssuche in Belgrad verläuft so konspirativ, als wollten wir in Wirklichkeit ein geheimes Apartment für den Mossad anmieten. Lakisha und ich suchen eine Wohnung mit zwei getrennten Schlafzimmern. Eine Alibi-Wohnung. Wir haben uns eine detaillierte Geschichte ausgedacht, um seiner Familie, den Vermietern, der Immobilienagentur und allen möglichen anderen Leuten plausibel zu erklären, warum wir beide plötzlich in eine WG ziehen wollen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das verborgene, nicht-öffentliche unserer Beziehung hat auf mich manchmal einen gewissen Reiz: Ich genieße seine verborgenen Blicke, unsere kleinen Geheimnisse, das Versteckspiel, das Private unserer Zweisamkeit. Ja, ich versuche ein Spiel daraus zu machen und es mit Humor zu nehmen. Was soll ich auch anderes tun? Ich will bei meinem Freund sein. Das ist momentan nur in Belgrad möglich, weil er bis auf weiteres beruflich an die Stadt gebunden ist. Und in Serbien dürfen wir uns außerhalb des engsten Freundeskreises eben nicht als Pärchen zu erkennen geben. Das ist die eiserne Regel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich geht mir dieses Versteckspiel auch oft auf die Nerven. Ich muss zwar auch nicht immer das regenbogenfarbene Ausrufungszeichen vor mir hertragen, aber eigentlich habe ich zeitlebens noch nie ein Geheimnis aus meiner sexuellen Orientierung gemacht. Musste ich auch nicht. Ich bin eine deutsche Wohlstandsschwuchtel, die in eine liberalen Gesellschaft hineingewachsen ist. Nur selten machte ich negative Erfahrungen aufgrund meiner Homosexualität. Es fällt mir schwer, jetzt plötzlich zu lügen und vorzugeben, jemand zu sein, der ich nicht bin. Manchmal vergesse ich einfach die Regeln und erlaube mir peinliche Faux-Pas in seiner Gegenwart, greife vor anderen Leuten seine Hand oder rufe ihn "Baby!". Dann erstarrt er vor Schreck, gleich darauf kassiere ich Fußtritte unter dem Tisch und er versucht, die Situation mit übertriebener Distanz zu überspielen. Nachher, wenn wir wieder alleine sind, schäumt er erst vor Wut. Dann ist er ganz traurig und entschuldigt sich für seine Angst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Umfeld in Serbien soll nichts von unserer Beziehung merken. Die Diskretion ist aber durchaus beidseitig. Niemand hinterfragt, warum ich eigentlich seit beinahe einem Jahr wöchentlich in Belgrad bin? Wo ich eigentlich schlafe in seinem Ein-Zimmer-Studio? Warum ich Belgrad plötzlich so aufregend finde, dass ich aus Berlin dorthin ziehe und Serbisch lerne? Niemand scheint den geringsten Zweifel daran zu haben, dass wir nur gute Kumpels sind. Zumindest lässt niemand sich das anmerken. Alle spielen das Spielchen mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal waren zwei seiner Bekannten, die mit ihm den Militärdienst geleistet haben, bei uns in der Wohnung. Wir tranken Bier und schauten einen Film. Plötzlich griff einer von ihnen mein Wörterbuch und blätterte darin. Mein Lesezeichen fiel heraus, ein eindeutiges Foto von uns beiden. Der Freund warf nur einen kurzen Blick darauf, steckte das Bild zurück und blätterte weiter, als sei nichts gewesen. Solche Situationen kommen mir geradezu grotesk vor. „Wenn du nichts sagst, sage ich auch nichts! Wenn du versuchst, den Schein zu wahren, tue ich das gleiche! Aber zwinge mich bloß nicht dazu, Stellung zu beziehen. Versuche bloß nicht, darüber zu reden. Dann...!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, was dann? Darüber habe ich oft mit ihm diskutiert. Was wäre, wenn man es einfach mal ausprobieren würde? Irgendwo in einer Bar, wenn man mit irgendwem ins Gespräch kommt? Neulich zum Beispiel, beim Halbfinalspiel von Deutschland gegen die Türkei. Da saßen wir in einer Eckkneipe unter den Platanen und tranken Bier. Drei nette Jungs mit uns am Tisch, die fließend Englisch sprachen, mir bei jeder Torszene der Türken aufmunternd auf die Schultern klopften, bei jedem Tor der Deutschen Bier für uns bestellten und wirklich sympathisch, gebildet und modern schienen - alle drei hatten gerade ihr Wirtschaftssstudium abgeschlossen. Warum nicht einfach mal ehrlich auf ihre Fragen antworten? Was könnte denn schon passieren? Vielleicht würden sie uns etwas weniger auf die Schultern klopfen und sich weniger häufig an den Sack fassen. Oder uns kein Bier mehr ausgeben. Bestenfalls würde uns die halbstündige Diskussion darüber erspart bleiben, wie man am besten Ana Ivanovics Pussy lecken könnte. Schlimmstenfalls würden sie sogar vielleicht wegsetzen. Aber sonst? Ich kann es nicht einschätzen! Und deswegen will ich es einfach mal probieren! Aber Lakisha sieht mich nur an und bittet mich, das nicht zu tun. Und ich halte mich daran. Ich glaube ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag gingen wir mit einer Freundin in Belgrad zum Abendessen. Sie ist Richterin und war gerade aus Zagreb zurückgekehrt, wo am Wochenende der kroatische Gay-Pride stattgefunden hat. Unsere Freundin erzählte von ihren Eindrücken und war recht zufrieden mit dem, wie sie sagte, "friedlichen Verlauf" der Kundgebung: Ein großes Polizeiaufgebot habe die Demonstranten in diesem Jahr weitestgehend vor Attacken aus der Bevölkerung geschützt. Bislang habe man auch "nur" von fünf Homosexuellen gehört, die nach der Kundgebung in der Stadt von kroatischen Hooligans zusammengeschlagen wurden. Darunter seien drei schwule Männer aus Pristina gewesen, die aus dem Kosovo extra ins vergleichsweise "liberale" Kroatien gereist waren, um am dortigen Gay-Pride teilnehmen zu können. Sonst sei aber längst nicht soviel geschehen, wie bei vergleichbaren Veranstaltungen, die in den vergangenen Jahren auf dem Balkan stattgefunden haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Belgrad gab es bislang nur einen wirklichen Versuch, eine Gay-Pride-Parade zu veranstalten, um damit auf die Existenz von Homosexuellen in Serbien aufmerksam zu machen und für deren Rechte zu demonstrieren. Das war im Jahr 2001. Die Veranstaltung &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=qE0M9lo6ZBk&amp;feature=related"&gt;verlief so&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich diese Bilder sehe, dann verstehe ich Lakishas Zurückhaltung. Dann zweifle ich an meinem Optimismus. Dann zaudere ich an meiner Offenheit. Dann verstehe ich, warum der Gay-Pride sehr wohl eine politische Veranstaltung ist, auch wenn das in Deutschland manchmal nicht mehr den Anschein macht. Warum es wichtig und notwendig ist, dass Homosexuelle auf die Strassen gehen und für ihre Rechte demonstrieren, sich zeigen und ihre Freiheit feiern, wenn sie können. Selbstverständlich ist das nicht. Nicht in Texas, sondern gerade mal 1000 Kilometer von Zürich entfernt, mitten im östlichen Europa, ist die CSD-Fraktion bis heute tatsächlich zum Abschuss freigegeben und schwule Boys liegen blutend im Strassengraben.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;http://bomec.blogger.de/&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-3204817121416928224?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/3204817121416928224/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=3204817121416928224&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' 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type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/sunny-afternoon.html' title='Sunny Afternoon'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6370088930731045349</id><published>2008-07-02T17:38:00.002+02:00</published><updated>2008-07-03T17:07:10.989+02:00</updated><title type='text'>Radio1</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.radio1.ch/podcasts/doppelpunkt/"&gt;stream&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.radio1.ch/library/podcasts/dl.php?mp3file=radio1-doppelpunkt-20080629-1300.mp3&amp;channel=doppelpunkt"&gt;download&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6370088930731045349?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6370088930731045349/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6370088930731045349&amp;isPopup=true' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6370088930731045349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6370088930731045349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/07/radio1.html' title='Radio1'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-6454007666560541693</id><published>2008-06-27T14:27:00.000+02:00</published><updated>2008-06-27T14:32:07.151+02:00</updated><title type='text'>XxzxcZx Me</title><content type='html'>&lt;object width="425" height="350"&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gUg_poo723w"&gt; &lt;/param&gt; &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/gUg_poo723w" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"&gt; &lt;/embed&gt; &lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-6454007666560541693?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/6454007666560541693/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=6454007666560541693&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6454007666560541693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/6454007666560541693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/06/xxzxczx-me.html' title='XxzxcZx Me'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1100796468964534638</id><published>2008-06-26T17:04:00.003+02:00</published><updated>2008-06-27T09:02:54.721+02:00</updated><title type='text'>Solar barge</title><content type='html'>Was machen wir denn jetzt mit dir, fragte mich Schawinski versteckt hinter seinen Monitoren und ich grinste ihn über sie an und wusste nicht. Schreiben, ich schreibe, sagte ich, und das war das Ende der Sendung. Ich schreibe diese weissen Lettern hier, immer öfter nur hingewichst, schlechtes Sperma vom schlechtem Gewissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die töricht grandiose Betrunkenheit, das Delirium und die Kotze neben der Schüssel und auf dem Schuh, die töricht grandiose Nüchternheit, der Fokus und die Luft verweht und das Wasser streckt, das sogenannt Extreme, die Nacht, die im Zug erwacht, die sogenannte Lethargie, das Schwungrad ohne Wirkungsgrad, werd weich, werd reich, mach es schneller, mach es heller.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„They’re listening to the sun, Charles. Waiting for a new kind of light.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollen gereizte Augen in die Orgel fallen und erblinden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1100796468964534638?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1100796468964534638/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1100796468964534638&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1100796468964534638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1100796468964534638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/06/solar-barge.html' title='Solar barge'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-2618266798508025513</id><published>2008-06-17T17:02:00.001+02:00</published><updated>2008-06-17T17:30:42.161+02:00</updated><title type='text'>Electronic Light Orchestra</title><content type='html'>Zuerst war es Lego. Lange Lego, lang und viel, Schubladen, Kisten, Säcke, hundert Kilo Bauklotzvolumen aus Plastikgranulat, verbaut, verbrochen, vergessen, verstaut. Dann Meccano, die Stäbchen und Plättchen aus Metall zum zusammenschrauben, viel stabiler, viel seriöser. Irgendwann bog ich ein paar Plättchen so und so und schraubten sie an einen Motor und den Motor auf mehr Plättchen und daran vier Räder. Motor an und Schub und grosses Geratter. Der Propeller schaufelte und peitschte die Luft mit lauter Kraft und das schwere Gefährt bewegte sich vorwärts wie eine Schnecke. Das war unheimlich spannend. Aber zu langsam. Neues Projekt, grösserer Motor, richtiger Propeller, Balsaholzleichtigkeit. Und es wurde Geschwindigkeit. Und dann wurde sie irgendwo verstaut.&lt;br /&gt;Mit den Händen arbeiten, wie man es gerne nennt, tat ich gerne. Selten kam etwas dabei heraus. Vielleicht war am Anfang ein Radio und am Ende seine Einzelteile. Oder ein Liter Brennsprit und Propangas und dann geschmolzenes Eisen und eine verkohlte Decke. Das war kein Problem, unser Gartenkämmerchen war meine Werkstatt. Es hatte einen Tisch, extra in meiner Grösse, eine Drehbank und sämtliche Werkzeuge für alles, eine kleine Vorratskammer mit Snacks und eine fünfhundert Watt Lampe. Ich verbrachte Tage dort. Ich versuchte Fluggeräte, Gewehre, Schwebeapparate und Zeitmaschinen herzustellen. Schlussendlich verbrauchte ich bloss sehr viel Energie und erzeugte wahnsinnig viel Hitze. Es machte Spass, auch wenn meine Projekte in Forschung und Entwicklung steckenblieben und dann halt verstaut werden mussten. Es machte Spass und es war Zeit alleine, in der Gartenkammer, zwei mal ein Meter, ein Nest, fern der Dinge. Das war damals.&lt;br /&gt;Meine Finger bleiben doch fertig. Ich weiss wie man Sachen macht. Ich kann manchmal dies und das und es klappt und schön und weiter, aber ich kann ganz sicher Elektromagneten bauen und ich weiss ganz, ganz genau, wie Flügelprofile Geschwindigkeit bringen. &lt;br /&gt;In meinen Notitzbüchern gibt es Pläne für einen Überschallmodellflieger, für eine Seifenkiste mit Trubinenantrieb, für elektromagnetische Gewehre und so weiter. Natürlich alles machbar, mit Zeit und Geld. &lt;br /&gt;Jetzt die Lichtorgel. Es ist ein Instrument und es macht Licht. Die Klaviatur besteht aus zweiunddreissig, in einer Kupferplatte eingelassenen, kapazitiven Sensoren hinter einer Glasplatte, gerahmt in Riffelblech. Die Klaviatur ist mit einem meterhohen Monolith aus Riffelblech verbunden. Darin befindet sich der Schaltschrank, das Computerhirn des Instruments. Es verarbeitet die Signale der Sensoren und leitet sie an ebenfalls zweiunddreissig tausend Watt Scheinwerfer, die über je hundert Meter Kabel am Monolith angeschlossen sind. An einem Touchscreen neben der Klaviatur erfolgt die Zuordnung von Sensoren und Scheinwerfern. Ein Sensor kann einen einzigen Scheinwerfer, aber auch beliebig viele aktivieren. Die Sensoren sind die Tasten der Orgel. Berührt man einen, brennt für die Dauer der Berührung der zugeordnete Scheinwerfer. Die Scheinwerfer geben den Ton der Orgel, sie leuchten auf Wunsch des Spielers. Über die langen Kabel sind sie in beliebiger Formation auf zweiunddreissig Teleskopstativen angebracht. Sie können in den Himmel, auf den Boden, an eine Wand, oder direkt in die Augen der Zuschauer leuchten. Flächig aufgestellt, erzeugen sie ein Lichtfeld, dicht neben einander, eine Lichtwand. &lt;br /&gt;Das Instrument wiegt eine Tonne, benötigt fünfunddreissig Kilowatt Energie, produziert zweiunddreissigtausend Watt Licht, ist in zehn Kisten mobil, und wird, wenn Sponsoren hunderttausend Franken aufbringen, kommenden August in der Wüste von Nevada die Basslinien des Burning Man takten und das Salz der Playa schmelzen und bald die Kulturstätten der Welt bereisen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-2618266798508025513?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/2618266798508025513/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=2618266798508025513&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2618266798508025513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/2618266798508025513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/06/electronic-light-orchestra.html' title='Electronic Light Orchestra'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1945606313019952244</id><published>2008-06-03T21:12:00.005+02:00</published><updated>2008-06-03T22:32:26.266+02:00</updated><title type='text'>Blutbild</title><content type='html'>Zwitscher, zwitscher, Krankenbett, letztes Frühstück, dicker Brief, Schliessfach, Musikwunsch, alles ganz, ganz genau. Grabsteine, Trauergäste, Kremationsasche, halb Himmelblau, halb Sturmturm, Mantelflattern, Vogelperspektive, Regen, nass, dunkel, ich bin wach, mein Bett, schweissnass, wie lange war ich diesmal weg? Zehn Minuten. Nur soviel. Wo bin ich? Ich atme wie ein sterbender Greis, die Rolle wird plötzlich interessant. Ich kann seit Eindunkeln und Zeit sowieso nichts unterscheiden. Und wieder von vorn. Kissen auswechseln, drei sind in Zirkulation, ebenso Decke und Bettwäsche, alles sachte bewegen, weil jede Bewegung den Kopfdeckel rüttelt und nagelt. Ich sehe die Bilder die ich mir nur vorstelle, eitrige Hirnhaut prallt gegen Schädeldecke, im Autopsiebericht geschrieben, zu oft aufgestanden, zu wenig still gelegen. Also lege ich mich hin. Jetzt ist es kalt, eiskalt, sibirischer Winter, nutzlose Decken sind kaputt verdammt. Die Skelettmuskulatur zuckt, irgendwann hört es dann auf, meine Augen schmerzen, was wollen Sie? Einen Artikel schreiben? Er ist schon geschrieben? Kann ich ihn lesen? Wie schön! Dankeschön! Vielen Dank! Aber da ist wieder mein Zimmer. Ich drehe mich zur Seite, die Bücherwand im Gesicht, sie kommt mir zweifach hinten vorne vor, mir wird übel, ich fühle mich abgefüllt und zugedröhnt, ja was war den jetzt mit dem Artikel, erzählen sie mir mehr. Die nette Frau spricht auf mich ein. Oder wer spricht denn da? Hallo? Was war denn jetzt? Nichts passiert. Ich liege bloss im Bett und zucke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1945606313019952244?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1945606313019952244/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1945606313019952244&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1945606313019952244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1945606313019952244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/06/sick-but-interessting-funny.html' title='Blutbild'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5360940077933250310</id><published>2008-05-28T16:33:00.009+02:00</published><updated>2008-05-29T09:32:24.003+02:00</updated><title type='text'>Sitzen</title><content type='html'>Wenn man sitzt, dann steht man wieder auf. Ausser man steht nie mehr auf. Aber der Biedermann sitzt und steht mal auf. Vielleicht sitzt er fünf Minuten lang, trinkt einen Kaffee und steht wieder auf. Vielleicht sitzt er eine halbe Stunde, blättert in der Zeitung und steht wieder auf. Vielleicht sitzt er drei ganze Stunden am Stammtisch, das Sitzleder feucht, die Backen taub, und steht dann stutzig auf und streckt sich. Biedermann muss nicht andauernd aufstehen und zur Toilette gehen, oder seine Beine strecken, oder kurz etwas machen gehen. Biedermann hat kein Sprung im Schritt. Und kein Feuer unter seinem Hintern. Er hat eine Lache. Er schwitz durch seine Unterwäsche, und dann durch seine Hose, und dann mitten ins Sitzpolster, in dem sein Schweiss die Rückstände vieler Biedermänner Schweiss auflöst und beiträgt und Stunde für Stunde die triefende Schweispuppe im Sitzpolster nährt. Wenn Biedermänner sitzen, dann sitzen sie. Sie sitzen um zu sitzen. Wenn sie sitzen, denken sie nicht ans aufstehen. Während eines Spaziergangs sehen sie eine Sitzbank und sagen vielleicht zu ihrem Spazierpartner, komm setzten wir uns doch dort drauf. Wenn sie in der Boutique warten, auf ein Hemd in der richtigen Grösse, auf die Ehefrau, oder auf einen Espresso, dann sehen sie einen Sessel in der Ecke und denken vielleicht, da setzte ich mich jetzt gleich hin. Wenn sie am Zug vorbei gehen, in den sie einsteigen sollten, und durch die Fenster spähen und merken, der ist voll, alle Sitzplätze sind besetzt, dann steigen sie gar nicht ein, sondern sitzen auf die Sitzbank am Perron und warten auf den nächsten. Und wenn das Sitzen vorbei ist, dann steht Biedermann wieder auf. Nicht um aufzustehen, sondern einfach weil das Sitzen dann vorbei ist. Biedermann sitzt und steht dann mal auf.&lt;br /&gt;Brandstifter brauchen selten neue Stühle, sie sitzen nie soviel, dass der Stuhl ausgesessen ist, bis die Hose feucht ist, oder der Rücken schmerzt, oder der Kaffee ausgetrunken ist. Sie zucken wenn sie sitzen und sie hüpfen wenn sie gehen. Brandstifter haben, natürlich, Feuer unter ihren Hintern. Und bleiben trocken. &lt;br /&gt;Ich bin ein Biedermann. Im Zug nach Berlin, vor einigen Wochen war das, acht Stunden waren das, bin ich kein einziges Mal aufgestanden. Was nicht ganz stimmt, weil ich nach reichlicher Überlegung entschied, doch noch zur Toilette zu gehen, bevor es zu spät war. Aber das war dann unangenehm, weil es ja viel befriedigender gewesen wäre, meinen Sitzrythmus nicht zu unterbrechen. Aber: Dies ist ein Wettkampf. Da brennt: Feuer unterm Hintern. Also bin ich doch ein Brandstifter.&lt;br /&gt;Oder heute. Seit neun Uhr sitze ich im Nachtflug. Jetzt ist achtzehn Uhr. Also neun Stunden. Wobei, ich bin drei Mal aufgestanden, um zur Toilette zu gehen. Also im Schnitt drei Stunden aufs Mal. Am Ende fühlt sich das lange an. Drei mal drei Stunden aufs Mal fühlt sich fast schon an wie ein Mal sechs Stunden aufs Mal. &lt;br /&gt;Und dies hat auch etwas von Flagellation. Es sitzt sich auch im bequemsten Sessel nach ein paar Stunden unbequem. Sitzen wird irgendwann immer unbequem. Und wenn man dann weitersitzt anstatt aufzustehen, tut man sich keinen Gefallen. Und wenn man sich keinen Gefallen tun will, dann ist das Selbstgeisselung. &lt;br /&gt;Sicherlich, man kann gute Gründe haben, unmenschlich lange zu sitzen. Wie Helmut Berger, der in seiner Autobiographie lustig schreiben lässt, er sei, Schmäh ohne, viele, viele, viele Stunden einfach sitzengeblieben, weil er sich ein wenig in seine weissen Smokinghosen geschissen hatte, und sich so natürlich nicht stehend, begrüssend, küssend, zeigen konnte, und er dann halt sitzen bleiben musste, bis alle oder die meisten, dieses unendlich endlose und teure und prunkvolle Bankett verlassen hatten. Dies wäre also ein guter Grund und keine Flagellation, zumindest, wenn man eitel ist. Und Helmut Berger ist ja eitel.&lt;br /&gt;Es gibt auch Fakire oder wie man die nennt, die beschliessen auf Grund von irgendwas, wohl in Verbindung mit einem Glauben, von hier nach da auf den Knien zu gehen, oder zu rollen, viele Kilometer zu rollen. Mit Bandagen um die Ellenbogen rollen sie dann hundert Kilometer durch Indien, auf Erdstrassen, durch Dörfer, schreiende Kinder rennen ihnen dann ein paar Kilometer nach, während sie rollen, aber die Kleinen kehren dann bald zu ihren Müttern zurück, und das blutend überzeugte Fleisch rollt weiter. Solche Leute beschliessen vielleicht auch zu stehen, ganz, ganz lange zu stehen, an Ort und Stelle. Oder für den Rest des Lebens einen dürren Arm in die Luft zu halten. Oder eben auch einfach im Schneidersitz zu sitzen bis die Beine verwachsen und die Nahrung aus dem Boden in die Venen strömt. Vielleicht haben sie genauso gute Gründe wie Helmut Berger. &lt;br /&gt;Vielleicht gibt es immer gute Gründe zu sitzen. Auch wenn es schmerzt. Wie jetzt. Mein Rücken schmerzt und mein Hintern ist taub.&lt;br /&gt;Ich sage immer, ich sei kein Qualschreiber, kein Qualmensch, sicher nicht mit Absicht. Ich suche sicherlich mehr Quallosigkeit. Ich frage einen Freund was er tut? Dies und das und er leide. Ich denke: Wie denn? Ich sage einem Freund es ist nicht gut, es schmerzt. Er meint, es müsse nicht gut sein, es dürfe schmerzen. Ich denke: Gut ist doch gut! Und das ist die Frage: Trockener Biedermann? Oder nasser Brandstifter?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5360940077933250310?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5360940077933250310/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5360940077933250310&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5360940077933250310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5360940077933250310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/05/sitzen.html' title='Sitzen'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-5697535475964194433</id><published>2008-05-27T12:59:00.001+02:00</published><updated>2008-05-27T15:55:20.709+02:00</updated><title type='text'>Show for me, I will show for you</title><content type='html'>Zehn Minuten vor der Lesung versteckte ich mich im Büro des Lokals und spähte durch den Türspalt. Die Tür, im Büro herrschte Unterdruck, jenseits Überdruck, war schwer mit der Last der üblichen völlig unsäglichen, unsagbaren Dingen, sie drückten gegen die Tür, kleine und grosse Feinleinerpfeile steckten und drückten gegen die Tür. Pfeile wie im Physikunterricht: Kraft mal Weg gleich Arbeit. Und mein verklärter Kopf: Mystik mal Technik gleich Fuckall. Ich brachte sie dann trotzdem kaum auf, zumindest, es brauchte einen Stoss durch den Kopf, einen Stoss durch die Gedanken und das Gehetzte und das Gepoche, einen Freistoss, um die Klinke in die Hand zu nehmen und das Holz und mich in Bewegung zu setzen. &lt;br /&gt;In Basel gab es ja doch ein Mikrophon. Und ich musste nicht schreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche später, in Sankt Gallen, war es dann ganz anders. Ich war Trudi Gerster, das Buch war eine Schatzkarte mit verschmorten Ecken und das Publikum war ein Märchen. Zu zwanzigst in der Focaccieria, die Focaccias verkauft, las ich vor Bekannten und Unbekannten und solchen, die einfach gerade dort Focaccias assen, von Putin und dem Schwanz und dem Gratiszeitungsständer.&lt;br /&gt;Diesen Teil dessen, das ich beginne als ‚Arbeit’ zu betrachten und als ‚Spass’ zu bezeichnen, nennt mein Verleger jetzt ‚Street Hustle’. &lt;br /&gt;Verständnisse verändern sich. Wir nannten es eine Tour, jetzt sind es Vorlesungen. Ich nannte es ein Buch, jetzt nenne ich es eine Publikation. Ich hatte das Gefühl dass, jetzt weiss ich es besser. Blödsinn. Und wenn jemand mich in Zukunft fragt, warum ich schreibe, werde ich nicht mehr versuchen zu antworten. Vielleicht aber Peter Gabriel zitieren: &lt;br /&gt;I’m your sledgehammer&lt;br /&gt;Let there be no doubt about it&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-5697535475964194433?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/5697535475964194433/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=5697535475964194433&amp;isPopup=true' title='5 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5697535475964194433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/5697535475964194433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/05/show-for-me-i-will-show-for-you.html' title='Show for me, I will show for you'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8377410454683664959</id><published>2008-05-25T22:40:00.001+02:00</published><updated>2008-05-25T22:40:47.141+02:00</updated><title type='text'>I Come Undone</title><content type='html'>&lt;object width="425" height="355"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WCYWrbjLHeM&amp;hl=en"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/WCYWrbjLHeM&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8377410454683664959?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8377410454683664959/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8377410454683664959&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8377410454683664959'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8377410454683664959'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/05/i-come-undone.html' title='I Come Undone'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-8942522309717262759</id><published>2008-05-21T15:11:00.001+02:00</published><updated>2008-05-21T22:53:42.240+02:00</updated><title type='text'>Modern Times</title><content type='html'>Verlockt, verbrannt, vergiftet und heute morgen in der Passage unter dem Bahnhof verstand ich endlich meinen lieben Freund, ich versand wie er mir am Morgen die Zigarette aus dem Mund haut, wie er mich anschaut und schreit und ekelt, das war dann plötzlich klar, sonnenblendend klar, so wie ich schritt und schwankte und alles nach unerträglichem Rauch stank unsäglich schrecklich schlimm und mir nochmals schier nochmals die Kotze nochmals hoch kam. Und dann sass ich in der Bahn und lehnte meinen Kopf ans Fenster und dann war ich die Bahn, dann fuhr ich mit meinen Rädern auf den Schienen, weil ich wusste, in ein paar Stunden werde ich in Sankt Gallen lesen, aber zuerst werde ich mich eine Stunde hinlegen, dann einen Teller Pasta essen den mir meine Mutter machen wird, dann werde ich duschen, dann werde ich schreiben, dann werde ich sieben Sachen packen, dann werde ich vom Defender abgeholt, dann werde ich in der Focaccieria vorlesen, dann werde ich denken, aha, ja ja, das geht dann doch, das funktioniert, das ist sogar besser, ich hatte unrecht, i did the weggli and the other thing, yes, yes, so wird es sein, das wusste ich, also konnte ich den Kopf gegen das Fenster legen und die Bahn sein, mal Ruhe, mal was anderes, mich mal den Göttern und der Zeit überlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-8942522309717262759?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/8942522309717262759/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=8942522309717262759&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8942522309717262759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/8942522309717262759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/05/modern-times.html' title='Modern Times'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17195694.post-1662235478280120228</id><published>2008-05-21T14:39:00.001+02:00</published><updated>2008-05-21T14:41:11.007+02:00</updated><title type='text'>You wanna go for a ride?</title><content type='html'>&lt;object width="425" height="355"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/njdotI2lvz8&amp;hl=en"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/njdotI2lvz8&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17195694-1662235478280120228?l=viabha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viabha.blogspot.com/feeds/1662235478280120228/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17195694&amp;postID=1662235478280120228&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1662235478280120228'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17195694/posts/default/1662235478280120228'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viabha.blogspot.com/2008/05/unless-you-ask-me-to.html' title='You wanna go for a ride?'/><author><name>Pippin Wigglesworth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01470607845576405606</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
