Im Denktank morgens bis Abends einschliesslich Wochenende zeitweise tanze ich auf allen Hochzeiten ohne je zu heiraten will man doch immer auf der Stelle. Dass dabei die Strecke auf dem Herd bleibt verkochen wir gerne ab und zu hausgemachte Vinaigrette und Artischoken über Mittag klappert man jeden Mittag eine neue Essbude kleckert sich immer wieder anders auf die Wochenhose ab und kauft sich ein Buch, oder zwei, im Antiquariat, in dem jeden ersten jedes eine Werkstattfindet, mit Nepomuk Ullman.
Wenn meine Freunde etwas sagen, nämlich, höre ich dabei doch nur zu. „Er spricht nicht so gerne“, sagte er über mich zu einem der sich den Tag lang auf Kreuzberger Sitzgelegenheiten verfolgt fühlt, zudem ohne zu trinken. Das Bild gefiel mir. „Es sind doch immer nur die Bilder, in denen du dir gefällst“, sagte ein Anderer. Ich verstand mich aus der Affäre zu schwatzen, aber mich überzeugte ich nicht. Solange es andere zu überzeugen gilt, hält der eigne Glaube stark; sobald es gelingt, zerfällt er.
Zu wissen, zu riskieren, zu wollen, den Mund zu halten. So plätschern die Tage ganz sinnvoll vor sich hin.
Gestern in Dürrenmatts „Panne“ gelesen uns gedacht: die wirklich guten Albträume entfalten sich immer aus Situationen in die man durch unschuldige Fehltritte gerät, die einen unermessliche Schulden auflasten. So träume ich ab und zu davon, wie mir die Welt aus Versehen, aus dummer Ungeschicklichkeit, aus der Hand rutscht und am Boden zerspringt. Wie verwegen von meinem Geiste mir nie ein Wassereis in die Hand zu träumen.